Ortsrat Meyenburg Gegen neues Baugebiet am Brandberg

In zwei Fällen hat sich der Ortsrat Meyenburg jetzt gegen Bauanträge gewandt. Das betrifft einen Bereich an der Straße Quavendamm und ein Areal nordwestlich der Straße Brandberg.
05.11.2020, 06:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Meyenburg. Der Ortsrat Meyenburg hat in seiner jüngsten Sitzung zwei Anträge von Bürgern für die Ausweisung von Bauland abgelehnt. Im Bereich der Straße Quavendamm plante ein Antragsteller auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche eine einzeilige Wohnbebauung. Der Ortsrat hatte Bedenken, weil das Areal im Wasserschutzgebiet „Düngel“ und im Landschaftsschutzgebiet „Schmidts Kiefern und Heidhof“ liegt. Die Kommunalpolitiker sprachen sich außerdem gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes im Bereich nordwestlich der Straße Brandberg aus. Der Antragsteller wollte dort auf drei Flurstücken Platz für Häuser schaffen. Das Gebiet liegt im Außenbereich der Ortschaft, der nach dem Willen des Ortsrates möglichst von einer Bebauung freigehalten werden soll.

In einem weiteren Antrag hatte sich der Ortsrat mit einer 96 Quadratmeter großen Fotovoltaikanlage an der Siedscheljer Heide zu beschäftigen, die dort eigentlich nicht stehen dürfte. Ein Bürger hat sie vor einiger Zeit wie berichtet hinter seinem Wohngrundstück auf einer Freifläche im Außenbereich gebaut – ohne die erforderliche Genehmigung des Landkreises. Das Bauordnungsamt des Kreises ordnete den Abbau an, der Bürger legte Widerspruch ein. Für eine Fotovoltaikanlage im Außenbereich wäre die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig gewesen. Jetzt hat der Bürger dafür den Antrag gestellt. Der Ortsrat will prüfen lassen, ob es möglich ist, den B-Plan so aufzustellen, dass Möglichkeiten für eine Erweiterung der Fotovoltaik-Fläche oder für eine andere Form der Bebauung auf dem Flurstück ausgeschlossen werden.

Nach wie vor offen ist, wo das geplante neue Feuerwehr-Gerätehaus in Meyenburg entstehen soll. Zuletzt hatte der Ortsrat im Oktober 2019 empfohlen, drei mögliche Standorte zu prüfen: gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus, auf einer Fläche zwischen Dorfgemeinschaftshaus und dem Sitz des Wasser- und Abwasserverbandes Osterholz oder am Ortseingang gegenüber der Grundschule. Dann kam Corona. Erst jetzt konnte der Ortsrat wieder tagen. Inzwischen, so teilte Gemeinde-Brandmeister Kai Teckentrup im Ortsrat mit, liegt der Entwurf eines Feuerwehr-Bedarfsplans für die Gemeinde Schwanewede vor. Die klare Tendenz sei, den Feuerwehr-Standort Meyenburg zu erhalten und ihn größer aufzustellen, erfuhren die Kommunalpolitiker. Sie erneuerten ihren Prüfauftrag vom Oktober.

Im Ortsrat ging es auch um die Zukunft der Grundschule, die Ganztagsschule werden soll. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Ratsfraktionen beschäftigt sich seit Längerem mit dem Thema. Ob gebundene oder offene Ganztagsschule, ob Um- oder Neubau – noch ist laut Ortsbürgermeister Dominik Schmengler nichts entschieden. „Tendenziell geht es in Richtung Neubau.“ Überlegt werde jetzt, den künftigen Raumbedarf der Schule zu ermitteln und zusammen mit einem Architekten ein Gebäudekonzept zu entwickeln.

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