Fußball-Kreisliga Osterholz Die neue Spielfreude der TuSG Ritterhude II

Die TuSG Ritterhude II steht in der Fußball-Kreisliga Osterholz als Tabellensiebter jenseits von Gut und Böse. Trainer Maik Machnacz blickt auf die bisherigen Spiele zurück.
04.12.2020, 09:44
Lesedauer: 3 Min
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Von Reiner Tienken

Herr Machnacz, Ihr Team zeichnete im ersten Saisonabschnitt eine zuverlässige Defensive und eine durchschlagskräftige Offensive aus. Hat sich die Mannschaft in der Herbstserie weiter nach Ihren Vorstellungen entwickelt?

Maik Machnacz: Nach der langen Pause durch Corona und dem schlechten Start in die Saison haben wir doch noch rechtzeitig die Kurve bekommen und den Weg eingeschlagen, den wir uns auch vorgenommen hatten. Es wurde anfangs noch nicht das umgesetzt, wie ich mir das alles vorgestellt habe. Durch viele Gespräche innerhalb der Mannschaft, konnten wir dies aber schnell abstellen und haben auf einmal einen anderen Fußball gespielt. Da haben auch die letzten Spiele gezeigt, wie wichtig es ist, wenn man immer von Anfang an 100 Prozent gibt. Wir haben in der Defensive kaum Torchancen zugelassen und in der Offensive jede Chance gewittert und versucht, ein Tor zu erzielen, was dann auch gut geklappt hat. Es hat vor dem neuen Lockdown wirklich Spaß gemacht und die Stimmung war super.

Marco Grahl kehrte dem Reserveteam in der Sommerpause auf den letzten Drücker den Rücken, sucht beim SVGO Bremen eine neue Herausforderung. Wie schwer wiegt der Abgang des erfolgreichsten Torschützen der Vorsaison?

Jeder Trainer ist froh, wenn man einen Spieler mit Marcos Fähigkeiten in der Offensive hat. Menschlich wie sportlich ein Klasse-Typ. Es war schon klar, dass Marco eine große Lücke hinterlassen wird und dass es schwer wird, die Lücke zu schließen. Mir war aber auch bewusst, dass wir viele Spieler im Team haben, die diese Lücke schließen können. Michael Borner ist einer dieser Spieler, der seine Aufgabe immer besser macht. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir auch im defensiven Mittelfeld mit Norman Naporra einen wichtigen Spieler verloren haben. Mit Bjarne Koch, ein Eigengewächs der TuSG, konnten wir auch diese Lücke sehr gut schließen. Bjarne wurde von Zeit zu Zeit besser und hat sich verdientermaßen in die Mannschaft reingespielt.

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Wie läuft die Zusammenarbeit mit Ihrem spielenden Co-Trainer Nils Ringe, der an die Stelle von Marco Grahl getreten ist?

Es läuft super. Nils und ich verstehen uns prima. Das war aber auch nicht schwer, weil er letzte Saison mein Kapitän war. Er hat neue Ideen reingebracht. Man darf aber auch nicht Sascha Friedrichsen vergessen, der einen tollen Job als Torwarttrainer macht. Genauso wie Horst Schütte, der im Hintergrund alles erledigt. Die drei Leute nehmen mir da doch schon die eine oder andere Arbeit ab.

Kristof Grahl und Tim Grahl gehören mit zu den Schlüsselspielern Ihrer Mannschaft. Was macht die beiden Akteure so wichtig für Ihr taktisches Konzept?

Sie treffen endlich wieder und haben ihr Selbstvertrauen zurück. Ich weiß, was die beiden können und sehe es immer wieder im Training. Nun klappt es auch im Spiel. Letzte Saison hatte Tim zwei Treffer und Kristof fünf erzielt. Stand jetzt ist Tim bei vier und Kristof bereits bei fünf Toren. Aber auch das liegt nicht nur an den beiden, sondern an der kompletten Leistung des Teams. Wir schießen eigentlich nur selten Tore durch Einzelaktionen. Jeder Spieler ist wichtig, um Erfolg zu haben.

Ihr Team präsentierte sich auch in der Fairnesswertung bis zur Saisonunterbrechung von der besten Seite. Mit neun Gelben Karten in sieben Punktspielen führt die TuSG Ritterhude II die Disziplin-Rangliste der Kreisliga Osterholz an. Gibt es dafür besondere Gründe?

Die Fairnesswertung spielt für mich eigentlich überhaupt keine Rolle. Mich ärgern eher die dummen Fouls oder das Disziplinarische, was zur Gelben Karte führt. Oft kann man die Situation cleverer klären, ohne ein Foul zu verursachen.

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Als langjähriger Schiedsrichter können Sie sich ein Urteil durchaus erlauben, wer in der höchsten Spielklasse des Kreises als Unparteiischer regelmäßig überzeugt. Wer ist für Sie der bis beste Schiedsrichter in der Staffel?

Für mich gibt es nicht „den besten Schiedsrichter“. Jeder Unparteiische hat seinen eigenen Stil. Viele Schiedsrichter kennt man ja auch und bereitet die Mannschaft dann dementsprechend vor. Es gibt die eine oder andere Sache, die man meiner Meinung nach ändern könnte, gerade wenn wir von der höchsten Spielklasse im Kreis Osterholz sprechen. Aber am Ende sollten wir zufrieden sein, dass es überhaupt noch Freiwillige gibt, die regelmäßig Spiele leiten. Die Aufgabe wird nämlich nicht leichter.

Das Gespräch führte Reiner Tienken.

Info

Zur Person

Maik Machnacz

steht mit der TuSG Ritterhude II in der Fußball-Kreisliga Osterholz mit drei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen als Tabellensiebter jenseits von Gut und Böse platziert. Der amtierende Kreispokalsieger landete allerdings bereits mehrere Kantersiege.

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