Kommunalwahlen

Ritterhude geht in die Stichwahl

Ritterhude braucht einen neuen Bürgermeister, denn Susanne Geils (SPD) hat nicht erneut kandidiert. Wer sie beerben wird, steht jedoch nicht fest. Für keinen der Kandidaten stimmte die Mehrheit der Wähler.
13.09.2021, 00:16
Lesedauer: 1 Min
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Ritterhude geht in die Stichwahl
Von Brigitte Lange
Ritterhude geht in die Stichwahl

18 Uhr - die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen sind vorbei, die Wahllokale werden geschlossen (Bild), die Stimmzettel ausgezählt. Um 19.36 Uhr stand bereits fest: Am 26. September wird es eine Stichwahl in Ritterhude geben.

Brigitte Lange

Ritterhude. Nach der Wahl ist vor der Wahl – zumindest in Ritterhude. Als Susanne Geils (SPD) 2014 zum zweiten Mal fürs Bürgermeisteramt kandidierte, hatte sie – wie ihr Parteikollege und aktuelle Bürgermeisterkandidat Jürgen Kuck – drei Konkurrenten. Aber anders als damals, als Geils mit 50,3 Prozent der abgegebenen Stimmen unbestrittene Siegerin war, geht diesmal das Zittern in Ritterhude weiter. Mit 43,65 Prozent der Stimmen liegt Jürgen Kuck zwar deutlich vor Wolfgang Goltsche (Grüne; 21,22 Prozent), Marco Begerow (Bürgerfraktion; 19,68 Prozent) und Timo Koschnick (FDP; 15,45 Prozent). Die einfache Mehrheit der Stimmen, die er benötigt hätte, um noch am Wahlabend zum künftigen Bürgermeister erklärt werden zu können, fehlt ihm jedoch. Am 26. September wird es daher eine rot-grüne Stichwahl in Ritterhude geben.

Höhere Wahlbeteiligung

Was die Wahlbeteiligung betrifft, so wollten an diesem 12. September deutlich mehr Wähler ihre Stimme in die Waagschale werfen. Zum Vergleich: Während 2014 ganze 56,9 Prozent der Wähler einen Bürgermeister bestimmten, gaben diesmal 59,37 Prozent der 12.123 Wahlberechtigten ihre Stimme einem der vier Kandidaten.

FDP gewinnt Stimmen

Der CDU könnte es indes zum Nachteil gereichen, dass sie – als einzige Partei im Rat – keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt hatte. Gleichzeitig spiegelt die Wählerentscheidung in Ritterhude aber auch den aktuellen bundesweiten Abwärtstrend der Christdemokraten wider. Denn zu Redaktionsschluss sah es ganz danach aus, dass die Ritterhuder CDU im neuen Rat der Gemeinde weniger Mandate als bisher erhalten wird. So kam sie nach 18 von 19 ausgezählten Wahlbezirken auf 16,37 Prozent der Wählerstimmen. Zum Vergleich: 2016 stimmten insgesamt 22,83 Prozent für die Christdemokraten in Ritterhude. Für die FDP, die mit sechs Kandidaten inklusive Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf gezogen ist, scheint sich dagegen der Einsatz, einen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt zu haben, auszuzahlen: Nach 18 von 19 ausgezählten Wahlbezirken hatte die FDP ihr Ergebnis von 2016 (4,05 Prozent der Stimmen) mit 9,49 Prozent mehr als verdoppelt.

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