Vorsätzliche Brandstiftung 52-Jähriger zündet Bett an

Ein 52-Jähriger hat am Sonntagmorgen vorsätzlich Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Neuenkirchen gelegt. Erste Ermittlungen ergaben, dass er nach einem Streit mit seiner Lebensgefährtin das Bett anzündete.
08.04.2019, 17:13
Lesedauer: 1 Min
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Von Iris Messerschmidt

Am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr hat in einer Wohnung an der Landstraße in Neuenkirchen ein Bett gebrannt. Der 47-jährigen Bewohnerin gelang es, das Feuer selbstständig zu löschen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war ein Streit mit ihrem 52-jährigen Lebensgefährten vorausgegangen. Er soll kurz darauf das Bett angezündet haben. Nach Polizeiangaben löschte die Frau den Brand, bevor die Flammen auf weitere Bereiche der Wohnung übergreifen konnten. Dabei atmete die 47-Jährige allerdings Rauchgase ein und wurde wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Bremen gebracht.

Einige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen waren ebenfalls vor Ort. Sie rückten zur Verhinderung eines erneuten Brandausbruchs an und stellten nach Messungen der Raumluft fest, dass die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus kurzfristig nicht bewohnbar war. Die Ermittlungen wurden sofort gemeinsam durch die Beamten der Polizei Osterholz und durch die Staatsanwaltschaft Verden aufgenommen und dauern zurzeit immer noch an. Dabei wurde bekannt, dass der 52-Jährige unter deutlichem Alkoholeinfluss stand. Ein Test am sogenannten mobilen Alcomaten ergab einen Wert von 2,5 Promille Alkohol in der Atemluft. Genaueres steht allerdings erst nach Auswertung der später genommenen Blutprobe fest. Auch warum der Mann den Brand legte, ist laut bisheriger Ermittlungen noch nicht geklärt.

Der 52-jährige Mann wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeikommissariat nach Osterholz-Scharmbeck gebracht, wo er über Nacht bleiben musste. Wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung wurde er am Montag einem Richter vorgeführt, der entscheiden sollte, ob der Mann in Untersuchungshaft genommen wird. Nach Paragraf 306 Strafgesetzbuch droht bei Brandstiftungsdelikten eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

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