Neue Häuser in Beckedorf

Start für das barrierefreie Wohngebiet

Die Bauarbeiten für das neue Wohngebiet an der Bahnhofstraße haben begonnen. Auf einem 21 000 Quadratmeter großen Grundstück plant eine Schwaneweder Firma Häuser und Eigentumswohnungen.
18.03.2020, 13:53
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Gabriela Keller
Start für das barrierefreie Wohngebiet

Von Rahden hat mit den Vorbereitungen für den Bau begonnen.

Christian Kosak

Beckedorf. Die Bauarbeiten für das neue Wohngebiet an der Bahnhofstraße haben begonnen. Auf einem 21 000 Quadratmeter großen Grundstück plant die Schwaneweder Firma von Rahden Wohnbau Häuser und Eigentumswohnungen für unterschiedliche Generationen. Im Ortsrat Beckedorf hat das Unternehmen jüngst das Bebauungskonzept für die laut Gerhard von Rahden „erste barrierefreie Wohnsiedlung im Landkreis Osterholz“ vorgestellt.

Gemeinsam mit Tochter Rieke und Sohn Steffen, die beiden im Unternehmen mitarbeiten, präsentierte er den Kommunalpolitikern die Planung. 33 Wohneinheiten – Doppelhaus-Bungalows und Einfamilienhäuser – sollen auf dem Areal entstehen. Für Eigentumswohnungen und nicht-störendes Gewerbe sind Flächen in einem Mischgebiet an der Bahnhofstraße vorgesehen. Als Zielgruppe hat der Investor junge Familien und Menschen ab 50plus im Blick.

„Doppelhaus-Bungalows werden das neue Baugebiet prägen“, erklärte Steffen von Rahden. Neben den Doppelhäusern entstehen Einfamilienhäuser mit wahlweise drei oder vier Zimmern. Die Grundstücksgrößen bewegen sich laut Rieke von Rahden zwischen 340 und 440 Quadratmetern für ein Doppelhaus und 450 bis 600 Quadratmetern für ein Einfamilienhaus. An Wohn- und Nutzfläche stehen nach ihren Angaben 100 bis 130 Quadratmeter zur Verfügung. Ganz barrierefrei werden die Häuser laut Gerhard von Rahden nicht sein. „Vom Wohnzimmer auf die Terrasse wird es eine Schwelle geben.“ Im Ortsrat sprach er denn auch von barrierearmen Gebäuden.

Das Regenwasser auf dem Gelände wird in einem rund 1400 Quadratmeter großen Rückhaltebecken an der Bahnhofstraße gesammelt. Damit das Wasser rasch in das Becken läuft, braucht es laut von Rahden ein geeignetes Gefälle. Das Gelände werde dafür entsprechend angehoben. Die Erschließung sieht neben der Hauptzufahrt von der Bahnhofstraße eine zusätzliche Ringstraße im Baugebiet vor. Nach den Plänen des Investors soll das künftige Wohngebiet bis August dieses Jahres erschlossen sein. Der Endausbau ist für 2023/24 vorgesehen. Der Verkauf der Baugrundstücke soll ab Juli des Jahres starten.

Der Ortsrat beriet in seiner Sitzung über die Verkehrssituation auf der Straße Beckedorfer Feld. Ein Bürger hatte beantragt, den Verkehr zu beschränken. Seine Begründung: Fußgänger und Radfahrer seien durch überholende Autos auf der schmalen Straße gefährdet. Die Straße sollte nur für den landwirtschaftlichen Verkehr und Anlieger freigegeben werden, so der Wunsch des Bürgers.

Die Verwaltung verwies auf die gesetzlichen Vorschriften. Danach dürften Fahrzeuge langsamere Fußgänger und Radfahrer auf der Straße Beckedorfer Feld nicht überholen, weil auf der drei Meter breiten Fahrbahn kein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden könne. Der Ortsrat will dem Durchgangsverkehr deshalb einen Riegel vorschieben. Nur land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sollten die Straße benutzen dürfen, lautete die Empfehlung.

Gedanken hat sich der Ortsrat gemacht, was mit dem Findling passieren soll, der bis vor Kurzem auf der gemeindeeigenen Grünfläche an der Wiesenstraße/Ecke Am Hagen lag. Der Ortsrat ließ ihn dort vor acht Jahren hinlegen, um zu verhindern, dass Autos über den unbefestigten Weg fahren. Der Findling spaltet die Gemüter der Anwohner. Die einen wollen, dass er auf dem Pad bleibt, den anderen ist er buchstäblich im Weg. Der Ortsrat hat jetzt entschieden: Der Findling soll weg, stattdessen soll auf dem Trampelpfad ein Baum als Hindernis für Autofahrer gepflanzt werden.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+