Handball-Verbandsliga männliche B-Jugend

Orkan „Henning“ in der „Schwäne“-Kabine

Der Orkan „Sabine“ war nichts gegen die Pausenansprache, die Henning Schomann an seine Spieler von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen im Spiel der Handball-Verbandsliga der männlichen B-Jugend hielt.
10.02.2020, 15:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Schwanewede. Der Orkan „Sabine“ war nichts gegen die Pausenansprache, die Henning Schomann an seine Spieler von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen im Spiel der Handball-Verbandsliga der männlichen B-Jugend hielt. Die hatten beim OHV Aurich eine dermaßen katastrophale Leistung abgeliefert, dass sie nach dem Ablauf der ersten 25 Spielminuten mit 10:17 in Rückstand lagen.

Schomanns stimmgewaltiger Gegenwind half, denn danach kämpften sich die „Schwäne“ bis auf ein Tor an die Ostfriesen heran. Trotzdem zogen sie am Ende mit 23:25 den Kürzeren. „Für die zweite Hälfte zolle ich meiner Mannschaft Respekt, leider gab es von dieser Leistung bislang zu wenig“, blickte der HSG-Trainer mit gemischten Gefühlen auf die Partie und den bisherigen Saisonverlauf. Denn der zweite Durchgang hatte eindrucksvoll gezeigt, was sein Team eigentlich zu leisten imstande ist.

Aurich rangiert nämlich mit 8:2 Punkten an der Tabellenspitze, die HSG Schwanewede/Neuenkirchen dagegen mit enttäuschenden 2:6 Zählern nur auf dem vierten Rang. Im ersten Durchgang spielten die Gäste in Aurich außer Rand und Band. „Jeder hat für sich gespielt“, beklagte sich Henning Schomann, "anstatt eine kompakte, tiefe Deckung zu stellen, wurde permanent offen verteidigt.“

Dadurch hatten die Gäste bei den Zweikämpfen in der Abwehr meist das Nachsehen. Ihrem Angriff mangelte es wiederum an Tempo, sodass sie sich in der Auricher Deckung festspielten. Der OHV nutzte das, um sich nach dem 5:5-Ausgleich über eine 7:5-Führung bis zum Seitenwechsel auf sieben Tore abzusetzen.

Nachdem Schomann die „Schwäne“ nach seinem Donnerwetter alleine in der Kabine zurückgelassen hatte, präsentierten sie sich im zweiten Durchgang in der Deckung deutlich bissiger und holten Tor um Tor auf. Beim 22:23 von Daniel Paltinat waren sie auf Tuchfühlung (48.), nach dem 23:24 von Paul Ellmers kamen die Gäste 55 Sekunden vor Schluss das nächste Mal zu einem hoffnungsvollen Ballgewinn.

25 Zeigerstriche vor Ultimo griff Henning Schomann zur Auszeit, danach waren die Gäste zu ungeduldig. Sie schlossen zu früh und vor allem unvorbereitet ab, der Konter landete zum 23:25-Endstand in ihrem Netz. „Durch die erste Halbzeit und die letzte Minute war die Niederlage leider verdient“, stellte der HSG-Trainer fest.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Koppenstein, Schröder; Winter (8/2), Wendte (3), Luhrmann (1), Paltinat (2), Müller, Ellmers (6), Winkel (1), Keller (1), Meinhold (1).

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