Bebauung in Schwanewede Entwurf für alte Hofstelle Sonnenburg

Auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Sonnenburg im Zentrum von Schwanewede sollen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden.
22.08.2020, 05:39
Lesedauer: 3 Min
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Von Gabriela Keller

Schwanewede. Auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Sonnenburg im Zentrum von Schwanewede sollen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden. Im Auftrag der Gemeinde hat das Fachbüro Instara jetzt einen Planentwurf ausgearbeitet, der am 1. September dem Ortsrat Schanewede zur Beratung vorgelegt wird.

Es geht um ein 0,7 Hektar großes Areal. Südlich der Straße Eichengrund gelegen, grenzt es an die Straßen Am Markt und Sophie-Scholl-Straße. Der private Grundstückseigentümer will einen Teil der Fläche für Wohnen und kleinteiliges Gewerbe bebauen lassen. Der jetzt vorliegende Planentwurf des Fachbüros Instara sieht für den östlichen Teil des Geländes ein allgemeines Wohngebiet mit zwei mehrgeschossigen Wohnhäusern vor. Der westliche Teilbereich soll als urbanes Gebiet ausgewiesen werden, für Wohnen, nicht-störendes Gewerbe wie Bäcker, Café oder Friseur sowie soziale und kulturelle Einrichtungen. „Ziel der Gemeinde ist es, im Plangebiet sowohl ein sozial wie hinsichtlich der Altersstruktur gemischtes Gebiet zu schaffen“, heißt es im Entwurf. Alternative und altersgerechte Wohnformen sollen hier möglich sein. Auch der Bau einer Tiefgarage ist angedacht.

Für das allgemeine Wohngebiet sieht der Plan eine zweigeschossige Bauweise bis zu einer Höhe von 12,50 Meter vor, für das urbane Gebiet eine dreigeschossige Bebauung mit maximal 15,50 Meter. 40 Prozent der Grundstücksfläche dürfen im allgemeinen Wohngebiet bebaut werden, im urbanen Gebiet sind es 60 Prozent. Der Grundstückseigentümer hatte mehr überbaubare Fläche beantragt, dagegen waren aber die Mitglieder des Planungsausschusses der Gemeinde. Erschlossen werden soll das Gelände über die Straßen Am Markt und Sophie-Scholl-Straße. Eine Überlastung der Straße Am Markt sei durch die Planung nicht zu erwarten, heißt es in der Begründung zu dem Entwurf.

Die Straße Am Markt grenzt direkt an das künftige neue Quartier, nicht weit entfernt davon verlaufen die Straßen Langenberg und Blumenthaler Straße. Bei der Planung spielte deshalb auch der Verkehrslärm eine Rolle. In einem schalltechnischen Gutachten wurde geprüft, ob Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind. Die Gutachter stellen fest, dass während der Nachtzeiten an einigen Fassadenseiten der geplanten Wohn- und Geschäftshäuser die Werte des zulässigen Lärms erreicht oder überschritten würden. Sie empfehlen, Fenster für schutzbedürftige Räume wie Schlaf- oder Kinderzimmer an den lärmabgewandten Fassaden anzuordnen oder bauliche Schallschutzmaßnahmen vorzunehmen. Lärmschutz sei gegebenenfalls auch entlang der Rampe der Tiefgarage erforderlich.

Für die Bebauung muss Natur weichen, dafür ist ein Ausgleich erforderlich. „Der Wegfall einer Pflanzfläche sowie die Entfernung einiger Bäume auf einer Fläche von 1391 Quadratmetern sind zu kompensieren“, hat die Gemeindeverwaltung errechnet. Den Ausgleich soll der Vorhabenträger vornehmen, die Kommune will das in einem städtebaulichen Vertrag absichern. Sollte der Ortsrat dem Bebauungsplan-Entwurf zustimmen, folgt als nächster Schritt die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger öffentliche Belange.

Starten wird der Ortsrat seine öffentliche Sitzung am 1. September um 18 Uhr mit einer Reihe von Ortsbesichtigungen. Treffpunkt ist im Rathaus. Eine Station ist die Meyenburger Straße / Ecke Vorberg. Eine Bürgerinitiative hat Unterschriften für eine Ampel an dieser Stelle gesammelt, 57 kamen zusammen. Kinder und weitere Verkehrsteilnehmer sollen die Meyenburger Straße hier sicher überqueren können. Bei weiteren Besichtigungen geht es um eine Teilentwidmung der Straßen Kreienmoor und Köhlhorst sowie eine Platane am Hainbuchenring, die gefällt werden soll. Außerdem stehen in der Sitzung die bauliche Entwicklung in der Ortschaft und ein Bebauungsplan für den Bereich zwischen Holzberg und Langenberg auf der Tagesordung.

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