Ortsrat Neuenkirchen Boulebahnen auf Tennisplatz

Ein verwaister Tennisplatz in Neuenkirchen soll in einen Bouleanlage umgewandelt werden. Diesen Vorschlag hat der Ortsrat jetzt gemacht.
22.06.2022, 16:14
Lesedauer: 2 Min
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Boulebahnen auf Tennisplatz
Von Gabriela Keller

In Neuenkirchen soll eine Bouleanlage mit zwei Bahnen gebaut werden. Der Ortsrat hatte einen Standort hinter dem ehemaligen Rathaus an der Landstraße vorgeschlagen. Für eine Genehmigung des Projektes hätten direkt betroffene Anwohner zustimmen müssen, einer legte sein Veto ein. In der jüngsten Ortsratsitzung ging es jetzt darum, einen neuen Standort zu finden.

Die Schwaneweder Gemeindeverwaltung hatte drei Alternativen vorgeschlagen. Alle liegen an der Schulstraße, wo sich auch Sportplätze und ein Freibad befinden. Der Flächennutzungsplan sieht laut Verwaltung für die infrage kommenden Grundstücke "öffentliche Grünfläche mit Zweckbestimmung Sportplatz" vor. "Eine Boulebahn würde dieser Festsetzung im Wesentlichen entsprechen", erfuhr der Ortsrat.

Zur Wahl standen ein Platz auf der Tennisanlage des TSV Neuenkirchen, der derzeit nicht bespielt wird (Standort 1), eine von der Gemeinde gepachtete Fläche nördlich oder südlich des Bolzplatzes an der Schulstraße (Standort 2) und ein direkt an die Schulstraße angrenzendes gemeindeeigenes Grundstück (Standort 3).

Einstimmiges Votum

Der Ortsrat sprach sich einstimmig für den nicht-genutzten Tennisplatz aus. Eine schon vorhandene Sportfläche könnte hier umgenutzt werden, es müsste nicht wie bei den zwei anderen Standorten eine zusätzliche Fläche in Anspruch genommen werden, hieß es. "Auf dem nicht-bespielten Tennisplatz wären die Boulebahnen richtig gut platziert", meint Ortsbürgermeister Frank Schneider. Mit den vorhandenen Sportanlagen könnte an der Schulstraße ein erweitertes Sportangebot für die Ortschaft gebündelt werden. Die Gemeindeverwaltung soll jetzt Gespräche mit dem TSV Neuenkirchen führen.

Gegen die Standorte 2 und 3 sprach aus Sicht des Ortsrates die größere Nähe zur Wohnbebauung an der Schulstraße. Für die gemeindeeigene Fläche direkt an der Straße sah der Ortsrat laut Schneider zudem mögliche Konflikte mit einer Parkplatz-Fläche, die im südlichen Bereich des Grundstücks entstehen soll.

Der Ortsrat beschäftigte sich auch mit dem Thema Mobilfunk. In der Gemeinde Schwanewede gibt es noch einige Gebiete mit schlechtem Empfang, so genannte "weiße Flecken". Abhilfe schaffen soll ein rund 53 Meter hoher Mobilfunkmast, den ein Unternehmen auf einem gemeindeeigenen Flurstück an der Rader Straße zwischen Neuenkirchen und Rade errichten will. Der Mast soll von verschiedenen Mobilfunknetz-Betreibern genutzt werden. Der Ortsrat nahm die Anfrage zur Kenntnis. "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge", so der Ortsbürgermeister. Einerseits sei man froh, dass die weißen Flecken abgedeckt werden sollen. Andererseits: Ein 53 Meter hoher Mast inmitten der flachen Landschaft – "das ist optisch nicht so schön."

Geplante Wohnbebauung

Neuenkirchen will wachsen. Südlich der Steinbergstraße ist ein neues Wohngebiet geplant. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Gemeinde soll die erforderlichen Bauland-Flächen ankaufen. Der Ortsrat wollte von der Verwaltung wissen, wie es mit den Planungen vorangeht. Und erfuhr, dass die Gemeinde mit einem der Grundstückseigentümer noch verhandelt. Erste Fachgutachten und Unterlagen für die Bauleitplanung seien vorbereitet. In einem nächsten Schritt werde ein Vorentwurf für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vorbereitet.

Auch die Kita-Platzsituation in Neuenkirchen war Thema im Ortsrat. Wie berichtet, werden nach derzeitigem Stand zum kommenden Kita-Jahr 25 Betreuungsplätze vor Ort fehlen. Deshalb will die Gemeinde nach den Sommerferien als Übergangslösung Container für zwei Gruppen an der Ecke Reiterschanze/Heidstraße aufstellen, befristet für zwei Jahre. Die Ausschreibung für die Container laufe, teilte Andreas Wellborg von der Gemeindeverwaltung im Ortsrat mit.

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