Revierförsterei Heidhof Grundschüler pflanzen Obstbäume

39 Obstbäume haben Grundschüler aus Heilshorn in der Revierförsterei Heidhof gepflanzt. Mit der Aktion hat das zuständige Forstamt ein neues Projekt gestartet.
22.12.2020, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Brundorf. 39 Obstbäume haben Grundschüler aus Heilshorn in der Revierförsterei Heidhof gepflanzt. Mit der Aktion hat das zuständige Forstamt Harsefeld der Niedersächsischen Landesforsten ein neues Projekt gestartet. An ausgewählten Hauptwegen werden dabei Streuobstwiesen angelegt.

Die ersten Obstbäume haben jetzt 29 Viertklässler aus Heilshorn entlang des Waldweges in der Verlängerung des Forstwegs Richtung Garlstedter Kirchweg in die Erde gebracht. Unter Anleitung von Revierförster Heiko Ehing und weiteren Harsefelder Forstleuten wurden die Bäume eingebuddelt und mit einem Schutz gegen Verbiss von Rehen und Dammwild versehen.

„Wenn ihr mit euren Eltern hier künftig spazieren geht, könnt ihr die Bäume wachsen und blühen sehen und im Herbst vielleicht schon den einen oder anderen Apfel von eurem gepflanzten Baum pflücken“, erklärte Heiko Ehing den Grundschülern.

Hauke Klattenberg ist Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Harsefeld. „Streuobstwiesen sind alte Kulturgüter, die jedoch immer seltener zu finden sind. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für viele, auch besonders bedrohte Tierarten. Aus diesem Grund möchten wir verstärkt wegebegleitende Streuobstwiesen an einigen Hauptwegen anlegen“, erläutert er den Hintergrund des Projektes.

An ausgewählten Standorten werden die Obstbäume dabei nicht als klassische Allee, sondern in Gruppen gepflanzt, jeweils fünf bis zehn Bäume im Abstand von etwa 200 Metern. „Bei der Auswahl der Sorten greifen wir auf alte Obstgehölze und Wildobstgewächse zurück, die für das Land Niedersachsen oder für die hiesige Region typisch sind“, sagt Hauke Klattenberg.

Ortsansässige Bürger haben ab dem kommenden Jahr die Möglichkeit, Obstbaum-Pate zu werden. „Sie können so selber an der Gestaltung der Streuobstwiese mitwirken und das anfallende Obst ernten“, heißt es vonseiten der Niedersächsischen Landesforsten. Eine Patenschaft kann für einen Baum oder auch für mehrere Bäume – maximal vier – übernommen werden. Sie dauert zehn Jahre und kann um weitere zehn Jahre verlängert werden.

Der Pate zahlt dabei für einen Baum 25 Euro pro Jahr oder für zwei bis vier Bäume zehn Euro pro Baum und Jahr. Über den Betrag werden ein einmaliger Kurs zum Obstbaumschnitt und zur Obstbaumpflege, ein Namensschild und eine Risikorücklage für einen eventuellen Ausfall der Bäume finanziert. Sollten am Ende des Jahres Überschüsse bleiben, werden sie nach Angaben der Landesforsten in die weitere Gestaltung der Waldränder investiert.

Wer an einer Patenschaft interessiert ist, kann sich an Hauke Klattenberg im Forstamt Harsefeld wenden, per E-Mail (Hauke.Klattenberg@nfa-harsefld.niedersachsen.de) oder unter der Mobilnummer 01 71 - 118 58 12

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