Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

FC Hansa Schwanewede: Torgefahr sieht anders aus

Nicht viel zu bestellen hatte der FC Hansa Schwanewede gegen den Heelsinger SC II. Der Bezirksliga-Aufsteiger musste sich dem Titelaspiranten mit 0:2 geschlagen geben.
28.10.2019, 11:23
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
FC Hansa Schwanewede: Torgefahr sieht anders aus

Musste zweimal hinter sich greifen: Hansa-Torwart Yannick Sachau.

Tobias Dohr

Schwanewede. Bedrängt von Daniel Gaese holte Lennard Martens vom Heeslinger SC II zum Schuss über die Grundlinie aus und hätte dabei beinahe das eigene Tor in der 35. Minute getroffen. Diese Szene war auch gleichzeitig die beste Gelegenheit für den gastgebenden FC Hansa Schwanewede gegen den Titelaspiranten der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3. Die Oberliga-Reserve setzte sich am Ende völlig zu Recht mit 2:0 (1:0) im Heidestadion durch.

„Das war ein verdienter Sieg“, räumte auch FC-Trainer Andreas Dirks ein. Als die Heeslinger das erste Mal durchkamen, klingelte es auch schon. Nach zwölf Minuten tankte sich der quirlige Christo Stergioulas schön auf der rechten Seite durch und bediente anschließend Merten Hiller. Dieser brauchte in der Mitte nur noch den Fuß zum 1:0 hinzuhalten. „Leute, mehr Wille“, forderte Andreas Dirks seine Kicker nach 20 Minuten auf. Die Platzherren leisteten zu viele Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne. Die drei Stürmer, Phillip Barnat, Daniel Gaese und Dominic Ponty, hingen ziemlich in der Luft. Deshalb mangelte es lange Zeit komplett an der Torgefahr beim Aufsteiger. Der Gast riss sich zwar auch nicht gerade ein Bein aus, hatte die Partie aber jederzeit bestens unter Kontrolle. Im Anschluss an ein starkes Solo des auffälligen Hiller zwang Lennard Martens Hansa-Keeper Yannick Sachau zu einer Parade (26.).

Bei den Hausherren war der Akteur mit dem Ball am Fuß meist der „Gelackmeierte“. „Leute, bleibt anspielbar“, rief Dirks seinen Akteuren deshalb nach einer halben Stunde zu. Jonas Neumann brachte ein paar Minuten hiernach Heeslingens Nico Finke unsanft zu Fall und handelte sich dafür die ersten Gelbe Karte in einem insgesamt sehr fairen Match ein. Drei Minuten vor der Pause spielten die Gäste einmal schnell und direkt. Daraus resultierte prompt das 2:0. Christo Stergioulas schloss die sehenswerte Kombination über Syuleyman Shakirov und Lennard Martens zur Vorentscheidung ab. „Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viel Angst“, bedauerte Andreas Dirks.

Shakirov war auch Ausgangspunkt für den ersten gefährlichen SC-Angriff nach dem Wiederanpfiff. Doch Martens zielte einen Tick zu hoch (63.). Auf der Gegenseite bugsierte Emil Tepper den Ball im Liegen vorbei. „Wir haben im zweiten Durchgang mehr Druck gemacht und gut gekämpft“, stellte Dirks eine Leistungssteigerung nach der Rückkehr aus den Kabinen fest. Wirkliche Torgefahr sprang dabei allerdings immer noch nicht heraus. Die Heeslinger waren dem 3:0 näher als die Platzherren dem Anschlusstreffer. Vor allem, wenn Christo Stergioulas nun auf links seinen Turbo zündete, wurde es für das Gehäuse des Liganeulings gefährlich. Joker Rayk Hess fand nach einer Stergioulas-Vorarbeit seinen Meister in Yannick Sachau (88.). Kurz vor dem Abpfiff beförderte Nico Finke die Kugel per Freistoß um Haaresbreite neben den FC-Kasten. „Wir waren nicht zwingend genug“, traf Andreas Dirks den Nagel auf den Kopf.

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