Bau-Ende im Dorfgemeinschaftshaus Warme Dusche nach dem Wasserschaden

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Heilshorn ist abgeschlossen. Nach einem Wasserschaden hatten Arbeiter erst den Boden der Sporthalle und dann im Haupthaus herausgerissen.
02.03.2018, 16:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Valek

Heilshorn. Die Sportfreunde in Heilshorn können aufatmen. Die Sanierung von Sporthalle und Dorfgemeinschaftshaus ist abgeschlossen. In fünf Monaten Bauzeit ist ein sechsstelliger Betrag in das Gebäude investiert worden. Ein Wasserschaden hatte im Sommer 2017 die vorübergehende Schließung der Anlage verursacht. Am morgigen Sonntag wird Wiedereröffnung gefeiert.

Ortsvorsteher Holger Heier geht auf Zehenspitzen über den neuen Hallenboden. Holger Meyer, Vorsitzender der Sportfreunde Heilshorn, folgt ihm vorsichtig. Sichtlich stolz schweifen ihre Blicke über den neuen Schwingboden. Darauf zu laufen, sei ein Genuss, betont der Ortsvorsteher. Die Arbeit und die Geduld der Vereinssportler hätten sich gelohnt, ist auch Meyer überzeugt. „Ich danke den Vereinsmitgliedern für ihre Ausdauer.“

Der Gesamtschaden durch den Wasserrohrbruch war beträchtlich. Insgesamt 160 Quadratmeter Boden im Dorfgemeinschaftshaus und gut 640 Quadratmeter in der Halle mussten saniert werden. Etwa 160 000 Euro hat alles am Ende gekostet. Die Versicherung übernahm 80 000 Euro, die Stadt steuerte die andere Hälfte der Kosten bei. Im Haushalt von Osterholz-Scharmbeck seien 80 000 Euro für die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses ohnehin eingeplant gewesen, wie Wilfried Jokisch vom Gebäudemanagement erklärt. Mit einem derartigen Schaden aber habe keiner gerechnet.

Haarriss in der Rohrleitung

Das Wasser war durch einen Haarriss einer Rohrleitung im Boden in weite Teile des Estrichs gesickert. Muffiger Geruch und dunkle Stellen im Betonboden hatten die Sportler stutzig gemacht. Bei einer Messung stellte sich heraus, dass die Feuchtigkeit bis in die angebaute Sporthalle gekrochen war. Die Wände waren feucht, der Putz blätterte ab. Sogar die Teppichverkleidung musste an der Stirnwand heruntergerissen werden. Arbeiter hatten tagelang den alten Hallenboden herausgerissen.

Im Haupthaus deuteten durchnässte Fliesenfugen früh auf das Ausmaß hin. Der große Gemeinschaftsraum war ebenso betroffen, wie Teile der Sanitärbereiche, erinnert sich Heier. Auch im Flur zeigte sich der Schaden. Wochenlang wurde mit Presslufthämmern der Estrich herausgestemmt. Anschließend wurde er neu eingebaut. Die Heizungsanlage wurde zusammen mit den Heizkörpern ausgetauscht.

Hinzu kam, dass Ausweichquartiere für die 340 Mitglieder des Sportvereins gefunden werden mussten. Heier und Meyer danken der SG Hülseberg und Ortsvorsteher Klaus Sass sowie den Sportlern in Garlstedt und der dortigen Ortsvorsteherin Marie Jordan. Sie hätten den Heilshornern für die Dauer der Sanierung Unterschlupf geboten. „Es ist vorbildlich, wie die Sportler zusammengehalten haben“, sagt Heier.

Jetzt geben surrende Akkuschrauber und Farbgeruch neue Hoffnung. Einst ausgehängte Türen sind zwischenzeitlich lackiert oder ersetzt worden. Hausmeister Tino Kremkow ist mit Restarbeiten beschäftigt. Er und sein Team montieren neue Lampen und stellen die Türschlösser ein. „Zur Eröffnung soll schließlich alles tiptop sein“, sagt er. Kremkow habe einen „super Job“ gemacht, betont Heier. Großes Lob hat er auch für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung parat.

Ungern denkt er an das vergangene Jahr zurück. Erst habe die Tankstelle im Ort gebrannt, dann sei ein Flutlichtmast umgekippt. Später hätten erst der Wasserschaden und im Januar ein Starkregen-Schauer den Menschen im Ort zu schaffen gemacht. „Das Wasser war fast in die Schule gelaufen.“ Erst nachdem man in einer Hau-Ruck-Aktion ein zugesetztes Rohr freigegraben hatte, sei das aufgestaute Wasser über Stunden in den Graben abgelaufen.

Wer sich selbst ein Bild vom neuen Dorfgemeinschaftshaus machen möchte, ist für den morgigen Sonntag, 4. März, dorthin eingeladen. Ab 14.30 Uhr gibt es kostenlos Kaffee und Kuchen. Nach Eröffnungsreden um 15 Uhr treten die Karate-Sportler gegen 15.30 Uhr auf. Anschließend wird gegrillt.

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