Football-Regionalliga Nord Zeit für ein besonderes Badgers-Spiel

Den Saisonstart hatten sich die Ritterhude Badgers komplett anders vorgestellt: Nach zwei unnötigen Niederlagen zum Auftakt stehen die „Dachse“ aber aktuell am Tabellenende und somit bereits früh unter Druck.
11.05.2019, 09:34
Lesedauer: 2 Min
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Von Jan-Henrik Gantzkow

Ritterhude. Den Saisonstart in die Regionalliga Nord hatten sich die American Footballer von den Ritterhude Badgers aber mal komplett anders vorgestellt: Nach zwei unnötigen Niederlagen zum Auftakt stehen die „Dachse“ aber aktuell am Tabellenende und somit bereits früh unter Druck. Dementsprechend wichtig ist das anstehende Auswärtsspiel bei den Hamburg Pioneers an diesem Sonnabend (Kickoff 16 Uhr).

„Natürlich ist das eine wegweisende Partie für uns. Solche Spiele fordern und formen aber auch den Charakter einer Mannschaft“, weiß Headcoach Benjamin Crljenkovic. Der war gerade nach der vermeidbaren 20:29-Heimpleite gegen den Aufsteiger aus Wolfsburg auch als Mentaltrainer gefragt: „Wir waren nach dem Spiel sehr enttäuscht, weil wir Möglichkeiten nicht genutzt und zu viele Fehler gemacht haben. Das haben wir direkt im Anschluss und im Training noch mal besprochen und mit dem selbstkritischen Team aufgearbeitet. Vor allem haben wir den Fokus aber auf die positiven Aspekte gelegt und die Jungs gepusht“, so Crljenkovic.

Und tatsächlich haben die neuformierten Badgers trotz des durchwachsenen Starts immer wieder ihre beachtlichen Fähigkeiten aufblitzen lassen. Bislang fehlte aber eben die Konstanz. Woran das liegt, ist allerdings auch für den erfahrensten Footballfachmann eine schwierige Frage. „Da kommen wohl mehrere Faktoren zusammen. Einige verlassen sich vielleicht zu sehr auf ihr Talent, andere lassen sich von der Kulisse ablenken. Das führt zu Unkonzentriertheiten und dazu, dass wir unser Potenzial nicht über die gesamte Spieldauer abrufen“, bemängelt der Ritterhuder Übungsleiter. Dennoch ist der Glaube an dieses Potenzial ungebrochen – gegen die Pioneers soll es nun endlich in etwas Zählbares umgemünzt werden.

Leicht wird die Aufgabe gegen die Hamburger, die zum Auftakt ein Remis gegen Braunschweig holten, aber nicht. Denn trotz personeller Probleme auf der Quarterback-Position und diversen Abgängen wartet da ein bockstarker Kontrahent auf die Hammestädter. „Das ist schon eine Hausnummer. Zwar haben sie gute Spieler und Coaches verloren, der Kern ist aber weiterhin da. Hamburg ist eine athletische und extrem gut ausgebildete Truppe, die auf beiden Seiten des Balles sehr variabel auftreten kann“, warnt Benjamin Crljenkovic.

Erschwert wird die Herausforderung auch durch die dünne Personaldecke der Dachse, die aufgrund einiger Ausfälle mit dem letzten Aufgebot an die Elbe reisen. Unter anderem verletzte sich Nils Binnemann unter der Woche so schwer an der Schulter, dass er den Rest der Saison auszufallen droht. Statt zu hadern, sieht zumindest Crljenkovic in dieser Situation aber sogar eine Chance: „Wir fahren da mit dem letzten Aufgebot hin und stehen mit dem Rücken zu Wand. Aber gerade das sind im Sport oft die Spiele, in denen man noch enger zusammenwächst und besondere Dinge passieren“, hofft er. Grund zur Hoffnung geben dabei auch das Comeback von Nikolai Gartelmann und das mögliche Debüt von Backfield-Talent Daniel Velasco, die der Defensive mehr Sicherheit geben sollen.

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