Wechsel im Revier Stühlerücken unter Kiefern

Heiko Ehing ist neuer Leiter der Revierförsterei Heidhof. Sein Nachfolger im Bereich Waldökologie steht auch schon fest: Es ist Hauke Klattenberg.
09.08.2019, 07:00
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Von Christian Valek

Heiko Ehing leitet seit Anfang August die Revierförsterei Heidhof. Er löst damit den inzwischen pensionierten Förster Bernd Wiedenroth ab. An die Stelle von Heiko Ehing wiederum rückt der 25-jährige Hauke Klattenberg als neuer Förster für Waldökologie nach. Ehing hat diese Aufgabe 18 Jahre lang „mit großem Engagement und hoher interner und externer Anerkennung wahrgenommen“, betont der regionale Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten Knut Sierk.

Hauke Klattenberg hat im vergangenen Jahr seine Ausbildung als Förster abgeschlossen. Nach seinem Studium in Göttingen hat er den sogenannten Anwärterdienst im Forstamt Harsefeld absolviert. Als einer der Jahrgangsbesten wurde er nach der Laufbahnprüfung von den Niedersächsischen Landesforsten übernommen und im Forstamt Harsefeld eingesetzt. Dort hat er als „Flexibler Revierleiter“ übergangsweise die Försterei Rüstje geleitet und die Elternzeitvertretung als kommissarischer Leiter des Waldpädagogikzentrums Elbe-Weser übernommen.

Nun freue er sich auf seine neue Aufgabe als Naturschutzförster für die beiden Forstämter Harsefeld und Rotenburg: „Ich habe großen Respekt vor der neuen Aufgabe. Mein Arbeitsbereich umfasst das Gebiet zweier Forstämter, verteilt auf sieben Landkreise“, sagt Klattenberg. „Als Erstes gilt es, mir das nötige Fachwissen anzueignen, damit ich meine Kollegen als kompetenter Berater unterstützen und mich bei den Landkreisen als Fachmann für Waldökologie bei Naturschutzfragen einbringen kann.“

Seine Hauptaufgaben liegen in der Beratung und Unterstützung der niedersächsischen Forstämter und der Revierförstereien in allen Fragen der Waldökologie und des Naturschutzes. „Darüber hinaus möchte ich auch Projekte initiieren, wie die Pflege von Feuchtbiotopen oder die Anlage von Streuobstwiesen“, ergänzt Hauke Klattenberg.

Klattenbergs Vorgänger Heiko Ehing hat es nun mit der Bewirtschaftung von knapp 2000 Hektar Landeswald zu tun. Es geht um die Pflege und Entwicklung von zwei Naturschutzgebieten, die Betreuung des Naturwaldes „Schmidts Kiefern“, die Pflege des Friedwaldes „Bremer Schweiz“ sowie um die Flächenpools „Ehemaliges Panzergleis“ sowie der Sonderfläche für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Ehing stammt aus Schiffdorf im Landkreis Cuxhaven. Der 58-Jährige war in der Zeit von 1987 bis 2001 bereits Leiter der Revierförsterei Garlstedt, die damals reformbedingt aufgelöst wurde und komplett in der Försterei Heidhof aufgegangen ist. Nach seiner Revierleiter-Tätigkeit wurde er Förster für Waldökologie und Naturschutz. Dort habe er sich zu einem Spezialisten für Naturschutzfragen weitergebildet, sagt Knut Sierk. „Obwohl ich die Naturschutzaufgaben leidenschaftlich gern gemacht habe, war irgendwie immer der Gedanke da, wenn die Försterei Heidhof einmal frei wird, werde ich mich darauf bewerben, nur auf diese und auf keine andere“, bemerkt Heiko Ehing im Gespräch mit der Redaktion.

Die Försterei Heidhof besteht zu über 50 Prozent aus Kiefernwäldern. Eine Hauptaufgabe für Ehing ist die Umwandlung der großen Kiefernbestände in standortgerechte Mischwälder. Der Waldumbau auf den zum Großteil armen Standorten mit den Mitteln des naturgemäßen Waldbaus sei heute weit vorangeschritten, teilt das Forstamt mit.

Nun gelte es, das Konzept der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (Löwe) konsequent fortzuführen, damit die Wälder dem Klimawandel besser trotzen können und sicherer gegen die unmittelbare Gefahr von Waldbränden werden. „Außerdem möchte ich mich intensiv ums Klosterholz, die grüne Lunge der Kreisstadt kümmern, da mir der Waldteil sehr am Herzen liegt. Der Wald soll naturnah, verkehrssicher und attraktiv für die Besucher bleiben, aber trotzdem kein Stadtpark werden“, so Ehing.

Der Aufgabenwechsel hat keinen Einfluss auf Ehings Wohnort. Er wohnt weiter mit seiner Familie in der ehemaligen Revierförsterei Garlstedt, mitten in den von ihm zu betreuenden Waldflächen. Dort wird Ehing auch das Büro der Försterei Heidhof einrichten. Erreichbar ist der Förster unter anderem unter der Telefonnummer 0 47 95 / 95 64 00.

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