Fußball-Landesliga Lüneburg 3:3 – Balsam für die Seele der TuSG Ritterhude

Das war nicht zu erwarten: Das abgeschlagene Schlusslicht TuSG Ritterhude holte gegen den souveränen Spitzenreiter einen Punkt, und das, obwohl das Team schon mit 1:3 zurücklag.
29.04.2019, 10:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Ritterhude. Hendrik Schulz trat mit seinem Fuß auf den Pfosten ein. Der Torwart der TuSG Ritterhude hatte gerade das 1:3 durch einen Freistoß von Björn Lohmann kassiert und dabei nicht den besten Eindruck hinterlassen (24.). Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand mehr darauf gewettet, dass das Schlusslicht der Fußball-Landesliga dem Klassenprimus MTV Eintracht Celle am Ende ein völlig unerwartetes 3:3 (2:3)-Unentschieden abtrotzen würde.

Die Gastgeber begannen recht forsch, gerieten aber nach dem ersten durchdachten Angriff der Gäste sofort in Rückstand. Henry-Frederik Struwe bediente von rechts Moussa Doumbouya. Der Schuss des Goalgetters wäre aber am Tor vorbeigegangen, wenn Ritterhudes Fabian Middelsdorf die Kugel nicht ins eigene Gehäuse gelenkt hätte (10.). Ebenfalls von der rechten Seite fädelte Niklas Kutz nach 20 Minuten den Ausgleich ein. Kutz‘ geschickte Ablage in den Rückraum verwertete Janluca Grove zum 1:1.

Doch nicht einmal 60 Sekunden hiernach verließ Hendrik Schulz etwas übermotiviert seinen Kasten und lud Adrian Zöfelt so zum 2:1 für den Gast ein. Nach dem 1:3 scheiterte Grove zunächst unbedrängt an MTV-Keeper Tjark Klindworth (27.). Auf der anderen Seite war das Zuspiel von Moussa Doumbouya auf seinen freistehenden Angriffspartner Stephane Sylla zu ungenau. Drei Minuten vor der Pause leitete Tobias Böttcher einen Pass von Niklas Kutz sofort zu Janluca Grove weiter, der auf 2:3 verkürzte.

Sechs Minuten nach der Pause brachte TuSG-Coach Torsten Just Marcel Meyer für seinen Doppeltorschützen. „Ich war einfach platt“ – Grove begrüßte seine Auswechslung. 30 Sekunden nach seiner Hereinnahme luchste Meyer seinem Gegenspieler auf dem linken Flügel den Ball ab und bediente Niklas Kutz am langen Pfosten. Der Schuss des Kapitäns geriet aber zu einer sicheren Beute von Tjark Klindworth. Moussa Doumbouya jagte das Leder nach einem Doppelpass mit Adrian Zöfelt auf der Gegenseite drüber (53.).

„Rückt nach, übt Druck aus“, peitschte Torsten Just seine Mannen nach vorne. Die reagierten auch nach 74 Minuten. Patrick Brouwers Schuss wurde unhaltbar für Tjark Klindworth zum 3:3 abgefälscht. Der Erste tat sich schwer, aus dem Verwaltungsmodus wieder hochzuschalten und kam erst spät zu Chancen für Daniel Ruchatz und Marvin-Luca Janke. „Weil wir sehr diszipliniert gespielt haben, wussten die Celler irgendwann nicht mehr, was sie machen sollten“, stellte Just abschließend fest.

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