Handball

„Schwäne“ beißen sich durch

Männliche C-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gewinnt Auftaktspiel in der Oberliga-Relegation gegen den TV Schiffdorf mit 23:21
09.09.2020, 15:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik
„Schwäne“ beißen sich durch

Hannes Holthausen traf für die C-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gegen den TV Schiffdorf siebenmal.

OLAF KOWALZIK

Schwanewede. Der männliche Handball-Nachwuchs der HSG Schwanewede/Neuenkirchen machte es zum Auftakt der Relegationsspiele zur Handball-Oberliga spannend. Die B-Jugend verlor gegen den TV Schiffdorf knapp mit 18:20, die männliche C-Jugend triumphierte gegen denselben Klub aus dem Bremerhavener Vorort mit 23:21.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen männliche C-Jugend – TV Schiffdorf 23:21 (10:10): „Schwäne“-Trainer Michael Wallrabe holte nach dem Abpfiff erst einmal tief Luft. „Das war genau der richtige Auftaktgegner mit der richtigen Spielstärke“, meinte er. Dass obendrein auch noch das aus seiner Sicht richtige Ergebnis herauskam, stimmte den HSG-Übungsleiter zusätzlich froh.

Es war bei seinem Team war nämlich beileibe nicht alles Gold, was glänzte. Das war aber auch nach der Corona-Pause und dem typischen Charakter eines Auftaktmatches gar nicht anders zu erwarten gewesen. „Wir waren zwar der Favorit des Spiels, trotzdem wussten wir nicht so recht, wo wir stehen“, erklärte Wallrabe. Hinzu gesellte sich bei den Gastgebern eine große Nervosität, die ihm vieles nicht leichter machte.

Da beruhigte auch der schnelle 3:1-Start binnen zwei Minuten nicht, für dessen Treffer sich Jannes Holthausen, Moritz Helmke und Mio Hohorst verantwortlich zeigten. Technische Fehler und kleine Unaufmerksamkeiten aufseiten der „Schwäne“ ließen diese nach dem 8:5-Vorsprung gar mit 10:11 in Rückstand geraten. Zum Glück hatte sich Torjäger Jacob Dageförde überraschend aus dem mehrwöchigen Krankenlager zurückgemeldet, sodass Michael Wallrabe ab dem 13:13 vermehrt auf die Trumpfkarte der körperlichen Überlegenheit seiner Mannschaft setzen konnte.

„Bei uns passte vieles noch nicht, aber meine Mannschaft hat um jeden Ball gekämpft. Und genau das ist es, was wir brauchen“, lobte der HSG-Trainer. Die „Schwäne“ durften sich trotz des 15:13-Vorsprungs (Jacob Dageförde/Hannes Holthausen) bis zum 21:19 nie sicher fühlen, bis Hannes Holthausen und Arne Thalmann die Zitterpartie mit ihren Toren zum 23:19 endgültig in die richtige Bahnen zugunsten der Gastgeber lenkten. Den „Schwänen“ blüht am kommenden Sonntag um 16 Uhr ein ganz schwerer Gang zum Spitzenreiter JSG Wilhelmshaven (27:21-Erfolg in Hoykenkamp). „Die werden mit ihrer Oberliga-Erfahrung nicht zimperlich mit uns umgehen“, ist Michael Wallrabe überzeugt.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Lukas Helmke, Berger; Holthausen (7), Thalmann (2), Hohorst (2), Marvin Meyer (1), Schulte, Moritz Helmke (6/1), Georgi, Myron Meyer (1), Dageförde (4).

HSG Schwanewede/Neuenkirchen männliche B-Jugend – TV Schiffdorf 18:20 (9:10): Schwanewedes Trainer Eric Müller war von seiner Mannschaft trotz der Niederlage hellauf begeistert. „Wir haben den Gästen eine richtige Abwehrschlacht geboten“, lobte er. Mittendrin stand sein Torwart Ben Lauri Morisse, der die Schiffdorfer mit vielen Paraden fast zur Verzweiflung trieb. „Lauri hatte bestimmt eine Paradenquote von 50 Prozent“, mutmaßte Eric Müller.

Deshalb nahmen die Gastgeber auch nicht, wie im Vorfeld erwartet, die Rolle des Underdogs ein, sondern verlangten den Gästen alles ab. Die „Schwäne“ behielten die Nase nach dem 2:0-Auftakt von Mika Klein und Mathis Winkel (4.) bis zum 8:7 von Torge Baron vorne (21.), danach steckten sie selbst einen 13:17-Rückstand weg (40.). Mathis Winkel (3) und Fabian Thies glichen knapp vier Minuten später zum 17:17 aus. Nach dem 18:19-Anschluss von Nikia Scharnke kassierte die HSG 23 Sekunden vor Schluss den endgültigen K.o. Für die „Schwäne“ geht die Relegation an diesem Freitag gegen die SG Bremen-Ost (20 Uhr, Heisiusstraße) weiter.

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