Tischtennis-Oberliga Damen Keine Geschenke für die TuSG Ritterhude

Geburtstagskind Katharina Wrieden avanciert bei der 2:8-Heimpleite zum Saisonauftakt gegen den Titelaspiranten TSV Watenbüttel zur tragischen Figur.
16.09.2019, 11:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Mühlmann

Ritterhude. Solch einen Geburtstag wünscht sich wohl niemand. Insgesamt zehn Matchbälle vergab Katharina Wrieden an ihrem persönlichen Ehrentag im Einzel und Doppel und avancierte damit zur tragischen Figur bei der viel zu hoch ausgefallenen 2:8-Heimpleite ihrer TuSG Ritterhude zum Saisonauftakt der Tischtennis-Oberliga der Damen gegen Titelaspirant TSV Watenbüttel.

Sich der klaren Außenseiterrolle bewusst, spielten die Hammestädterinnen zu Beginn locker auf und fanden sich in den ausgeglichenen Doppeln jeweils im entscheidenden fünften Satz wieder. Die Partie hätte zweifellos einen spannenderen Verlauf genommen, hätte das TuSG-Duo Elisa Oerding/Katharina Wrieden beim Stand von 10:4 nicht die Nerven verloren und einen seiner sechs Matchbälle in Folge genutzt. Zumal sich am Nachbartisch Svenja Schmitt und Katja Schneider nach disziplinierter Leistung belohnten. Die große verpasste Chance einer möglichen 2:0-Führung hing fraglos noch in den Köpfen, als sich die Pechvögel Minuten später fürs Einzel bereitmachten und in Windeseile klare Niederlagen bezogen.

Das Drama nahm seinen Lauf, als Katja Schneider in einem offensiven Schlagabtausch mit zahlreichen sehenswerten Ballwechseln gegen Watenbüttels Elisabeth Wolf ebenfalls hauchdünn das Nachsehen hatte. Parallel fühlte sich Svenja Schmitt merklich unwohl gegen die kurze Noppe ihrer Kontrahentin und verpasste es, Margit Jeremias trotz Satzbällen und reduzierter Fehlerquote in den vierten Durchgang zu zwingen.

Den Aufsteiger zeichnete jedoch aus, dass er sich trotz des unnötigen 1:5-Rückstands nie hängen ließ. Das obere Paarkreuz zeigte in der zweiten Runde eine deutliche Leistungssteigerung. Vor allem Elisa Oerdings Vorhand glänzte gegen die routinierte Annette Blazek (3:1), und auch Katharina Wrieden schien bei zahlreichen Netzbällen im Spitzenduell mit Joanna Jerominek das Glück wiedergefunden zu haben. Bis zur „Crunch Time“ im fünften Durchgang, als ein 10:8 und zwei weitere Matchbälle bei 11:10 sowie 12:11 in der Verlängerung, häufig durch Returnschwächen, erneut nicht reichten.

Der letzte Glaube an eine Sensation war dahin. Katja Schneiders und Svenja Schmitts folgende hohe 0:3-Niederlagen besiegelten nach zweieinhalb Stunden Spielzeit den endgültigen K.o.. Das Fazit von Mannschaftsführerin Wrieden fiel verständlicherweise differenziert aus: „Persönlich fehlen mir nach diesem unglaublich unglücklichen Saisonstart die Worte. Im Vorfeld hatten wir allerdings eine echte Packung befürchtet und sind froh, dass wir als Mannschaft erstaunlich gut mithalten konnten. Das macht natürlich Hoffnung für die nächsten Begegnungen Anfang Oktober in Weddel und Braunschweig.“

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