Fußball-Bezirksliga Lüneburg 2:3 - Hansa Schwanewede kassiert Eigentor in der Schlussminute

Nach dem 0:2 sahen sie wie der sicherer Verlierer aus. Doch die Fußballer des FC Hansa Schwanewede kämpften sich zurück, markierten den Ausgleich - und mussten sich doch geschlagen geben.
08.03.2020, 20:13
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2:3 - Hansa Schwanewede kassiert Eigentor in der Schlussminute
Von Dennis Schott

Schwanewede. Sie waren zurück im Spiel, wollten mehr und mussten sich am Ende doch geschlagen geben. Das erste Pflichtspiel des neuen Jahres hätte für die Fußballer des FC Hansa Schwanewede unglücklicher kaum laufen können. In der einzigen Sonntagspartie der Bezirksliga Lüneburg 3 lag der abstiegsbedrohte Aufsteiger gegen den SV Ippensen bereits mit 0:2 zurück, schaffte den Ausgleich und kassierte in der Schlussminute doch noch den letztlich entscheidenden Gegentreffer zum 2:3 (0:1). Und das auf eine Art und Weise, die unglücklicher kaum sein konnte. Durch ein Eigentor.

„Das ist Enttäuschung pur. Ich bin echt voll down gerade“, machte Hansa-Coach Andreas Dirks unmittelbar nach Spielende kein Geheimnis aus seiner Gefühlswelt. Es war ja auch eine bittere Pille, die der Gastgeber da schlucken musste. Dass sein Team mit den kopfballstarken Innenverteidigern Jendrik Seebeck und Shaban Shabanaj ausgerechnet nach einer Ecke das entscheidende Tor kassieren würde, war nicht unbedingt vorhersehbar gewesen. Dabei hatte die Abwehr der Schwaneweder die Hereingabe eigentlich schon geklärt, doch weil ein Abwehrversuch genau an der Hacke von Dominic Ponty landete und von dort aus ins Hansa-Gehäuse trudelte, standen die Hausherren am Ende mit leeren Händen da. Und das, obwohl sie sich zuvor so bravourös in die Partie zurückgekämpft hatten.

Es hatte zunächst aber wenig darauf gedeutet, dass die Partie noch einmal spannend werden würde. Es war zwar über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel gewesen, allerdings versprühten die Hausherren in der Vorwärtsbewegung wenig Gefahr. Das galt im Prinzip auch für die Gäste aus Ippensen, doch hatten sie durch Nils Klindworth(20./Schuss, 32./Lupfer) immerhin zwei Abschlüsse vorzuweisen. Eigentlich war es bis zur Pause ein typisches 0:0-Spiel, wäre da nicht diese eine Szene kurz vor der Halbzeitpause gewesen. Nach einem verlorenen Zweikampf wartete der am Boden liegende Hansa-Kapitän Jonas Neumann auf den Pfiff von Schiedsrichter Dennis-Fabian Eurig, der allerdings nicht ertönte. Jannik Klein, der das Leder erobert hatte, fackelte nicht lange und traf per Flachschuss ins lange Eck (43.).

Überhaupt hatten die Schwaneweder ihr Tun mit dem Unparteiischen. Ein ums andere Mal fühlten sie sich benachteiligt. So auch in 59. Minute, als Shaban Shabanaj im eigenen Strafraum auch etwas zu ungestüm gegen Jannik Klein zu Werke ging. Schiedsrichter Eurig entschied sofort auf Strafstoß, und Jannis Klindworth ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und markierte die vermeintliche Vorentscheidung. Davon musste man ausgehen, weil von den Gastgebern offensiv wenig Konstruktives zu beobachten war, während die Gäste immerhin vereinzelt Nadelstiche setzen konnten. Doch dann: Arbeitete sich Winter-Zugang Jan-Moritz Höler auf der rechten Außenbahn durch, passte nach innen, wo der im Rücken des Gegners auftauchende Nick Stellmann zum Anschlusstreffer einschob (66.). Unverhoffterweise.

Aber jetzt hatten die Schwaneweder wieder Morgenluft gewittert. Und tatsächlich: Jan-Moritz Höler gelang per Freistoß das umjubelte 2:2. Allerdings fiel dieser Treffer unter gütiger Mithilfe von SVI-Schlussmann Florian Krause, der den Ball durch seine „Hosenträger“ rutschen ließ. Hansa wollte in den verbleibenden acht Minuten mehr – und bekam es auch fast, nachdem sich eine verunglückte Flanke von Nick Stellmann unmittelbar nach dem Ausgleich fast noch ins Ippener Tor gesenkt hätte. Trotzdem mussten die Hausherren bei allem Vorwärtsdrang aufpassen, nicht ins offene Messer zu laufen. Vereinzelt liefen sie nämlich Gefahr, genau dies zu tun. Es brandete nicht von ungefähr viel Beifall auf, als der eingewechselte Sebastian Meyer bei einem Ippenser Vorstoß den Ball noch so eben mit der Fußspitze zur Ecke klärte. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass dieser Eckstoß zum entscheidenden Gegentor führen würde.

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