Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

Fünf Chancen, fünf Tore: TuSG Ritterhude zeigt maximale Effizienz

Das war ein Lehrstück in puncto Effizienz: Gegen den SV Löhnhorst wandelte die TuSG Ritterhude jede Chance in ein Tor um.
11.10.2020, 19:37
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Von Jan-Henrik Gantzkow
Fünf Chancen, fünf Tore: TuSG Ritterhude zeigt maximale Effizienz

Die TuSG Ritterhude, hier mit Oguzhan Dalan (links) gegen Lars Schmidt, hat sich gegen den SV Löhnhorst nicht lange bitten lassen und ihre Möglichkeiten konsequent ausgenutzt.

Tobias Dohr

Ritterhude. Dass es für einen Kantersieg nicht immer einer Galavorstellung bedarf, bewies die TuSG Ritterhude beim 5:0 (3:0)-Heimerfolg über den SV Löhnhorst. Dafür lieferten die Hammestädter ein Lehrstück in puncto Effektivität ab und bestraften die eklatanten Fehler des chancenlosen Aufsteigers eiskalt. „Ritterhude hat aus fünf Chancen fünf Tore gemacht. Die Niederlage ist natürlich verdient, so etwas habe ich aber auch noch nicht erlebt“, musste auch Gästecoach Torsten Kentel die Effizienz der Hausherren anerkennen.

Auch wenn der Löhnhorster Übungsleiter seiner Elf im Anschluss keinen großen Vorwurf machen wollte, musste er sich doch über einige individuelle Aussetzer ärgern, die das Bezirksligaduell frühzeitig entschieden. Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde läutete Christoph Oberschelp die fünf Horrorminuten der Gäste ein: Zwar kam der zurückgeeilte Stürmer nach einer strammen Ecke von Kevin Müller vor dem einlaufenden Calvin Vrampe an den Ball, allerdings landete sein Klärungsversuch im eigenen Netz (16.). Einen wirklichen Vorwurf konnte man dem Unglücksraben in dieser Situation nicht machen, seinem Schlussmann Dennis Brede nur drei Minuten später hingegen schon. Da leistete sich dieser einen folgenschweren Fauxpas.

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Einen harmlosen Ball wollte der Keeper mit der Hand aufnehmen, bemerkte aber in letzter Sekunde, dass er sich bereits knapp außerhalb des Strafraums befand. Statt zu klären, zögerte Brede zu lange – TuSG-Kapitän Niklas Kutz nahm ihm den Ball ab und das Geschenk an. Der Treffer sollte Wirkung zeigen, keine 60 Sekunden später erlaubten sich die Gäste den nächsten Patzer. Pasqual Hilke spielte einen katastrophalen Fehlpass auf Kevin Müller, der plötzlich frei vor dem Tor stand. Dessen Abschluss von der Strafraumkante war zwar sehr platziert, gänzlich unhaltbar wirkte das vorentscheidende 3:0 aber nicht. In der Folge beruhigte sich die Partie wieder, die Gastgeber verwalteten den sicheren Vorsprung. Auf der anderen Seite ließ sich der tapfere Aufsteiger zwar zu keinem Zeitpunkt hängen, es fehlten aber einfach die spielerischen Mittel. Spätestens bei den souveränen Ritterhuder Innenverteidigern Merten Hellmann und dem bärenstarken Patrick Brouwer endeten jegliche Angriffsversuche – Meik Jeschin verlebte einen geruhsamen Nachmittag im TuSG-Gehäuse.

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Bis zur Pause sahen die knapp 150 Zuschauer im Jahnstadion so kaum noch Torraumszenen, nach dem Seitenwechsel reichten erneut wenige Minuten für die endgültige Entscheidung. Hier zeigte sich die spielerische Qualität des Favoriten, die hochaufgerückte SV-Defensive wurde zweimal sehenswert ausgehebelt. Vor allem das vierte Tor des Tages war dabei ein Konter aus dem Bilderbuch: Christian Barth zog nach einem perfekten Doppelpass mit Müller unbedrängt auf Brede zu, seinen Querpass musste der mitgelaufene Mirko Dressler nur noch einschieben (50.). Vier Minuten später krönte Kevin Müller seine gute Vorstellung dann mit seinem zweiten Treffer. Ein großer Anteil daran gehörte aber auch Außenverteidiger Dennis Obrebski, der Müller mit einem präzisen weiten Ball bediente. Der Rest war Formsache, Ritterhudes Mittelfeldstratege umkurvte Brede und netzte problemlos ein. Damit war die Messe gelesen, in der letzten halben Stunde passierte nicht mehr viel – was auch TuSG-Trainer Bastian Haskamp nicht wirklich gefiel. „Wir wollen unsere Leistung über die gesamte Spieldauer abrufen, das haben wir am Ende nicht mehr gemacht. Dass ist aber Meckern auf hohem Niveau, nach einem solchen Sieg sind wir natürlich zufrieden. Die Fehler von Löhnhorst haben uns natürlich in die Karten gespielt, wir haben unsere Chancen aber auch gut genutzt“, bilanzierte Haskamp nach dem Schlusspfiff. Während sich seine Elf durch den dritten Sieg in Serie in der Spitzengruppe festsetzen konnte, ist der Rückstand des SV Löhnhorst auf den so wichtigen fünften Platz weiter angewachsen.

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