Fußball-Landesliga Just will von Abstieg nichts wissen

Vom drohenden Abstieg will er erst mal nichts wissen: Torsten Just will die eher theoretische Chance nutzen, als neuer Trainer mit der TuSG Ritterhude den Klassenerhalt zu realisieren.
Lesedauer: 2 Min
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Von karsten hollmann

Ritterhude. Nicht einmal eine Woche nach dem Rücktritt von Julian Geils hat die TuSG Ritterhude bereits einen neuen Trainer für ihre Mannschaft in der Fußball-Landesliga präsentiert. Torsten Just wird am heutigen Dienstag das erste Training leiten. „Wir möchten die kleine Chance, die wir noch im Hinblick auf den Klassenerhalt haben, nutzen. Deshalb habe ich auch auf eine schnelle Entscheidung in der Trainerfrage gedrängt“, sagt TuSG-Spartenleiter Volker Guttmann.

Auch wenn der Rückstand des Schlusslichts auf das rettende Ufer durch das 2:2-Remis gegen die SV Drochtersen/Assel II sogar noch auf 14 Zähler nach dem ersten Spieltag der Rückrunde angewachsen ist, beschäftigt sich Torsten Just erst einmal nur mit der Landesliga. „Ich plane nur für die Landesliga. Alles andere wäre Spekulation“, versicherte der 52-Jährige. Er wolle sich nun zunächst einmal einen Überblick verschaffen und dann an kleinen Stellschrauben drehen. „Wir werden ein paar Dinge verändern, die wir uns in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte erarbeiten wollen“, kündigt Torsten Just an. In diesem Jahr steht nur noch das Kellerduell beim Vorletzten TSV Winsen/Luhe am kommenden Sonntag an, bevor es dann erst am 2. März mit einem Heimspiel gegen den SV Emmendorf weitergeht.

Komplett auf links drehen möchte Just sein neues Team nicht. „Ich hatte mir Ritterhude auch schon vorher ein paar Mal in dieser Saison angeschaut. So viel ist dabei gar nicht verkehrt gewesen“, betont der Fahrlehrer. Er werde sich zwar noch mit seinem Co-Trainer Bastian Haskamp über den bisherigen Saisonverlauf unterhalten, wolle sich aber ansonsten nicht allzu sehr mit der Vergangenheit beschäftigen: „Ich kümmere mich nicht darum, was vorher war.“ An anderen Angeboten habe es ihm in dieser Saison nicht gemangelt. „Deshalb hätte ich nun auch nicht das Angebot der TuSG Ritterhude angenommen, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass wir uns noch retten können“, erklärt Just.

Das Engagement in Ritterhude stelle für ihn eine sehr reizvolle Aufgabe dar, so der seit zwei Jahren in Farge wohnende Übungsleiter. „Torsten Just hat mit dem VSK Osterholz-Scharmbeck trotz eines sehr kleinen Kaders die Klasse in der Bezirksliga 3 gehalten. Deshalb wollten wir ihn auch für uns gewinnen“, sagte Volker Guttmann. Im Falle des Abstiegs habe Just auch den Vorteil, die Bezirksliga 3 schon gut zu kennen, so Guttmann weiter. Sein überraschendes Aus beim VSK Osterholz-Scharmbeck hat Torsten Just noch nicht so ganz verarbeitet: „Abgehakt ist es noch nicht. Ich werde mich aber nicht mehr dazu äußern.“

Aus gemeinsamen Tagen bei den Grün-Weißen kennt Just noch Patrick Brouwer. Doch kaum ist Just da, hält sich auch schon das Gerücht, der Angreifer wolle in der Winterpause wieder zum VSK zurückkehren. „Das glaube ich nicht“, sagt Just. Volker Guttmann ließ zudem wissen, dass Brouwer bisher noch nicht in dieser Hinsicht an ihn herangetreten sei. Torsten Just stand zwar beim 2:2 gegen Drochtersen/Assel II noch nicht an der Seitenlinie, ging aber dennoch bereits sehr emotional mit. „Ihr verliert die Bälle zu schnell“, merkte Just Mitte der zweiten Halbzeit an, als sich der 1:1-Ausgleich bereits anzudeuten schien.

Just plant für die Rückrunde erst einmal mit dem derzeitigen Kader und sieht nicht die Notwendigkeit von Neu-Verpflichtungen: „Der Kader ist groß genug. Wichtig ist, dass das Team so zusammen bleibt.“ Wenn sich dann aber doch noch ein starker Spieler von einem anderen Klub aufdränge, müsse man zumindest darüber nachdenken. Just: „Aber es nicht so, dass so viele Spieler, die sich da anbieten würden, im Winter einen neuen Verein suchen.“

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