Fußball-Landesliga Lüneburg TuSG empfängt den SV Bornreihe

Saša Pinter gehört nicht zu den ewigen Predigern. Der Trainer des SV Bornreihe werde seine Mannschaft nicht extra darauf hinweisen, dass diese die Partie bei der TuSG Ritterhude nicht unterschätzen solle.
10.05.2019, 22:35
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Ritterhude. Saša Pinter gehört nicht zu den ewigen Predigern. Der Trainer des SV Blau-Weiß Bornreihe werde seine Mannschaft nicht extra darauf hinweisen, dass diese die Partie beim Schlusslicht der Fußball-Landesliga Lüneburg, der TuSG Ritterhude, an diesem Sonnabend um 17 Uhr auf dem Jahnsportplatz bloß nicht unterschätzen solle. „Ich mag so etwas nicht. Da gebe ich die Verantwortung an die Spieler weiter. Die Jungs wissen selbst, dass wir, wenn wir nicht 100 Prozent geben, etwas ähnliches wie der Spitzenreiter MTV Eintracht Celle beim 3:3 in Ritterhude erleben werden“, so Pinter.

Wenn es dann doch schiefgehen sollte, hätte er es aus seiner Sicht nicht verbockt. „Auf der anderen Seite wäre ich bei einem Sieg nicht der tolle Trainer, der darauf aufmerksam gemacht hat, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, gibt Pinter zu bedenken. Er appelliert an die Mentalität seiner Kicker. Ein Mentalitätsproblem machte auf der anderen Seite TuSG-Coach Torsten Just jüngst bei seiner Formation aus: „So wie wir beim 0:6 in Uelzen und auch schon teilweise zuvor beim 0:4 in Rotenburg aufgetreten sind, geht es einfach nicht.“ Er verspüre deshalb auch die große Lust, einige personelle Änderungen in der Startelf vorzunehmen.

„Das geht aber leider durch unseren nicht besonders großen Kader nur bedingt“, erklärt Just. Er muss auf Maik Tiganj (Muskelverletzung) und auf Jan-Luca Gehrmann (Adduktoren-Entzündung) verzichten. Gehrmann habe es gerade wieder mit Training versucht, dieses aber abgebrochen. „Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie laufen, kratzen und beißen“, lässt Torsten Just wissen. Bei der Pleite beim SV Teutonia Uelzen wären seine Schützlinge in dieser Hinsicht viel zu brav gewesen: „Selbst im Basketball gibt es da einen härteren Kontakt.“ Mit dem Gegner befasse sich der Übungsleiter eher weniger. „Für uns geht es nun darum, uns als Mannschaft zu präsentieren. Wenn die Grundlagen nicht stimmen, nützt es mir auch nichts, etwas über den Gegner zu wissen“, teilt Just mit.

Der Gegner rechnet mit einer großen Unterstützung seiner Anhänger. „Es bewegt mich schon, wenn ich sehe, wie uns selbst in Uelzen oder Winsen 50 Fans begleiten und uns lautstark anfeuern. Denen wollen wir jetzt auch mal etwas zurückgeben“, sagt Saša Pinter. Ein ganz besonderes Match ist es für Bornreihes Pascal Kranz. Dieser war schließlich erst in der Winterpause aus der Hammegemeinde zu den „anderen“ Blau-Weißen gewechselt. „Mal sehen, ob wir dem auch Rechnung tragen“, hält sich Pinter bedeckt, ob sein Neuzugang wie zuletzt beim 2:2 gegen den SV Emmendorf auch wieder von Beginn an auflaufen wird. Seine personellen Alternativen in der Offensive sind einfach wieder größer.

So hat Philip Bähr nach seinem Urlaub eine Woche Training hinter sich. Auch Patrick Müller steht wieder zur Verfügung. Zudem absolvierte Hendrik Lütjen das komplette Mannschaftstraining. „Ich finde es bemerkenswert, dass Hendrik die Saison noch nicht abgehakt hat, um den Jungs zu helfen“, zollt Pinter seinem Allrounder Respekt. SV-Spielgestalter Anil Morkan muss hingegen seinen Muskelfaserriss erst in Ruhe auskurieren. „Das ist natürlich sehr schade, weil sich Anil zuvor in absoluter Topform befunden hat. Wenn er aufdreht, hält ihn in dieser Liga kaum einer auf“, versichert der 44-Jährige. Für einen Einsatz von Pascal Kranz spricht, dass er genau wie Torben Poppe darauf angewiesen ist, möglichst viele Spiele zu bestreiten, um in einen Rhythmus zu kommen.

Sein Gegenüber Torsten Just geht angesichts des Kreisderbys von einer besseren Einstellung seiner Akteure aus: „Es will sich bestimmt niemand gegen Bornreihe abschießen lassen.“ Neben den fußballerischen Tugenden fordert er auch wieder eine bessere Kommunikation seiner Spieler untereinander. Saša Pinter formuliert sein Ziel für das Nachbarduell noch sehr moderat: „Aufgrund der Tabellenkonstellation sind wir schon sehr daran interessiert, in Ritterhude zu gewinnen.“ Der Kreisrivale stehe aber zu Recht auf Rang 16: „Der Verein hat seine Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Die Tabelle lügt nicht.“

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