Fußball-Bezirksliga Lüneburg

Standards bringen der TuSG Ritterhude den Derbysieg

Der Lauf der TuSG Ritterhude hält an: Das Team von Trainer Bastian Haskamp holte gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck den fünften Sieg im siebten Spiel. Allerdings war es auch ein schmeichelhafter Sieg.
23.09.2019, 11:58
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Von Jan-Henrik Gantzkow
Standards bringen der TuSG Ritterhude den Derbysieg

Marcel Meyer (am Ball) bot mit der TuSG Ritterhude zwar keine überzeugende Leistung, landete aber einen 2:1-Derbysieg gegen VSK Osterholz-Scharmbeck.

Brockmann

Ritterhude. Die TuSG Ritterhude schwimmt in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 weiter auf der Erfolgswelle: Im prestigeträchtigen Derby gegen den weiterhin Vorletzten VSK Osterholz-Scharmbeck setzten sich die Hammestädter im heimischen Jahnstadion mit 2:1 (2:0) durch und bissen sich so in der Spitzengruppe fest. Wirklich überzeugend war der Auftritt der Gastgeber in einer umkämpften und über weite Strecken eher unattraktiven Partie indes nicht.

„Das war heute ein dreckiger Sieg, ein Unentschieden wäre vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen. In der ersten halben Stunde und auch nach dem Seitenwechsel waren wir zu lethargisch und haben uns viel zu sehr in Einzelaktionen verzettelt“, resümierte TuSG-Trainer Bastian Haskamp. Gerade die Anfangsphase konnte ihm dabei überhaupt nicht gefallen. Die Gäste aus der Kreisstadt waren die griffigere Mannschaft, standen kompakt und liefen im richtigen Moment hoch an. So ging auch die erste Chance auf das Konto des VSK, doch Björn Husmann zögerte zu lange (6.). Vier Minuten später versuchte es Knecht gegen den herausgeeilten Meik Jeschin noch mit einer Direktabnahme aus der Distanz, ansonsten waren Torraumszenen Mangelware. Auch deshalb, weil im Spiel der zuletzt so spielfreudigen Ritterhuder noch jede Menge Sand im Getriebe war. Erst nach 30 Minuten wachte der Favorit auf. Zunächst köpfte der freistehende Merten Hellmann nach einer Ecke von Marcel Meyer vorbei, in der Folge wurden mehrere Abschlüsse gerade noch geblockt. Gerade bei gegnerischen Standards zeigte sich die VSK-Defensive in dieser Phase unkonzentriert – und wurde dafür böse bestraft.

Einen Schuss von Meyer konnte VSK-Keeper Malte Vollstedt zwar noch zur Ecke klären, danach schlug es aber doch hinter ihm ein. Wieder wurde der für seine Kopfballstärke bekannte Hellmann sträflich allein gelassen, dieses Mal nutzte er diese Nachlässigkeit zum Führungstreffer (36.). Und nur sechs Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 2:0: Ein weiter Einwurf von Vrampe landete bei Jan Luca Grove, der die Kugel mit einem strammen Volleyschuss in die Maschen hämmerte. Angesichts des unglücklichen Spielverlaufs und der Ritterhuder Cleverness glaubten nicht mehr viele Zuschauer an ein VSK-Comeback. Doch kurz nach Wiederanpfiff kamen diese plötzlich durch Patrick Hirsch zum Anschlusstreffer (52.). Es war also vom Ergebnis her wieder spannend, viele Chancen gab es aber dennoch nicht zu sehen.

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