Tischtennis-Verbandsliga

TuSG Ritterhude besteht den Stresstest

Die um den Klassenerhalt kämpfenden Tischtennis-Herren der TuSG Ritterhude haben ihr Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten ESV Lüneburg mit 9:6 gewonnen – und einen großen Schritt Richtung Ligaverbleib getan.
21.01.2020, 10:48
Lesedauer: 2 Min
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TuSG Ritterhude besteht den Stresstest
Von Tobias Dohr

Ritterhude. Die Voraussetzungen waren im Vorfeld nahezu optimal gewesen. Die Ritterhuder traten im ersten Punktspiel des neuen Jahres in Bestbesetzung an, weshalb das Team sogar auf Frank Mühlmann verzichten konnte. Der TuSG-Kapitän will nach seiner hartnäckigen Rückenverletzung vorerst in der zweiten Mannschaft zu alter Stärke zurückfinden. Für Mühlmann wurde bis auf weiteres Youngster Laurin Struß fest in den Kader der Verbandsliga-Mannschaft geholt. Beim Gast aus Lüneburg fehlte mit Achim Stork die Nummer drei. „Deshalb musste man dann auch schon fast von einem Pflichtsieg sprechen“, sagte Mühlmann, wohl wissend, dass so ein Heimspiel dann auch schon mal zu einem echten Stresstest werden kann. Doch den bestanden die Ritterhuder am Ende halbwegs souverän.

Wichtig war vor allem, dass die TuSG-Herren mit einer Führung aus den Doppeln hervorgingen. Das 2:1 hing aber am seidenen Faden, denn sowohl André Binder/Stefan Pankow als auch Sebastian Heimbrock und Lars Hausmann retteten sich im fünften Satz ins Ziel, Heimbrock/Hausmann dort sogar nur mit 14:12. Chancenlos war hingegen das Duo Maxime Meger und Laurin Struß, die sich dem Lüneburger Topdoppel klar geschlagen geben mussten. Jenes Spitzenduo vermieste Maxime Meger dann auch den restlichen Abend. Denn der in der Rückrunde an Position eins spielende Ritterhuder war sowohl gegen Lars Elvers als auch gegen Florian Rathmann zweimal überfordert.

Binder in starker Form

Dafür zeigte André Binder gegen Rathmann ein erstklassiges Spiel und entnervte den Lüneburger Topmann vor allem in den Sätzen drei und vier komplett. Der ebenfalls stark auftrumpfende Laurin Struß ließ gegen Tim van Ackeren ein ebenso souveränes 3:0 folgen, und da auch Sebastian Heimbrock gegen Manuel Zimmermann triumphierte, führten die Ritterhuder nach den ersten vier Einzeln mit 5:2.

Als sich Stefan Pankow dann an die Spielweise von Bernd Könnecke gewöhnte und auf die mit Schnitt zurückgespielten Aufschlagreturns das richtige Mittel gefunden hatte, hieß es sogar 6:2. Doch die Lüneburger gaben sich noch längst nicht auf. Lars Hausmann verlor gegen Daniel Bomblat, ehe Meger seine zweite Niederlage kassierte. Als dann auch noch André Binder eine erneut starke Leistung gegen Elvers nicht ins Ziel bringen konnte und knapp mit 2:3 den Kürzeren zog, schien das Spiel noch einmal spannend zu werden.

Erneut war es dann der Youngster, der die Nerven behielt. Im Stile eines Routiniers wehrte Laurin Struß gegen Zimmermann zunächst einen Matchball ab und setzte sich schließlich noch in fünf Sätzen durch. Die Niederlage von Heimbrock fiel nicht weiter ins Gewicht, da Stefan Pankow (3:0 gegen Bomblat) umgehend zurückschlug.

Lars Hausmann machte schließlich den Deckel drauf, musste nach dem 1:11 im vierten Satz aber noch einmal alles in die Waagschale werfen und behielt schließlich gegen Könnecke erst mit 12:10 im fünften Durchgang die Oberhand. „Völlig egal, wie wir gewonnen haben, wichtig waren heute nur die Punkte“, fasste Frank Mühlmann zusammen.

Weitere Informationen

TuSG Ritterhude - ESV Lüneburg 9:6: Binder/Pankow - Zimmermann/van Ackeren 3:2 (11:8, 11:3, 7:11, 10:12, 11:8); Meger/Struß - Rathmann/Elvers 0:3 (3:11, 8:11, 7:11); Heimbrock/Hausmann - Bomblat/Könnecke 3:2 (6:11, 7:11, 11:9, 11:9, 14:12); Meger - Elvers 0:3 (4:11, 6:11, 4:11); Binder - Rathmann 3:1 (11:8, 6:11, 11:4, 11:2); Struß - van Ackeren 3:0 (11:4, 13:11, 11:7); Heimbrock - Zimmermann 3:0 (11:5, 11:5, 11:6); Pankow - Könnecke 3:2 (15:13, 4:11, 8:11, 11:6, 11:3); Hausmann - Bomblat 0:3 (9:11, 8:11, 10:12); Meger - Rathmann 0:3 (14:16, 8:11, 9:11); Binder - Elvers 2:3 (6:11, 6:11, 11:9, 11:5, 7:11); Struß - Zimmermann 3:2 (11:5, 6:11, 8:11, 13:11, 11:8); Heimbrock - van Ackeren 1:3 (7:11, 8:11, 12:10, 7:11); Pankow - Bomblat 3:0 (11:3, 11:9, 11:9); Hausmann - Könnecke 3:2 (11:8, 11:6, 7:11, 1:11, 12:10) TD

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