„Unsere Vereine“: SG Platjenwerbe

Hip Hop for real, Hip Hop for all!

Es bedarf einer gehörigen Portion Idealismus, um bei der SGP Hip Hop zu tanzen. Schließlich haben die Gruppen von Julia Schubert vor jedem Training eine ziemliche logistische Mammutaufgabe zu bewältigen.
10.03.2021, 09:13
Lesedauer: 1 Min
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Hip Hop for real, Hip Hop for all!
Von Tobias Dohr
Hip Hop for real, Hip Hop for all!

Die "Ruction"-Hip-Hop-Formation der SG Platjenwerbe (vorne kniend Trainerin Julia Schubert).

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Es bedarf einer gehörigen Portion Idealismus und Überzeugung, um bei der SG Platjenwerbe Hip Hop zu tanzen. Schließlich haben die Gruppen von Julia Schubert vor jedem Training eine ziemliche logistische Mammutaufgabe zu bewältigen. Denn dann heißt es erst einmal: Alle Tische zur Seite geräumt, alle Stühle beiseite gestapelt, den großen Rollspiegel reingefahren und aufgebaut – und nach dem Training alles wieder retour.

So ist nun einmal der Alltag im Platjenwerber Dorfgemeinschaftshaus, wo die Hip-Hop-Gruppen ihre Übungseinheiten abhalten. Andere Räumlichkeiten stehen aufgrund der viel zitierten Platjenwerber Platz- und Hallennot nicht zur Verfügung. Aufgrund dieser Situation vielleicht geschlossen zu einem anderen Verein zu wechseln, daran haben Julia Schubert und Co. aber noch keine Sekunde gedacht. „Das ist überhaupt kein Thema. Wir haben uns mit der Situation arrangiert“, sagt Schubert.

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Dennoch ist man aufgrund der Räumlichkeiten ein wenig an die Grenzen gestoßen. Denn der Zuspruch ist gigantisch. Gleich drei Gruppen mit insgesamt 60 Mädchen haben sich gebildet. Ab sieben Jahren kann man bei der SG Platjenwerbe Hip Hop tanzen. In der ambitionierten Gruppe der Großen (15 bis 26 Jahre) geht es vor allem auch um den leistungsorientierten Ansatz. Das Team wurde 2018 Dritte bei den Deutschen Meisterschaften in Mannheim und feierte 2013 schon einmal den Titel als Norddeutscher Meister.

Doch vor allem in den kleineren Gruppen gehe es laut Schubert darum, Freude an der Musik und der Bewegung zu haben: „Wir sind nicht so auf Leistung getrimmt und haben wohl auch mittlerweile einen ganz guten Ruf“, sagt die Trainerin, die ihre Anfänge in der RSG-Abteilung des Vereins hatte und dann schon als 13-Jährige die Hip-Hop-Sparte von ihrer Mutter übernahm. Seit 15 Jahren ist die Lehrerin mittlerweile dabei, hat in Lena Kempermann eine wichtige Co-Trainerin gefunden. Eine Warteliste gibt es trotz der großen Gruppen nicht. „Bei uns kann jeder gerne mal vorbeikommen und sich das in Ruhe anschauen“, sagt Schubert, fügt aber schmunzelnd hinzu: „Nur ab 25 Mädels pro Gruppe müssen wir dann einen Cut machen, sonst stößt man langsam an die zur Seite geräumten Tische.“ Da war sie wieder, die Platjenwerber Platzproblematik.

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