Handball-Verbandsliga Männer

Aufstieg ist perfekt

Jetzt hat es die HSG Schwanewede/Neuenkirchen auch rein rechnerisch geschafft: Der Spitzenreiter hat nach dem 26:26 (14:12) zuhause gegen den Elsflether TB die Rückkehr in die Oberliga Nordsee sicher.
31.03.2019, 19:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Schwanewede. Jetzt haben es die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen auch rein rechnerisch geschafft: Der Spitzenreiter kann nach dem 26:26 (14:12) zuhause gegen den Elsflether TB fünf Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr vom Drittplatzierten, TV Neerstedt, eingeholt werden. Damit haben die „Schwäne“ ihren Betriebsunfall vom vergangenen Jahr behoben und kehren im Handumdrehen in die Oberliga Nordsee zurück.

600 Zuschauer erlebten in der restlos ausverkauften Halle, der sogenannten „Heidehölle“, kein schönes, dafür aber ein immens kampfbetontes und hochdramatisches Spitzenspiel. „Mit einem absolut gerechten Unentschieden“, wie der HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz sagte. Das Ergebnis kam zumindest beiden Teams zupass, da sich niemand über eine Niederlage ärgern musste, sich der Abstand zum Verfolger nicht weiter verringerte und die „Schwäne“ in eigener Halle weiter ungeschlagen bleiben (21:1 Punkte).

Vor dem Gipfeltreffen hatten sich die beiden Rivalen via soziale Medien einen spaßigen Wettstreit geliefert, wer denn nun wohl auf der „richtigen Weserseite“ platziert sei. So genau ließ sich die Frage auch nach dem zweiten Unentschieden zwischen den beiden Klubs – das Hinspiel war 22:22 ausgegangen – nicht beantworten. Fakt ist, dass die HSG die Tabelle mit zwei Punkten und 65 Toren Vorsprung gegenüber dem Gast aus der Wesermarsch anführt und sich damit weiter auf Meisterschaftskurs befindet.

Den besseren Start erwischten die sogenannten gastgebenden „Sahneschnitten“, vom Gast auch despektierlich zu „Schnittchen“ degradiert. Sie legten durch den Treffer von Karlo Oroz eine 4:1-Führung vor und lagen durch den von Niels Huckschlag weiter mit 8:5 in Führung (17.).

Danach holte der Gastgeber tief Luft, als bei Niels Huckschlag beim Blocken eines gegnerischen Wurfs die Schulter nach hinten durchschlug und er im Angriff gleich wieder auf dieselbe malade Stelle knallte. „Für mich gab es daraufhin einen lauten Knall“, erklärte der HSG-Regisseur, der nach einer Behandlung durch die beiden Physiotherapeuten Hartmut und Jenna Müller trotzdem unter großen Schmerzen weiterspielte. „Für das Team macht man das doch gerne“, winkte „Hucki“ Huckschlag ab, der bis zum Schluss voll unter Adrenalin stand.

„Sein Einsatz war unglaublich“, lobte „Andi“ Szwalkiewicz das Durchhaltevermögen seines Spielmachers. Da dieser jedoch im Angriff nicht mehr wie vorher in die Zweikämpfe gehen konnte, vermochte sich der Elsflether TB in der Abwehr nun umso stärker auf die beiden HSG-Halbpositionen zu konzentrieren. Trotzdem hielten die „Schwäne“ den Tabellenzweiten durch den Treffer von Marc Blum mit 19:15 auf Distanz, ehe die Begegnung allmählich kippte (39.). Als nämlich der Gastgeber nach dem 22:20 von Karlo Oroz vier Minuten überhaupt nicht mehr ins Schwarze traf, nutzte das der Oberliga-Mitabsteiger aus der Wesermarsch zur Wende (24:22/52.).

Die Entscheidung war das aber beileibe nicht, da sich Niels Huckschlag nach dem 23:25-Rückstand auf der Angriffsmitte erfolgreich durchtankte, Karlo Oroz von Linksaußen fast aus dem Nullwinkel traf und Tim Paltinat auf Halbrechts schön freigespielt wurde. Deshalb waren die Hausherren und ihre Fans beim 26:25-Vorsprung schon wieder obenauf. Der frühere Schwaneweder Jugendspieler Fynn Oberegger stellte knapp zwei Minuten vor Schluss das insgesamt gerechte Unentschieden wieder her.

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