Fußball-Bezirksliga Lüneburg

VSK-Sturmduo beim 4:2 in Löhnhorst in Topform

0:2 zurückgelegen, 4:2 gewonnen. Der VSK Osterholz-Scharmbeck feierte beim SV Löhnhorst eine erfolgreiche Aufholjagd.- auch und vor allem wegen seines Sturmduos Kiekhöfer/Ciftci.
05.10.2020, 08:52
Lesedauer: 2 Min
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VSK-Sturmduo beim 4:2 in Löhnhorst in Topform
Von Tobias Dohr
VSK-Sturmduo beim 4:2 in Löhnhorst in Topform

Lässt sich zu recht feiern: VSK-Stürmer Juri Kiekhöfer.

Dennis Schott

Löhnhorst. Das war mal ein unterhaltsames Bezirksliga-Derby! Beim 4:2 (2:2)-Auswärtssieg des VSK Osterholz-Scharmbeck beim SV Löhnhorst gab es allerhand zu sehen. Sechs Tore natürlich, aber auch viele rassige Zweikämpfe, einen gehaltenen Elfmeter und diskussionswürdige Entscheidungen. Vor allem aber ein VSK-Sturmduo in Topform. Juri Kiekhöfer und Bonce Ciftci drückten der Partie am Ende ihren Stempel auf – und das, obwohl es am Anfang noch nach einer ganz anderen Geschichte ausgesehen hatte.

Denn zunächst schienen die Löhnhorster in diesem von Beginn an äußerst intensiv geführten Landkreisderby die Nase vorn zu haben. Das Team von Trainer Torsten Kentel stand im Mittelfeld extrem kompakt, störte das Aufbauspiel der Gäste früh und erzwang so immer wieder Abspielfehler des VSK. Die 1:0-Führung durch Christoph Oberschelp leitete Philipp Kropp mit einem langen Ball ein, VSK-Kapitän Tobias Stöhr konnte Oberschelp nicht mehr stellen, der Löhnhorster schob ein. Nur sechs Minuten später flankte der agile Jannik Dargel nach einem Ballgewinn auf rechts ins Zentrum, wo der aufgerückte Chriß Meißner zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte.

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Und vielleicht wäre die Partie nach 32 Minuten endgültig entschieden gewesen, wenn Lars Schmidt den katastrophalen Außenristfehlpass von Tjerk Johannsen mit dem 3:0 bestraft hätte. Doch Schmidt verzog völlig freistehend – und nur zwei Minuten später war der VSK wieder im Spiel. Eine perfekte Flanke von Juri Kiekhöfer köpfte Bonce Ciftci punktgenau in den Torwinkel. Und noch vor der Pause gelang den nun aufkommenden Kreisstädtern der Ausgleich. Erneut war Kiekhöfer über links durchgebrochen, überlief Malte Borgwardt und fand mit seiner diesmal halbhohen Flanke wiederum den Fuß von Ciftci, der volley versenkte. Zwei schön herausgespielte Treffer, allerdings hatten die Löhnhorster bei beiden Bällen auf Abseits moniert: „Ich stand zweimal genau auf der Höhe, zumindest bei einem Treffer war es klar Abseits“, ärgerte sich SVL-Coach Torsten Kentel, der sein Team in der Pause darauf einschwor, unbedingt die 14 Minuten nach Wiederanpfiff defensiv stabil zu stehen. Doch daraus wurde nichts.

Denn mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte ging der VSK in Führung. Diesmal war Bonce Ciftci der Wegbereiter für Juri Kiekhöfer. Ciftci setzte sich gegen zwei Löhnhorster durch und steckte im perfekten Moment auf Kiekhöfer durch, der flach einschob. Auf der Gegenseite köpfte Malte Borgwardt einen weiteren Oberschelp-Einwurf an den Pfosten (54.). Das war dann aber auch die letzte Großchance für die Hausherren bis zum verschossenen Elfmeter von Henrik Dargel in der 89. Minute, der an VSK-Keeper Malte Vollstedt scheiterte.

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Der lauffreudige Moritz Helmke hatte kurz zuvor bereits die endgültige Entscheidung herbeigeführt, nachdem Löhnhorsts Torwart Dennis Brede einen Kiekhöfer-Schuss ins Zentrum vor Helmkes Füße abgewehrt hatte. „Was die Jungs die ersten 30 Minuten im Tee hatten, weiß ich auch nicht. Aber es war nichts Gutes“, sagte VSK-Coach Thorsten Wetsphal nach kurzweiligen 90 Minuten und fügte lobend hinzu: „Nach einem 0:2 derart zurückzukommen, zeugt von einem großen Willen.“ Westphals Trainerkollege hingegen war bedient: „Da kam heute wirklich einiges zusammen, obwohl dieses Spiel lange Zeit auf Augenhöhe stattgefunden hat“, sagte Torsten Kentel.

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