Kreisklasse-Trainer im Interview Marcel Kroll: „Das ist eine Familie“

Marcel Kroll ist selbst überrascht: Sein TSV Meyenburg hat die Aufstiegseuphorie einfach mitgenommen und spielte bis zur Saisonunterbrechung als Tabellenvierter eine überragende Rolle in der 1.Kreisklasse.
25.03.2021, 08:20
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Marcel Kroll: „Das ist eine Familie“
Von Tobias Dohr
Herr Kroll, als Aufsteiger hat ihre Mannschaft die Liga im Sturm erobert und sechs von sieben Spielen gewonnen. Wie bewerten Sie rückblickend den Saisonstart?

Marcel Kroll: Natürlich sehr, sehr positiv. Ich persönlich hätte niemals erwartet, dass wir in der neuen Spielklasse so weit oben stehen. Eigentlich war mein Ziel der Klassenerhalt.

Dieses Ziel wurde wahrscheinlich mittlerweile korrigiert, oder?

(lacht). Ich bleibe bei meinem Ziel, aber die Jungs sind so euphorisch und ehrgeizig und wollen mittlerweile den Aufstieg. Da will ich sie auch gar nicht bremsen.

Was sind denn die Gründe für den Höhenflug?

Zuallererst der krasse Zusammenhalt. Das ist keine Mannschaft, sondern eine Familie. Auch im Trainerteam passt es, vom Vorstand und Friedo Hülsenberg werden wir ebenfalls toll unterstützt. Dank des Auftaktsieges gegen Scharmbeckstotel konnten wir außerdem die Euphorie aus der Aufstiegssaison mitnehmen, zudem haben wir uns vor der Spielzeit gut verstärkt. Auf dem Platz hilft uns dabei unsere extreme Konditionsstärke. Wir haben einige Spiele kurz vor Schluss noch gewonnen. Wenn andere Teams ab der 80. Minute einbrechen, können wir nochmal richtig marschieren.

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Zu den angesprochenen Verstärkungen zählt sicherlich auch Toptorjäger Paul Lukas Ladewig, der bereits zehn Tore erzielen konnte.

Auf jeden Fall. Was der mit seinen 19 Jahren reißt, ist einfach unglaublich. Er geht in jedem Spiel und Training voran, ist trotz seines Alters ein echter Leader und reißt die Jungs immer mit. Ihn sollte man auf dem Zettel haben, in Zukunft wird er sicherlich noch für höhere Aufgaben berufen sein.

Gibt es denn bei all den Erfolgserlebnissen überhaupt noch Verbesserungspotential?

Ein Manko wäre vielleicht die Unruhe, die manchmal auf dem Platz herrscht. Auch wenn es alles keine schlimmen Sachen waren, haben wir zu viele Karten kassiert und stehen auf dem letzten Platz der Fairplay-Tabelle. Bei Fehlentscheidungen gegen uns haben wir schon einige Hitzköpfe dabei, daran werden wir noch arbeiten (lacht).

Apropos arbeiten: Wie bereitet sich das Team auf einen möglichen Restart vor?

Ich habe einen teaminternen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem die Jungs in Gruppen gegeneinander antreten und eine bestimmte Anzahl an Kilometern pro Woche laufen müssen. An Kondition und Kraft wird es uns also auch beim Wiederbeginn nicht mangeln.

Das Interview führte Jan-Henrik Gantzkow

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Marcel Kroll

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