Tischtennis-Verbandsliga Damen

Verpasste Chancen der TuSG-Damen

Beim Aufstiegsaspiranten TuS Sande kassierten die Hammestädterinnen eine erwartete und dennoch vermeidbare 4:8-Niederlage.
28.09.2020, 14:43
Lesedauer: 2 Min
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Von FRank Mühlmann

Ritterhude. Die Tischtennis-Damen der TuSG Ritterhude haben ein echtes Ausrufungszeichen in der Tischtennis-Verbandsliga der Damen verpasst. Beim Aufstiegsaspiranten TuS Sande kassierten die Hammestädterinnen eine erwartete und dennoch vermeidbare 4:8-Niederlage.

Denn der Favorit hatte die Tür für die TuSG vor Spielbeginn einen ordentlichen Spaltbreit geöffnet, indem er auf die einsatzfähige Anke Black verzichtete und stattdessen im unteren Paarkreuz die jüngere Garde aufbot. Trotzdem war die Aufgabe für die Gäste weiterhin kompliziert, denn drei Einzel waren gegen Meike Fengler, die mit Abstand beste Akteurin der Liga, praktisch nicht zu holen. Auch wenn ihr Elisa Oerding über fünf Sätze einen tollen Kampf lieferte, konnte sich die ehemalige Zweitligaspielerin in den entscheidenden Momenten auf ihre variablen Aufschläge und den Vorhandtopspin verlassen.

Letztlich brach aber mit Susanne Meyer eine ganz andere Spielerin den Ritterhuderinnen das Genick. Sandes stets motivierte Nummer zwei stahl mit ihrem unscheinbaren, aber enorm sicheren und konstanten Spiel im Grunde genommen alle drei Punkte. Katharina Wrieden holte Meyer nach 1:0-Satzführung und 5:1 im zweiten Durchgang durch aufkommende Passivität zurück ins Match. Rund eine Stunde später vergab Elisa Oerding, die insgesamt auf einem hohen Niveau agierte, gegen Meyer gar zwei Matchbälle. Besonders ein im Netz landender Schuss bei 9:7 wog schwer. Als es bereits um nichts mehr ging zog Meyer auch gegen Silke Kästingschäfer kurz vor einem 0:2-Satzrückstand stehend erneut den Kopf aus der Schlinge.

Lange Zeit hatte Svenja Schmitt für die einzigen Zähler aus Sicht der Ritterhuder Gäste gesorgt. Obwohl auch sie, vor allem gegen die schnittanfällige Anna Boumann beim Return, zeitweise jegliche Souveränität vermissen ließ.

In der Schlussphase fuhren dann Katharina Wrieden und Elisa Oerding noch zwei Favoritensiege ein. Dagegen fehlte Silke Kästingschäfer, die erneut die grippegeschwächte Kerstin Schröder vertrat, in ihren Duellen das nötige Selbstvertrauen, aber auch das notwendige Spielglück.

TuS Sande – TuSG Ritterhude 8:4

Fengler – Oerding 3:2 (11:8, 11:4, 9:11, 5:11, 11:5); Meyer – Wrieden 3:1 (9:11, 11:8, 11:8, 11:8); Vanessa Black – Kästingschäfer 3:1 (11:6, 12:10, 6:11, 11:5); Boumann – Schmitt 2:3 (5:11, 10:12, 13:11, 11:8, 9:11); Fengler – Wrieden 3:1 (11:6, 11:6, 11:8); Meyer – Oerding 3:2 (11:8, 5:11, 11:8, 3:11, 12:10); Vanessa Black – Schmitt 0:3 (3:11, 7:11, 8:11); Boumann – Kästingschäfer 3:0 (11:9, 11:8, 11:6); Vanessa Black – Wrieden 0:3 (8:11, 5:11, 9:11); Fengler – Schmitt 3:0 (11:4, 11:6, 11:4); Meyer – Kästingschäfer 3:1 (7:11, 12:10, 11:8, 11:7); Boumann – Oerding 0:3 (4:11, 6:11, 8:11) FM

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