10 Fragen an... Roland Saade Ein Badestrand für Ritterhude

Roland Saade mag gute Bücher und gute Filme. Vermutlich auch deshalb ist er Mitglied im Freundeskreis Ritterhuder Lichtspiele. Jetzt stellte er sich 10 Fragen der Redaktion.
26.02.2019, 13:27
Lesedauer: 2 Min
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Ein Badestrand für Ritterhude
Von Antje Borstelmann
Welches Thema beschäftigt Sie zur Zeit am meisten?

Roland Saade : In den letzten mehr als drei Jahren hat es mich schon sehr überrascht, wie das Thema „Flüchtlinge“ die deutsche Politik und auch Gespräche im Bekanntenkreis dominiert. Bei vielen Äußerungen spielt die Menschlichkeit, die doch Grundlage unseres Denkens, Fühlens und Handelns sein sollte, plötzlich eine untergeordnete Rolle. Viele Menschen in Ritterhude zeigen aber auch weiterhin große Hilfsbereitschaft für Menschen, denen es aus unterschiedlichsten Gründen nicht so gut geht.

Was lesen Sie im Moment?

Ich beende gerade das Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ des Soziologen Andreas Reckwitz. Der Autor beschreibt die Veränderungen in den Gesellschaften der westlichen Welt in den letzten 30 Jahren, besonders im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. Nach dieser nicht immer leichten Lektüre werde ich wohl zur Entspannung entweder einen Krimi von Håkan Nesser oder „Bretonische Geheimnisse“ von Jean-Luc Bannalec lesen.

Wir stocken den Etat Ihrer Heimatgemeinde um eine Million Euro auf und Sie dürfen das Geld ausgeben. Was machen Sie damit?

Das kleine Hallenbad in Ritterhude sollte für die gesamte Öffentlichkeit wieder geöffnet werden. Immer mehr Kinder können gar nicht oder schlecht schwimmen, das muss sich ändern. Ein kleiner Badestrand an der Hamme würde die Lebensqualität in Ritterhude ebenfalls erhöhen.

Wo verbringen Sie am liebsten einen Sonntagnachmittag?

Gerne sind meine Frau und ich bei gutem Wetter in unserem gemütlichen Garten. Wenn unsere Kinder und Enkelkinder dabei sind, um so besser. Auch Freunde sind immer willkommen und kommen gerne vorbei.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal in der Zeitung lesen?

„Die AFD verpasst Einzug in den Bundestag“ oder „Sponsor ermöglicht die Anschaffung eines digitalen Filmprojektors im Ritterhuder Kino“.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Anja Reschke, Journalistin und Fernsehmoderatorin der ARD, würde ich gerne einen Abend verbringen. Ihre Haltung zu Fremdenhass und ihre Erfahrungen über persönliche Anfeindungen bieten genügend Gesprächsstoff für einige Stunden.

Was wollten Sie als Kind einmal werden?

In sehr jungen Jahren hätte ich mir vorstellen können, Pastor zu werden. Die Kindergottesdienste haben mir damals sehr gefallen. Später betreute ich schon als 17-jähriger Handballtrainer mit viel Spaß Kinder und Jugendliche. Da war es zum Beruf des Lehrers nicht weit.

Was war die erste Schallplatte oder CD, die Sie sich gekauft haben?

Über viele Jahre habe ich auf einem Tonbandgerät Musiktitel aufgenommen. Erst später habe ich Schallplatten gekauft, von den Kinks, Donovan, Beach Boys oder Simon & Garfunkel.

Was bereuen Sie, in Ihrem Leben bisher nicht getan zu haben?

Bereuen musste ich zum Glück in dieser Hinsicht bisher nichts. Wenn ich gesund bleibe, möchte ich noch einige Reiseziele verwirklichen, zum Beispiel die Arktis, Südamerika oder Ägypten. Ich mag gute Bücher und gute Filme, die es wohl immer geben wird.

Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Ich hasse es, wenn…

…sich Menschen, denen es wirtschaftlich und sozial gut geht, über, in meinen Augen, absolute Nebensächlichkeiten aufregen. Das ist „Meckern auf hohem Niveau“.

Info

Zur Person

Roland Saade (66)

ist Mitglied im Freundeskreis Ritterhuder Lichtspiele. Der pensionierte Lehrer der KGS Hambergen wohnt in Ritterhude.

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