Bezirkspokal

VSK Osterholz-Scharmbeck zahlt viel Lehrgeld

Der TuS Harsefeld war für den VSK Osterholz-Scharmbeck eine Nummer zu groß. In der zweiten Runde des Bezirkspokals setzte es eine klare 0:5-Niederlage.
28.07.2019, 20:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken

Neu St. Jürgen. Viel Lehrgeld zahlte der VSK Osterholz-Scharmbeck in der 2. Hauptrunde des Fußball-Bezirkspokals. Die Elf von Trainer Oliver Schilling handelte sich gegen den ambitionierten Landesligisten TuS Harsefeld eine 0:5 (0:4)-Packung ein. Bereits nach einer halben Stunde beanspruchte der amtierende Vizemeister aus dem Kreis Stade einen komfortablen 4:0-Vorsprung.

„Individuelle Fehler haben uns das Genick gebrochen. Nach drei Trainingseinheiten am Sonnabend waren wir ein bisschen platt, da hat uns natürlich die Kraft gefehlt“, brachte VSK-Kapitän Tobias Stöhr seine Eindrücke auf einen Nenner. Der TuS Harsefeld präsentierte sich an neutraler Spielstätte in Neu St. Jürgen als eine kompakte Einheit, die den Kantersieg auch dank einer Portion Cleverness einspielte. Zur VSK-Ehrenrettung sei indes angefügt, dass die Grün-Weißen mit einem Verlegenheitsteam antraten. Mit Michel Stelljes, Björn Husmann, Dean Leskow und Benjamin Knecht wirkten allein vier U19-Spieler beim Bezirksligisten mit.

Der Landesligist baute früh Druck auf das von Michel Stelljes gehütete VSK-Tor auf. Oliver Schilling hatte noch kurz vor Spielbeginn umdisponiert und Michel Stelljes für Stammtorwart Kevin Meier das Vertrauen zwischen den beiden Pfosten ausgesprochen. Stelljes stand ebenso wie seine Vorderleute gegen einen gefällig kombinierenden TuS Harsefeld auf verlorenem Posten. Der quirlige Nico Ousch, der mehrfach tiefe Löcher in die VSK-Verteidigung riss, setzte mit einem Lattentreffer den ersten Warnschuss (4.).

Der Landesligist profitierte danach von mehreren Schnitzern in der VSK-Defensive. Steffen Brünjes erlaubte sich die erste grobe Nachlässigkeit. Pascal Schawaller nahm das Geschenk zum 0:1 dankend an (20.). Stefan Forthaus baute den TuS-Vorsprung mit einem an Pascal Schawaller verursachten Foulelfmeter aus (26.). Michel Stelljes musste beim 0:3 einen haltbaren 25-Meter-Schuss von Dennis Osuch passieren lassen (27.). Steffen Brünjes unterlief zu allem Überfluss nach einem TuS-Angriff über Nico Osuch ein klassisches Eigentor zum 0:4 (30.).

„Wir kassieren die Dinger völlig überflüssig. Die ersten zehn Minuten gingen komplett an Harsefeld. Dann haben wir uns freigeschwommen“, bemerkte VSK-Trainer Oliver Schilling. Dem Bezirksligisten blieb nur die Rolle, sporadisch Nadelstiche zu setzen. Dean Leskow setzte einen nach dem vermeintlich schönsten Spielzug bereits zu Beginn der Partie. Patrick Hirsch und Tjerk Johannsen fädelten den Angriff geschickt ein, ehe Dean Leskow mit einem Lattentreffer aufwartete (10.). Tjerk Johannsen schrammte danach gleich zweimal knapp am möglichen Ehrentor vorbei (17., 90.). Harsefelds Pascal Schawaller aber sorgte nach schöner Ballmitnahme mit dem 0:5 für die Kirsche auf der Torte (49.). Felix Gartelmann und Patrick Hirsch war im VSK-Mittelfeld eine solide Leistung zu bescheinigen. „Wir haben das Ergebnis in der zweiten Halbzeit verwaltet. Von daher bin ich nicht so zufrieden. Nach einem 5:0 kann ich aber wenig meckern“, bilanzierte TuS-Trainer Dennis Mandel.

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