Handball-Verbandsliga der Männer

Die Baustellen sind abgearbeitet

Andreas Szwalkiewicz, der Trainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, ist froh darüber, dass Torhüter Rene Steffens bleibt und er mit Fabian Hartwich und Stefan Alin Murgui noch zwei Neue bekommen hat.
06.07.2018, 15:03
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik
Die Baustellen sind abgearbeitet

Rene Steffens (links) bleibt im Tor der "Schwäne". Auf Torerfolge ist hingegen Niels Huckschlag (rechts) aus, der zur Beachhandball-Nationalmannschaft eingeladen wurde.

Christian Kosak

Schwanewede. Jetzt sind die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen nahezu komplett. Nachdem Rene Steffens den „Schwänen“ auf der Torhüterposition sein wichtiges Okay gegeben hat und sie sich obendrein mit dem rumänischen Linkshänder Stefan Alin Murgui und den Kreisläufer Fabian Hartwich verstärkt haben, ist der HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz mit seinem Kader zufrieden: „Wir haben damit keine Baustelle mehr.“ Gute Neuigkeiten gibt es auch vom Rückraumspieler Niels Huckschlag, der vom 12. bis zum 15. Juli zum Lehrgang der deutschen Beachhandball-Männer-Nationalmannschaft nach Camelot eingeladen wurde.

„Mit Rene Steffens hat bei uns ein wichtiger Eckpfeiler zugesagt“, ist „Andi“ Szwalkiewicz über den Ausgang seiner letzten Hängepartie erleichtert. Der Schlussmann aus Bremerhaven hatte noch mit dem Wechsel zu einem Oberligisten, aber auch mit einer Sportpause kokettiert, sich nun aber endgültig für eine weitere Saison beim Oberliga-Absteiger entschieden.

Nach den guten Erfahrungen mit dem Syrier Mohammed Nedal Alibrahim im Rückraum verpflichten die „Schwäne“ außerdem mit Stefan Alin Murgui den nächsten Ausländer für ihr Team. Der 27-jährige Rumäne hat zuletzt beim italienischen Drittligisten Pallamano Vasto im rechten Rückraum gespielt und zieht nun von der Adria in den Landkreis Osterholz. Wunderdinge kann man vom 1,85-Meter-Mann allerdings nicht erwarten, da die italienischen Ligen qualitativ bei Weitem nicht denen der deutschen entsprechen.

„Andi“ Szwalkiewicz hatte den 80-Kilogramm-Mann jedoch vier Tage bei sich wohnen und zweimal mittrainieren lassen, um sich einen Eindruck von Osteuropäer zu verschaffen. „Er ist ein Linkshänder mit Potenzial“, ist er überzeugt. Zumal Linkshänder im Handball ja ohnehin Mangelware sind. Der Rumäne, der neben seiner Heimatsprache auch italienisch sowie etwas englisch spricht und zurzeit deutsch lernt, dürfte bei der HSG insbesondere auf der rechten Flanke zum Einsatz kommen.

Murgui war dem Verbandsliga-Absteiger über einen Spielervermittler angeboten worden. Da ein HSG-Vereinsmitglied letztlich Stefan Alin Murgui auch einen Job in Bremerhaven vermitteln konnte, war der Wechsel zu den „Schwänen“ perfekt. „Da hat sich wieder einmal die sehr große HSG-Familie gezeigt“, freut sich Andreas Szwalkiewicz über die willkommene Unterstützung aus dem Umfeld.

„Echte“ höherklassige Erfahrung bringt der Neuzugang Fabian Hartwich mit ins Team. Der 24-jährige Kreisläufer kommt vom Drittliga-Aufsteiger SG Varel-Altjührden, bei dem er ebenso schon in der dritten Liga gespielt hat wie bei GWD Minden II. Außerdem hat der gebürtige Bremer in der Jugend-Bundesliga beim HC Bremen gespielt und war dort auch in den Fokus der Jugendnationalmannschaft geraten. Zuletzt war beim körperlich kräftigen Spieler vor allem dessen Abwehrstärke gefragt, sodass er in der Schwaneweder Deckung zusammen mit Thorin Helfers im Zentrum die Lücke von Fabian Rojahn schließen kann. Im Angriff soll er am Kreis die Verluste von Matthias Ruckh und Kai Rudolph ausgleichen.

„Ich habe bei meinem Kader jetzt ein sehr gutes Gefühl“, betont Andreas Szwalkiewicz, der aus der eigenen A-Jugend auch den Torwart Finn Köster sowie Fritz van der Linde (Rechtsaußen, rechter Rückraum) und Nick Ohlandt (Spielmacher) im Blick hat.

Schlichtweg begeistert war Niels Huckschlag, als ihm die Einladung zum Beachhandball-Nationalmannschaftlehrgang ins niederländische Camelot (Oosterhout in der Provinz Nordbrabant) ins Haus flatterte. Er spielt im Sand bei den „Beach Geckos“, die sich fast ausschließlich aus „Schwäne“-Spielern rekrutieren. „Ich war dem Bundestrainer bei einem Turnier im hessischen Kelkheim aufgefallen“, erzählt der 20-Jährige. Danach folgte für Niels Huckschlag ein Schreckmoment, da er sich Anfang Juni bei einem Beach-Turnier in Cuxhaven-Duhnen beim Sturz am Ellbogengelenk verletzt hatte. Die Verletzung ist mittlerweile abgeklungen, jetzt fiebert er seiner neuen Aufgabe entgegen.

Bundestrainer Konrad Bansa setzte Huckschlag auf die Liste des zwölfköpfigen Aufgebots für den nächsten Lehrgang in den Niederlanden. Dort hat der junge Rückraumspieler der HSG Schwanewede/Neuenkirchen nun die einmalige Chance, sich weiter in den Fokus der Nationaltrainer Konrad Bansa und Kai Bierbaum zu spielen.

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