Handball-Oberliga Männer

Den Schritt nach oben verpasst

Ein Sieg in Fredenbeck, das wäre es am Sonnabend für die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gewesen. Doch das klappe nicht - 34:38.
01.12.2019, 18:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik
Den Schritt nach oben verpasst

Der "Schwäne"-Akteur Karlo Oroz traf gegen Fredenbeck gleich neun Mal in die gegnerische Maschen, doch am Ende jubelte der Gastgeber über einen 38:34-Erfolg.

OLAF KOWALZIK

Schwanewede. Ein Sieg in Fredenbeck, das wäre es am Sonnabend für die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gewesen. „Damit hätten wir in der Tabelle noch einen richtigen Schritt machen können„, stellte Trainer Andreas Szwalkiewicz fest und merkte an: “Ein Sieg wäre auf jeden Fall drin gewesen.“ Die Realität sah anders aus, denn den „Schwänen„ wurden beim 34:38 (13:17) im Landkreis Stade die Flügel gestutzt. „Vollkommen unnötig“, wie der HSG-Coach fand.

Er monierte, dass sich seine Spieler nicht durchgehend an den Matchplan gehalten hätten. Der hatte vorgesehen, hinten kompakt zu stehen, die Kreise von Jan Torben Ehlers im Rückraum (6,6 Tore im Schnitt) einzuengen und im Angriff über die Außenpositionen abräumen. Die Bewachung des VfL-Goalgetters blieb den Gästen schon einmal erspart, da er verletzt auf der Bank saß. Also konnte dahinter schon einmal ein Haken gemacht werden.

„Unsere Deckung war am Anfang fast perfekt„, lobte der HSG-Trainer dazu. Der Rest klappte in der ersten Viertelstunde auch, weil Thorin Helfers und Fabian Hartwich die gegnerische Abwehr am Kreis zusammen gut beschäftigten und auch trafen. Der Rückraum brachte sich außerdem über Kreuzbewegungen in die richtige Position. Oder es wurden eben, wie geplant, die Außen „blank“ gespielt, von denen Karlo Oroz und Tim Paltinat insgesamt jeweils neunmal ins Schwarze trafen.

Dadurch legte der Aufsteiger nach dem 3:3 durch die Tore von Karlo Oroz, Tim Paltinat (2) und Niels Huckschlag (2) eine 8:4-Führung vor. Bis zu der hatte es sich nicht im Geringsten ausgewirkt, dass die zweite Reihe mit Niels Huckschlag, Torben Lemke und Roberto Cagliani äußerst dünn besetzt war. Und dass Marc Blum das Spiel aufgrund einer Pilotenfortbildung in Berlin frühestens 45 Minuten nach dem Anpfiff erreicht hätte. „Das hätte bei der 250 Kilometer weiten Anreise keinen Sinn gemacht„, gab „Andi“ Szwalkiewicz zu Protokoll. Also durfte Blum den entspannteren Weg gen Heimat nehmen.

Ärgerlicherweise entfaltete die beim 4:7-Rückstand genommene Auszeit des VfL-Trainers Igor Sharnikau, nach der HSG-Spielmacher Niels Huckschlag auf Mann genommen wurde, nun allmählich ihre volle Wirkung. „Wir sind vorne ohne Grund hektisch geworden und haben uns dadurch viele Ballverluste erlaubt", kritisierte der HSG-Coach. Deshalb klingelte es rund vier Minuten später 8:8 im HSG-Netz. Zur Pause waren die Hausherren sogar mit 17:13 am Drücker.

So etwas wie die Vorentscheidung spielte sich nach dem 23:27 (44.) von Tim Paltinat ab. „Bis dahin war gefühlt die Wende möglich„, behauptete „Andi“ Szwalkiewicz. Während den „Schwänen„ jedoch von nun an im Angriff vorübergehend gar nichts mehr gelang, zog der VfL Fredenbeck die Zügel weiter zum 31:23 an (47.). „Bei uns hatte sich vor allem in diesem Moment im Rückraum die dünne Besetzung ausgewirkt“, meinte Andreas Szwalkiewicz. Außerdem verteidigte die HSG-Abwehr individuell recht schlecht, weshalb ihr Rückstand acht Minuten vor Schluss immer noch sieben Tore betrug (27:34.).

Danach warfen Torben Lemke, Niels Huckschlag, Karlo Oroz (2), Thorin Helfers und Niels Goepel ihre Farben bis auf 33:36 an den früheren Drittligisten heran. Mehr gelang der HSG Schwanewede/Neuenkirchen nicht, auch weil sie von ihren vier Siebenmetern durch Thorin Helfers, Torben Lemke und Tim Paltinat drei verwarf. Auch wenn sie ärgerlich ist, verkraften können die „Schwäne“ die Niederlage schon. Mit 12:8 Punkten stehen sie schließlich immer noch gut da. Allerdings müssen aber noch etwas mehr Dampf machen, wenn sie sich in der Endabrechnung plangemäß unter den ersten sechs Teams eingruppieren wollen.

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