Handball-Oberliga „Schwäne“ wollen den Trend bestätigen

Doch der in der Oberliga wartende Derby-Gegner HC Bremen ist am Jacobsberg noch ungeschlagen
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Von Olaf Kowalzik und Klaus Grunewald

Schwanewede/Grambke. Schwere Auswärtsaufgaben in der näheren Umgebung stehen für die beiden überregional spielenden Männermannschaften der Handball-Spielgemeinschaft Schwanewede/Neuenkirchen am Wochenende auf dem Programm. Die Erste der „Schwäne“ tritt in der Oberliga Nordsee beim Tabellenfünften HC Bremen an, die Zweite steht in der Landesliga dem Tabellenzweiten SG Arbergen-Mahndorf gegenüber. Weiter reisen muss der SV Grambke-Oslebshausen, der seine Visitenkarte beim ungeschlagenen Landesliga-Dritten HSG Bützfleth/Drochtersen abgibt.

HC Bremen – HSG Schwanewede/Neuenkirchen I: Die „Schwäne“ betreten ein schwieriges Pflaster, denn der gastgebende Fünftplatzierte ist in dieser Saison am Jakobsberg noch ungeschlagen. „Das Spiel hat einen Derbycharakter, da sind besondere Emotionen und Leidenschaft drin“, meint HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz. Seine Mannschaft will die bislang gute Punktspielform mit einer Ausbeute von 8:2 Zählern bestätigen und alles in das Spiel investieren, um sich die Chance auf die Punkte zu erarbeiten.

Personell könnte es bei den „Schwänen“ besser sein, da Torben Lemke (Bauchmuskelprobleme) und Niels Huckschlag (Schulterbeschwerden) angeschlagen in die Partie gehen werden. Außerdem ist das Knie von Marco Wilhelms instabil, sodass bei ihm geprüft werden muss, ob er überhaupt mit auflaufen kann. „Ein Ausfall von ihm täte uns richtig weh“, sagt Szwalkiewicz. Außerdem konnte Roberto Cagliani beruflich bedingt nicht trainieren, Niklas Mechau ist auf Montage. Dafür ist Kreisläufer Fabian Hartwich nach dem Ablauf seiner Sperre wieder dabei. Beim zuletzt dreimal siegreichen HC Bremen hat sich der starke Mittelangreifer und Spielertrainer Marten Franke vor zwei Wochen einen Innenbandanriss am Knie zugezogen, mit dem er „wohl einige Zeit raus sein werde“, wie der HC-Spielertrainer verrät. „Der HC hat eine sehr eingespielte Truppe mit individuell hoch ausgebildeten Spielern, die auch noch Tempohandball beherrschen“, unterschätzt „Andi“ Szwalkiewicz aber auch den Rest des Gegners nicht.

Sonnabend, 19 Uhr, Jakobsberg

HSG Bützfleth/Drochtersen – SV Grambke-Oslebshausen: Der SVGO geht ohne Alternative auf Halblinks ins Gastspiel beim Tabellensechsten HSG Bützfleth/Drochtersen. Da bei den Gelb-Blauen Felix Hinrichs aufgrund einer Finger-Operation einige Zeit ausfallen wird und auch Björn Bischof familienbedingt nicht mitfahren kann, steht ihnen auf der Königsposition nur noch Philip Schmidt zur Verfügung. Für den SVGO-Trainer Marcel Hägermann ist das eine schwierige Situation, da Bischof zuletzt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die treibende Kraft des Tabellendrittletzten war. „Dann muss jetzt eben Philip Schmidt abliefern“, sagt der SVGO-Coach. Dessen Kader umfasst im Landkreis Stade vermutlich nur elf Spieler, da sich auch noch sein Schlussmann Michael Mulinski im Training das Knie verdreht hatte und deshalb ins Krankenhaus gefahren werden musste. Offenbar ist aber nichts gerissen, eine MRT-Untersuchung muss weitere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung ergeben. „In Bützfleth wird es für uns eine harte Nummer, da die HSG in diesem Jahr noch besser als im Vorjahr ist. Und heimstark sowieso“, meint Marcel Hägermann. “

Sonntag, 17 Uhr, Am Schwimmbad 1

SG Arbergen-Mahndorf – HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Knapp drei Wochen nach der 27:33-Niederlage gegen den Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg messen sich die „Schwäne“ erneut mit einem Liga-Neuling. Wobei die SG Arbergen-Mahndorf bislang mindestens ebenso spielstark auftritt wie die Mannschaft aus der Gemeinde Ganderkesee. Die Spielgemeinschaft ist aus der SG Bremen-Ost hervorgegangen und betrachtet die Landesliga nach den Worten von HSG-Coach Marko Koß als Durchgangsstation. Dagegen backen die „Schwäne“ kleinere Brötchen. Sie kämpfen auch in dieser Saison um den Klassenerhalt.

Wie unterschiedlich die Ausgangspositionen die beiden Kontrahenten sind, zeigt die Tabelle: Während die gastgebende SG Arbergen-Mahndorf mit 8:2 Punkten auf Tabellenplatz zwei verweilt, nimmt die HSG-Reserve mit 2:8 Punkten den vorletzten Rang ein. Gleichwohl hofft Koß, Sonnabend wenigstens einen Punkt aus der Bezirkssporthalle Hemelingen mitnehmen zu können. Auch wenn er wahrscheinlich nicht mit komplettem Kader von 14 Spielern anreisen kann. Mit Niko Wachowiak hat Koß übrigens einen Co-Trainer erhalten, der vor gut zwei Jahren noch die Schwaneweder Landesliga-Frauen coachte und anschließend in der Landesklasse die Männermannschaft der HSG Lesum/St. Magnus, die sich inzwischen aufgelöst hat.

Sonnabend, 19.30 Uhr, BSA Hemelingen

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