Handball-Verbandsliga Männer

Das Topspiel kann kommen

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gehen in zwei Wochen als Spitzenreiter in den ultimativen Top-Knaller gegen den Elsflether TB.
17.03.2019, 19:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Schwanewede. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gehen in zwei Wochen als Spitzenreiter in den ultimativen Top-Knaller gegen den Elsflether TB. Nachdem sich der Klub aus der Wesermarsch dafür mit einem klaren 29:15-Heimsieg über den TuS Haren empfahl, konterten die „Schwäne“ einen Tag später mit einem ungefährdeten 37:30 (17:14)-Auswärtssieg beim VfL Fredenbeck II.

„Jetzt können wir den Aufstieg in zwei Wochen vor eigenem Publikum frühzeitig perfekt machen, etwas Besseres gibt‘s doch gar nicht“, freut sich HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz schon jetzt auf das Duell der beiden Liga-Überflieger. „Darauf arbeitet man doch die gesamte Saison hin.“

Der Liga-Primus erwischte bei der Oberliga-Reserve einen Auftakt nach Maß und lag schon nach sieben Minuten durch den Treffer von Niels Huckschlag mit 7:2 vorne. Bis dahin hatten die Gäste vor allem überragend verteidigt, die Fredenbecker damit gleich von Beginn an ins Zeitspiel gedrängt, und ihnen mit vielen Tempogegenstößen heftige Nadelstiche versetzt.

Der Nachteil daran war, dass die Schwaneweder nach dem 11:4 von Marc Blum offenbar glaubten, dass die Partie längst gelaufen sei. Deshalb spielten sie auch etwas mehr für die Galerie. Vor allem aber investierten sie fortan in der Abwehr zu wenig, was prompt schief ging. Denn von nun an machten den „Schwänen“ die beiden Fredenbecker A-Jugendlichen Jesper Müller (fünf Tore) und Alexander Feigenbutz (7) das Leben schwer, sodass der Vorsprung des Tabellenführers allmählich schmolz.

Beim 12:15 von eben jenem Feigenbutz betrug die Führung nur noch drei Tore, diese drei Treffer Vorsprung nahmen die Gäste dann auch mit in die Kabinenbesprechung (17:14). Good Cop, bad Cop hieß es dort bei den sogenannten „Sahneschnitten“, die zunächst einmal vom „Co“ Dennis Graeve kräftig zusammengestaucht wurden, bevor „Andi“ Szwalkiewicz den Fokus mit ein paar ruhigeren Worten wieder auf das Wesentliche richtete. Das half, denn die Gäste starteten über 20:15 mit dem 24:17 von Karlo Oroz ähnlich furios in die zweite Hälfte wie in die erste (40.). „Das war top, daran gab es überhaupt nichts zu bemängeln“, stellte der Schwaneweder Trainer fest.

Wie im ersten Durchgang ließ beim Spitzenreiter aber auch Mitte der zweiten Spielhälfte wieder die Spannung deutlich nach, sodass das Match nach dem 29:19 von Jannis Molzahn nur noch so dahinplätscherte. Der Start-Ziel-Sieg des Tabellenführers geriet aber nicht einmal annähernd in Gefahr.

Diese Tatsache und der 37:1-Punkte-Lauf stimmte Andreas Szwalkiewicz milde: „Letztendlich kann ich das meinen jungen Spielern bei diesen klaren Ergebnissen ja nicht einmal verdenken.“ Der HSG-Coach richtete sein Augenmerk ohnehin lieber auf die guten Dinge wie seinen Routinier Karlo Oroz, der wieder einmal zweistellig traf.

Das muss man dem beständig auf einem hohen Niveau spielenden Kroaten erst einmal nachmachen. Der ausschließlich in der zweiten Hälfte eingesetzte Kreisläufer Thorin Helfers hinterließ in der Abwehr auf beiden Halbpositionen einen sehr starken Eindruck und veredelte diesen mit sechs Toren im Angriff. Nun fiebern alle „Schwäne“-Spieler dem Showdown der beiden haushoch überlegenen Oberliga-Absteiger am Sonnabend, 30. März, 18 Uhr, entgegen.

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