„Gruß aus der Isolation“

Christian Heinke: „Gesundheit ist nicht käuflich!“

Wir lassen Sportler aus unserem Verbreitungsgebiet über das Leben in Zeiten von Kontaktsperren, Homeoffice und Hamsterkäufen berichten. Heute: Christian Heinke, 22 Jahre alt, Receiver der Ritterhude Badgers
11.05.2020, 09:11
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Mühlmann
Christian Heinke: „Gesundheit ist nicht käuflich!“

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Christian Heinke, 22 Jahre alt, Receiver der Ritterhude Badgers

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Herr Heinke, wie geht es Ihnen, und wie halten Sie sich derzeit fit?

Mir geht es ziemlich gut. Ich bin aufgrund meines Wirtschaftsingenieurwesen-Studiums für Produktionstechnik ziemlich ausgelastet, zumal ich nebenbei noch als Sicherheitskraft in der Bremer Bürgerschaft arbeite. Körperlich ist das schon schwieriger, da ich ein Fitnessstudio benötige. Ich laufe zwar zwei- bis dreimal pro Woche, um den Kopf freizubekommen, aber das reicht nun mal nicht, um den Muskelaufbau weiter voranzutreiben.

Wozu kommen Sie gerade, wofür ansonsten wenig Zeit bleibt?

Ich erarbeite mir gerade ein Verständnis dafür, ausgewogen zu kochen. Bislang favorisierte ich Hausmannskost wie zum Beispiel Rinderrouladen. Das ist einfach, schmeckt aber. Nun probiere ich hingegen ausgefallenere Gerichte und Marinaden für Salate, mit dem Ziel, später mehrere Gänge-Menüs für Besucher zuzubereiten, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen. Ansonsten entspanne ich mich bei der TV-Serie „The Last Kingdom“. Auch die „The Fast and the Furious“-Filmreihe kann man definitiv mehrmals gucken.

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Was vermissen Sie momentan am meisten?

Ich habe unterschätzt, wie sehr mir der Mannschaftssport, aber auch kurioserweise das Fitnessstudio fehlt. Denn wenn nach einem Spiel die Muskeln weh tun oder im Alltag wenig Zeit bleibt, muss man sich häufig richtig überwinden, dort hinzugehen. Nun vermisse ich es, gerade auch wegen der Kommunikation mit anderen Menschen. Generell würde ich mich gerne mit Leuten auf meiner Wellenlänge mal an der Schlachte oder im Café auf ein Erfrischungsgetränk treffen. Schade ist auch, dass es dieses Jahr kein Hurricane-Festival gibt, aber die Organisatoren leiden ja noch viel mehr darunter.

Was ist für Sie die wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit?

Gesundheit ist nicht käuflich! Auch die Mächtigen und Reichen sind vor einem Virus nicht sicher. Das hat man am Beispiel des britischen Premierministers Boris Johnson gesehen. Ich denke, die Menschheit wird für das Thema „Krankheiten“ sensibilisiert. Das war augenscheinlich aus dem Blickfeld Europas gerückt, Ebola spielte sich in der Ferne in Afrika ab. Doch unsere Infrastruktur ist der Nährboden für Krankheiten, die Teil unseres Lebens sind und bleiben werden.

Das Gespräch führte Frank Mühlmann.

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