„Unsere Vereine“: TSV Lesumstotel - B-Mädchen Steiler Aufstieg der B-Juniorinnen

Anders als in vielen Vereinen besitzt der Fußball beim TSV Lesumstotel nicht die ganz große Tradition. Überaus bemerkenswert ist allerdings der sportliche Werdegang der B-Juniorinnen.
27.01.2021, 11:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Mühlmann

Anders als in vielen Vereinen besitzt der Fußball beim TSV Lesumstotel nicht die ganz große Tradition. Überaus bemerkenswert ist allerdings der sportliche Werdegang der B-Juniorinnen, die aktuell in der Niedersachsenliga auf Torejagd gehen. Gerade einmal etwas mehr als fünf Jahre ist es her, dass der Verein erstmals eine Mädchenmannschaft meldete. 2018 erfolgte dann mit einem Jahr Verzögerung der Zusammenschluss zu einer Spielgemeinschaft mit dem ASV Ihlpohl. Der Kader wuchs dadurch auf 18 Spielerinnen an, sodass fortan Partien auf dem Großfeld möglich waren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten spielte sich das Team von Trainer Michael Schlitt in der Rückrunde der ersten Bezirksligasaison immer besser ein und schaffte bereits im Folgejahr als Tabellenzweiter den Sprung in die Aufstiegsrunde. Zwar machte dieser die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, dennoch erhielt die JSG Ihlpohl/Lesumstotel die Möglichkeit, in die Niedersachsenliga aufzusteigen, in der sie an den ersten fünf Spieltagen bis zum Abbruch wertvolle Erfahrungen sammelte und auch schon einen Zähler ergatterte.

„Wir hätten sogar noch mehr erreichen können“, zeigt sich Michael Schlitt überrascht und gleichzeitig begeistert von der Wettbewerbsfähigkeit seiner Mannschaft, „in jeder Begegnung haben wir uns gut gehalten und stets unsere Chancen bekommen.“ Organisatorisch stellt diese hohe Liga keine größeren Herausforderungen an den Verein dar. „Wir profitieren davon, dass wir glücklicherweise immer auf genügend freiwillige Fahrer zurückgreifen können“, erklärt Schlitt, der zudem anmerkt, dass die Auswärtsspiele bezüglich der Distanz gegenüber der Bezirksliga kaum einen Mehraufwand darstellen würden und darüber hinaus die schwierig zu koordinierenden Freitagabendspiele wegfielen.

Zweimal pro Woche trainiert das talentierte Team auf dem Ihlpohler Sportplatz, mittlerweile hat Schlitt mit Co-Trainer Luc Ahrens und Betreuer Uwe Werner weitere kompetente Kräfte um sich geschart. „Man muss sich vor jeder Trainingseinheit intensiver über die Inhalte Gedanken machen, denn Mädchen fragen viel häufiger als Jungen nach und möchten Begründungen von mir hören“, gibt Michael Schlitt Einblicke in den Trainingsalltag. „Außerdem habe ich festgestellt, dass viele eher ungern Kopfbälle machen, sodass ich manchmal meine Taktik ändern und anstatt über die Flügel eine spielerische Variante durch die Mitte wählen muss.“

Durch die hohe Qualität sind zuletzt viele Spielerinnen aus Bremen und Wörpedorf zur JSG gestoßen, Lara dos Santos Rocha reist sogar aus Cuxhaven zu den Partien an. Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass der Verein schon häufiger ein Sprungbrett für die ganz großen Aufgaben war. Mit Fabienne Stelljes und Jette Assmann fanden in der Vergangenheit bereits zwei Spielerinnen den Weg zum SV Werder Bremen, während Stürmerin Virginia Sinani, die im vergangenen Sommer zum Bundesligisten Spvg. Aurich wechselte, dort in jedem der bisherigen sechs Saisonspiele zum Einsatz gekommen ist.

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