Fußball-Bezirksliga

TuSG Ritterhude: Mit Zwischenspurt zum zweiten Sieg

Ein Doppelpack binnen drei Minuten brachte die TuSG Ritterhude auf die Siegerstraße. Der 3:0-Erfolg gegen den TV Oyten war der zweite im zweiten Spiel.
19.08.2019, 17:22
Lesedauer: 2 Min
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TuSG Ritterhude: Mit Zwischenspurt zum zweiten Sieg
Von Dennis Schott
TuSG Ritterhude: Mit Zwischenspurt zum zweiten Sieg

Lange Zeit fand Jan Luca Grove mit der TuSG Ritterhude keinen Schlüssel gegen die massive Abwehr des TV Oyten. Das änderte sich allerdings kurz nach Wiederbeginn.

Christian Kosak

Ritterhude. Auf einmal ging alles ganz leicht. Da tankte sich Tobias Böttcher auf der rechten Außenbahn durch, ließ drei Gegenspieler stehen und passte präzise zu Marcel Meyer, der das Leder nur noch ins Tor einschieben musste. Die 53. Minute war gerade angebrochen und das Spiel des Fußball-Bezirksligisten TuSG Ritterhude gegen den TV Oyten nach diesem Treffer zum 3:0 (1:0)-Endstand entschieden. Die Befürchtungen in der ersten Halbzeit, die Partie könnte für den Absteiger zu einer zähen Angelegenheit werden, entpuppten sich im Nachhinein als unbegründet. Die Ritterhuder gingen vollauf verdient als Sieger vom Platz und haben nun nach zwei Spielen die maximale Ausbeute von sechs Punkten eingefahren.

Selbstverständlich war das freilich nicht. Die Gastgeber waren vor den Oytenern gewarnt, die zum Saisonauftakt mit einem 0:0 gegen den TSV Etelsen aufgewartet hatten, der von der Bezirksliga-Konkurrenz fast ausnahmslos als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelt wird. Und so trafen die Ritterhuder auf ein Team, das erneut hauptsächlich um eigene Torsicherung bemüht und entsprechend auf- und eingestellt war. „Wer spielt denn heute noch mit Fünferkette“, schimpfte Jan Luca Grove Mitte der ersten Halbzeit vor sich hin, nachdem er einen langen Ball, der auf dem glitschigen Rasen immer schneller wurde, nicht erlaufen konnte. Eine Szene, die den Ablauf der ersten 45 Minuten indes gut umschrieb. Die TuSG Ritterhude war spielbestimmend, initiierte einen Angriff nach dem anderen, aber wirklich gefährlich waren die Offensivaktionen letztlich nicht, auch wenn die Gastgeber teils sehenswerte Spielzüge zeigten. So blieb im ersten Durchgang lange Zeit ein Kopfball von Calvin-Luca Vrampe an die Latte im Anschluss an einen Eckball die einzig nennenswerte Chance (13.).

Als zur Pause alles auf ein 0:0 hinauszulaufen schien, starteten die Hausherren noch einmal einen ihrer unzähligen Angriffe. Kapitän Niklas Kutz trieb den Ball vor sich her, drang in den gegnerischen Strafraum ein, wo er von Sascha Krüger gefoult wurde. So sah es jedenfalls Schiedsrichter Niklas Requardt. Fest stand, dass eine Berührung vorlag, aber ob diese zwingend elfmeterwürdig war, blieb umstritten. „Ein 100-prozentiger Elfer war es nicht, aber man konnte ihn schon geben“, meinte Torwarttrainer Lars Oberdiek, der für den beruflich verhinderten Bastian Haskamp an der Seitenlinie stand. Ob berechtigt oder nicht war Marcel Meyer letztlich egal – er versenkte das Leder souverän zur wichtigen Führung in die Maschen.

Von nun an war es ein ganz anderes Spiel – weil der TV Oyten seine Defensivfesseln lösen musste. Das kam den Ritterhudern natürlich entgegen, und sie nutzten die sich ihnen bietenden Räume kompromisslos aus. Ein bisschen Glück war beim raschen 2:0 aber auch dabei, denn Marcel Meyer köpfte nach einer halbhohen Hereingabe von rechts einen Gegenspieler an, von wo aus der Ball ins Oytener Tor abgefälscht wurde (50.). Das nur drei Minuten später sehenswert herausgespielte 3:0 entschädigte dann aber für vieles. „Ich finde, die Jungs haben das super gemacht“, freute sich „Aushilfscoach“ Lars Oberdiek. Zwar habe sein Team es zum Ende der ersten Halbzeit zu oft mit langen Bällen versucht, es nach dem Wiederanpfiff aber spielerisch besser gelöst. „Aber natürlich hat uns auch der Elfmeter in die Karten gespielt“, erklärte er weiter. So war Lars Oberdiek angesichts der klaren Verhältnisse kurz nach Wiederbeginn eher darum bemüht, die Spannung bei seiner Mannschaft aufrecht zu halten. „Nicht aufhören, Ritterhude“, rief er ein ums andere Mal von der Seitenlinie herein. Es blieb in einem abflachenden Spiel jedoch ein frommer Wunsch. Es passierte vor dem gegnerischen Tor nämlich kaum noch etwas. Kurz vor dem Ende hatte Marcel Meyer noch das 4:0 auf dem Fuß, sein Schuss landete jedoch am Außenpfosten (85.).

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