Hallenturnier FC Hansa Schwanewede

Gastgeber triumphiert gegen Löhnhorst

Der durch die ungerade Anzahl von neun Mannschaften entstandene Modus beim Hallenfußball-Weihnachtsturnier des FC Hansa Schwanewede hat für einige Verwirrung gesorgt.
27.12.2019, 18:04
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann
Gastgeber triumphiert gegen Löhnhorst

Aschwardens Marco Bohlmann im Laufduell mit dem späteren Turniersieger Malte Schultze vom FC Hansa (rechts).

Christian Kosak

Schwanewede. Der durch die ungerade Anzahl von neun Mannschaften entstandene Modus beim Hallenfußball-Weihnachtsturnier des FC Hansa Schwanewede hat für einige Verwirrung gesorgt. „Aus dem Publikum kamen oft Fragen danach, wer als Nächstes gegen wen und warum spielt“, räumte der Trainer der gastgebenden Formation, Andreas Dirks, ein. Immerhin die Hausherren behielten am Ende die Übersicht und sicherten sich mit einem 4:1-Erfolg im Finale gegen den SV Löhnhorst den Turniersieg.

Die Trainer der neun Teams wählten Löhnhorsts Timo Reinken zum besten Torwart der Veranstaltung. Dieser interpretierte seine Rolle sehr offensiv und wollte im Endspiel nach einem 0:1-Rückstand aufs gegnerische Tor schießen. Doch dabei traf der Keeper Dominik Ponty, von dessen Schienbein der Ball zum 2:0 für die Heimformation ins Tor trudelte. „Das war schon ein witziges Tor“, urteilte Dirks. Phillip Barnat schob gleich das 3:0 nach, ehe Dominic Ponty seinen dritten Finaltreffer anbrachte und mit insgesamt sechs Toren auch zum Torschützenkönig des Spektakels wurde. Timo Reinken war dann aber immerhin noch mit dem Ehrentreffer erfolgreich.

„Die Mannschaften kamen am Anfang nicht so richtig in Schwung“, teilte Andreas Dirks mit. Die etwa 250 Zuschauer hätten zunächst nur sehr wenige Treffer bestaunt. „Durch eine andere Taktik der Trainer oder dank des Glühweins wurden die Spiele dann aber attraktiver für die Zuschauer“, erklärte Dirks schmunzelnd, der sich als Hallensprecher engagierte und das Coachen seiner Mannschaft Chris Ziegenbein überließ. „Chris ist somit der Vater des Erfolgs“, lobte Andreas Dirks seinen Stellvertreter. Zu Beginn des Turniers sah es aber noch überhaupt nicht nach einem Hansa-Triumph aus. Nach einer 0:1-Schlappe gegen die SG Aumund-Vegesack in der Vorrundengruppe C kamen die Gastgeber nicht über ein torloses Remis gegen den SV Aschwarden hinaus.

In einer weiteren Gruppenphase besiegte der Bezirksligist den TSV Wallhöfen dank Treffer von Phillip Barnat und Dominic Ponty mit 2:1. Im Anschluss setzte es eine 1:2-Niederlage gegen die eigene Reserve. Dabei verletzte sich Alessandro Kray zu allem Überfluss auch noch so schwer am Knie und an der Leiste, dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. „Zumindest am Knie ist aber wohl nichts kaputt“, gab Dirks schon mal eine leichte Entwarnung. Trotz der sehr durchwachsenen Vorrunde zog das erste Hansa-Team in die Zwischenrunde ein, in der dieses sich mit einem 4:1-Sieg über die SG Aumund-Vegesack für die in der Gruppenphase erlittene Schlappe revanchierte und somit ins Halbfinale vorstieß. Dominic Ponty, Jendrik Seebeck, Malte Schulze und Phillip Barnat trafen dabei für die Heimformation ins Schwarze.

In der Vorschlussrunde kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales. Im Gegensatz zu 2018 behielt der FC Hansa Schwanewede aber nach einem Siebenmeterschießen hier mit 7:6 die Oberhand über den ESC Geestemünde III. Nachdem FC-Schlussmann Yannick Sachau einen Siebenmeter abgewehrt hatte, machte Felix Hoppe den Finaleinzug perfekt. Auch der SV Löhnhorst hatte auf dem Weg ins Endspiel bereits kurz vor dem Aus gestanden. Das Team von Trainer Torsten Kentel holte in der Zwischenrunde in der Partie gegen den Landesligisten TSV Ottersberg einen 0:2-Rückstand auf und geriet auch im Siebenmeterschießen zunächst deutlich ins Hintertreffen. Doch auch dank Timo Reinken drehte der Klassenbeste der Kreisliga Osterholz den Spieß noch um.

Im Semifinale rangen die Löhnhorster dann den Blumenthaler SV ebenfalls im Siebenmeterschießen nieder. Im Spiel um Rang drei hatten die Blumenthaler, die ebenso wie die SAV mit Akteuren aus der ersten und zweiten Formation antraten, gegen den ESC Geestemünde nach einem 2:2 nach der regulären Spielzeit ebenfalls im Siebenmeterschießen das Nachsehen. „Die Schiedsrichter hatten die Spiele größtenteils im Griff. Es gab nur eine Zwei-Minuten-Strafe“, ließ Andreas Dirks wissen. Dieser dankte dem Catering-Team um „Olli“ Friedrich. „Über den Modus werden wir noch einmal nachdenken“, versprach Andreas Dirks. Bei der angestrebten Zahl von zehn Teams seien zwei Fünfergruppen in der Vorrunde vorprogrammiert. Für den siegreichen FC Hansa liefen Yannick Sachau, Jendrik Seebeck, Felix Hoppe, Sebastian Meyer, Chris Ziegenbein, Phillip Barnat, Emil Tepper, Alessandro Kray und Malte Schulze auf.

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