Ortsrat Schwanewede Ortsrat stellt Weichen für Kita-Bau

Auf dem ehemaligen Offiziersheim-Gelände in Schwanewede soll eine Kindertagesstätte gebaut werden. Der Ortsrat hat sich einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ausgesprochen.
29.03.2019, 17:50
Lesedauer: 3 Min
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Von Gabriela Keller

Schwanewede. Der Ortsrat Schwanewede hat eine erste Weiche für den geplanten Bau einer Kindertagesstätte auf dem Gelände der ehemaligen Offiziersheimgesellschaft (OHG) gestellt. Für einen Teilbereich des insgesamt 3,7 Hektar großen Geländes soll der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden, so der einstimmige Beschluss. Auf einem nordwestlichen, an die Hospitalstraße grenzenden Areal soll auf einer Fläche von rund 5500 Quadratmetern eine Kindertagesstätte errichtet werden. Die Gemeinde will das OHG-Gelände bekanntlich kaufen, ein Vertragsentwurf liegt vor.

Dass die Straße Damm umgestaltet werden muss, darin sind sich alle Fraktionen im Ortsrat einig. Verkehrsberuhigung, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, auch ausreichend Parkmöglichkeiten – in einem noch zu entwickelnden Gesamtkonzept soll alles unter einen Hut gebracht werden. Ein Planungsbüro soll dazu einen Entwurf erstellen. Allerdings erst Mitte 2020, so hat der Ortsrat jetzt einstimmig beschlossen. Dann soll im neuen Haushalt das nötige Geld für eine Entwurfsplanung bereitstehen, das es im Doppelhaushalt 2018/19 noch nicht gibt.

Neben dem Damm vom Molkereiweg bis zum Kreisel am Koppelsberg sollen die Fachleute auch die Straße Heidkamp unter die Lupe nehmen, so sieht der Beschluss des Ortsrates vor. Er greift damit einen Vorschlag aus dem Planungsausschuss auf. „Auch am Heidkamp ist es für Fußgänger und Radfahrer ziemlich eng. Da ist es sinnvoll, wenn sich das Fachbüro diesen Bereich gleich mit ansieht“, meint Ortsbürgermeister Martin Grasekamp. Priorität bei der Umsetzung, darin sei sich der Ortsrat aber einig, habe der Damm – und hier als erstes der Abschnitt vom Molkereiweg und zur Einmündung Eggestedter Straße an der Kirche.

Dem Ortsrat lagen zwei Anträge zur Aufstellung von Bebauungsplänen vor. Im Bereich Meyenburger Straße/Flachsbergweg will ein Grundstückseigentümer aus zwei Ackerflächen Bauland für mehrere Wohnhäuser machen. „Das ist eine klassische Außenlage, der Ortsrat hat in solchen Fällen eine Bebauung bislang immer abgelehnt“, so Grasekamp. Andererseits: „Eine Bebauung an dieser Stelle würde einen erwünschten Lückenschluss zu Metjensande herstellen.“ Grasekamps Vorschlag, die Entscheidung über den Antrag aufzuschieben, stimmte der Ortsrat zu. Zunächst soll die Verwaltung eine Bestandsaufnahme für die gesamte Ortschaft Schwanewede machen: Wo sind noch bebaubare Flächen vorhanden, gibt es freie Bauplätze in bestehenden Baugebieten, wie viele Anfragen von Bürgern nach Baugrundstücken gab es in den vergangenen zwei Jahren bei der Gemeinde? Grasekamp geht davon aus, dass die Verwaltung den Kommunalpolitikern im Herbst die Antworten vorlegt.

Einen Antrag für die Aufstellung eines Bebauungsplanes im Bereich Holzweg hat der Ortsrat an die Verwaltung zurückverwiesen. Den Politikern war nicht klar, was der Antragsteller eigentlich plant. Auch die Verwaltung konnte kein Licht ins Dunkel bringen. „Grundsätzlich können wir uns dort eine planerische Regelung vorstellen, aber dazu müssen wir wissen, was der Antragsteller konkret beabsichtigt“, so der Ortsbürgermeister.

Diese Frage stellte sich bei einem anderen Antrag nicht. Direkt im Zentrum von Schwanewede, auf dem Gelände der ehemalige Hofstelle Sonnenburg zwischen den Straßen Am Markt und Eichengrund, sind Neubauten geplant. Das vorhandene Gebäude der früheren Hofstelle soll abgerissen werden, um Platz zu machen für mehrgeschossige Wohn- und Geschäftsgebäude. Dazu müsste der Bebauungsplan, der hier bislang allgemeines Wohngebiet vorsieht, geändert werden. Die Kommunalpolitiker sahen kein Hindernis, fügt sich das Vorhaben doch in die Pläne der Gemeinde für eine verdichtete Bebauung im Ortskern. Ihr einstimmiges Votum versahen sie aber mit einem Zusatz: vorhandene und laut gültigem Bebauungsplan zu erhaltende Bäume sollen auch bei der neuen Bebauung stehen bleiben.

Ein Thema im Ortsrat war die Gestaltung des Weihnachtsmarktes. Die Fraktionen haben einstimmig beschlossen, dass die Straße Zum Marktplatz in den Budenzauber einbezogen und dafür gesperrt wird. Für Lichterketten zur Illumination der Bäume auf dem Marktplatz stellt der Ortsrat 2000 Euro bereit. Das auf Weihnachtsbeleuchtung spezialisierte Unternehmen „Jelitto Star“ aus Beckedorf soll zudem Vorschläge für eine Erweiterung des Lichterzaubers machen.

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