Fußball-Bezirksliga

Der Wille ist zurück bei der TuSG Ritterhude

Zuletzt war bei Bastian Haskamp, dem Trainer der TuSG Ritterhude, viel Enttäuschung zu hören. Nach dem klaren 3:0-Erfolg im Derby gegen Hansa Schwanewede war er „irklich stolz.“
13.09.2020, 21:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Jan-Henrik Gantzkow
Der Wille ist zurück bei der TuSG Ritterhude

Bewies mit zwei Treffern ungeahnte Offensivqualitäten: Ritterhudes Paul-Erik Pankawa (am Ball).

Christian Kosak

Ritterhude. Die TuSG Ritterhude hat sich nach dem enttäuschenden Saisonauftakt eindrucksvoll zurückgemeldet: Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und torhungrigen Innenverteidigern siegten die Hammestädter im Bezirksligaderby gegen den FC Hansa Schwanewede verdient mit 3:0 (2:0). Dementsprechend zufrieden war Ritterhudes Coach Bastian Haskamp im Anschluss: „Ich bin heute wirklich stolz auf die Truppe. Jeder hat für den anderen gekämpft, der Wille war von Beginn an spürbar“, so Haskamp.

Sein Gegenüber Timo Schneider, der neben der Niederlage auch noch die Verletzungen von Daniel Gaese, Jonas Neumann und Tristan Geier verschmerzen musste, war hingegen bedient. „Das ist einfach ein gebrauchter Tag, an dem alles zusammenkam. Wir haben nie in die Partie gefunden, Ritterhude war einfach bissiger“, resümierte der Hansa-Trainer nach der zweiten Pleite im zweiten Spiel. Dessen Laune wäre vermutlich deutlich besser gewesen, wenn Jonas Neumann die Gäste in der 9. Spielminute in Führung gebracht hätte. Nach einem schnellen Angriff konnte er Phillip Barnats halbhohe Flanke aber aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen.

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Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte der emsige FCH-Kapitän die Großchance genutzt – so übernahmen die Hausherren aber fortan die Kontrolle. Und gingen prompt in Führung: Eine Ecke von Kevin Müller geriet eigentlich viel zu weit, doch Abwehrchef Merten Hellmann setzte dem Ball energisch nach, ließ noch einen Gegenspieler gekonnt aussteigen und flankte stramm vors Tor. Da stand sein Nebenmann Paul-Erik Pinkawa goldrichtig und traf zum wichtigen 1:0 (12.). Dieser Treffer gab den Ritterhudern merklich Aufwind, Christian Barth hätte den Vorsprung nach einer sehenswerten Kombination beinahe schon ausgebaut (16.). Das holte dann Hellmann eine Minute später nach, als er einen präzisen Eckball von Müller wuchtig in die Maschen köpfte. Während die Gastgeber in der Folge immer selbstbewusster auftraten, verloren die Hanseaten den spielerischen Faden – und Mitte der ersten Hälfte schon zwei verletzte Akteure. Der ehemalige Schwaneweder Oguzhan Dalan hätte die Partie schon vor der Pause entscheiden können, nach einem gegnerischen Ballverlust verzog er jedoch knapp (18.), einen gefühlvollen Freistoß kratzte Yannick Sachau zudem sehenswert von der Linie (28.).

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Auch Christian Barth vergab weitere gute Gelegenheiten, die 2:0-Pausenführung war hochverdient. Doch wie schon im ersten Durchgang gehörte die erste gefährliche Chance nach dem Seitenwechsel den Gästen. Über Neumann und Emil-Finn Tepper kam der Ball zu Barnat. Dessen krachende Direktabnahme sprang aber von der Unterkante der Latte zurück ins Feld – an diesem Tag sollte es einfach nicht sein. Zwar ließen sich die FCH-Spieler nie hängen, als mit Neumann dann aber auch noch der dritte Akteur ausfiel, war der Stecker merklich gezogen (54.). Durch eine weitere Standardsituation sorgten die Ritterhuder kurz darauf für die endgültige Entscheidung, Paul-Erik Pinkawa bewies dabei ungeahnte Offensivqualitäten. Einen Schuss von Barth konnte Sachau noch in höchster Not abwehren, Pinkawa stand beim Abpraller jedoch goldrichtig und schnürte in Mittelstürmermanier seinen Doppelpack (56.). Trotz des deutlichen Rückstandes versuchten die Hanseaten dagegenzuhalten, zu einem Ehrentreffer sollte es aber nicht mehr reichen. Auch weil der ansonsten nahezu beschäftigungslose TuSG-Keeper Meik Jeschin nach einem Freistoß zur Stelle war (71.) und Phillip Barnat über die Querlatte zielte (75.). Da Kevin Müller auf der anderen Seite einen frechen Lupfer hauchdünn am Tor vorbeisetzte, blieb es letztlich beim 3:0-Sieg der Ritterhuder – die sich damit für eine leidenschaftliche Vorstellung belohnten.

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