Einsatz gegen Sprengstoffring Razzia in Schwanewede

Bei der Razzia gegen einen Sprengstoffring hat es am Dienstag Durchsuchungen in neun Bundesländern, in Litauen und Kroatien gegeben. Einer der Verdächtigen lebt offenbar in Schwanewede.
21.08.2019, 15:24
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Gabriela Keller

Bei der groß angelegten Razzia am Dienstag gegen einen im Internet aktiven kriminellen Sprengstoff- und Drogenring ist auch ein Objekt in der Gemeinde Schwanewede durchsucht worden. Das hat die Staatsanwalt Göttingen gegenüber der NORDDEUTSCHEN bestätigt. Wie berichtet, haben die Polizei Göttingen und die Zentralstelle Cybercrime der Staatsanwaltsschaft Göttingen bei einer Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsaktion in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien eine öffentliche zugängliche Internet-Plattform lahmgelegt, auf der Sprengstoffe und Drogen gehandelt sowie Anleitungen zum Bombenbau ausgetauscht wurden.

Unter den 22 Verdächtigen, deren Häuser und Wohnungen durchsucht wurden, sind auch drei Forum-Nutzer aus Niedersachsen. Einer von ihnen lebt in der Gemeinde Schwanewede. „Es gibt einen Beschuldigten in Schwanewede, der vernommen wurde“, sagte der Göttinger Oberstaatsanwalt Andreas Buick am Mittwoch der NORDDEUTSCHEN. Bei der Durchsuchung des Wohnsitzes des Verdächtigen seien „mehrere Gegenstände“ beschlagnahmt worden. Näheres könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

In einer Schwaneweder Facebook-Gruppe kursierten am Dienstag Berichte über ein Großaufgebot von Polizeikräften mit Mannschaftswagen in Meyenburg. In einem Post war zudem die Rede davon, dass auf einem Feld zwischen den Straßen Schafkoben und Grafe eine Granate gesichert gesprengt worden sein soll.

Der Meyenburger Ortsbürgermeister Dominik Schmengler war am Dienstagmorgen gegen 7.20 Uhr auf dem Weg zur Arbeit. „Da standen am Mühlengrund mehrere Mannschaftswagen der Polizei. Ich dachte, die drehen da vielleicht wieder mal einen 'Tatort'. Was tatsächlich dahinter steckt, weiß ich aber nicht“, schilderte er der NORDDEUTSCHEN. Ortsbrandmeister Sebastian Witte berichtete : „Ich bin gegen 9 Uhr am Mühlengrund vorbeigefahren. Da standen viele Polizeiautos, das war ein richtig großes Aufgebot.“

Auf Nachfrage, ob Meyenburg Einsatzort der Razzia in der Gemeinde Schwanewede war, wollten weder die Pressestelle der Polizeidirektion Göttingen noch die Staatsanwalt Göttingen nähere Angaben machen. Zu der angeblichen Sprengung im Zuge der Durchsuchung in Schwanewede meinte Oberstaatsanwalt Andreas Buick: „Eine Sprengung kann ich nicht bestätigen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+