Handball Oberliga Männer

Szwalkiewicz: Wollen Charakter zeigen

Der Punktspielstart sorgte nicht gerade für Euphorie bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Jetzt gilt es, sich für die Derby-Pleite gegen Habenhausen beim TuS Rotenburg zu rehabilitieren.
12.09.2019, 16:03
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik und Klaus Grunewald
Szwalkiewicz: Wollen Charakter zeigen

Niklas Mechau steht der HSG Schwanewede/Neuenkirchen in Rotenburg wieder zur Verfügung.

OLAF KOWALZIK

Schwanewede/Grambke. Der Punktspielstart sorgte nicht gerade für Euphorie bei den Handball-Männern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen I (22:35 im Oberliga-Derby gegen gegen Habenhausen) und II (19:32 gegen Oyten) sowie beim SV Grambke-Oslebshausen (31:36 gegen Schiffdorf). Nun warten auf den Oberliga-Aufsteiger sowie die beiden Landesligisten am Sonnabend die ersten Auswärtsaufgaben, die auch keinem Spaziergang gleichen dürften.

TuS Rotenburg – HSG Schwanewede/Neuenkirchen I: Den „Schwänen“ steht nach dem verlorenen Heimdebüt gegen den ATSV Habenhausen eine äußerst unbeliebte Auswärtsaufgabe bevor. Sie laufen beim ebenfalls mit einer Niederlage gestarteten TuS Rotenburg auf, in dessen Halle striktes Backeverbot herrscht. Für die Wümmestädter ist das ein glatter Heimvorteil, mit dem sie in der gesamten vergangenen Saison 20 ihrer 22 Pluspunkte vor heimischer Kulisse eingefahren hatten.

„Die haben ihr erstes Spiel auch hoch verloren, da müssen wir uns auf etwas gefasst machen“, betont HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz. Die „Schwäne“ haben ihre Auftaktniederlage aufgearbeitet und viel darüber geredet, nun wollen sich rehabilitieren. „Wir wollen Charakter zeigen und ein gutes Spiel abliefern“, sagt Szwalkiewicz. Er erwartet von seinem Team vor allem eine aggressive Verteidigung. Niklas Mechau ist wieder an Bord, Tizian von Lien (verletzt) und Jannis Molzahn (verhindert) werden fehlen. Der Kreisläufer Fabian Hartwich ist nach seiner blauen Karte gegen Habenhausen für sechs Spiele gesperrt. Der Gastgeber bangt um den Einsatz seines Torjägers Lukas Misere, der sich beim Saisonauftakt in Delmenhorst eine Achillessehnenverletzung im linken Fuß zugezogen hat.

Sonnabend, 19.30 Uhr, Pestalozzi-Schule

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – SV Grambke-Oslebshausen: Der SVGO trifft bei seiner Auswärtspremiere auf einen ihm völlig unbekannten Gegner. Die Oldenburger Landkreisler wurden aus der Weser-Ems-Liga in die „Bremer“ Staffel versetzt. Gegen Ende der vergangenen Saison hatten sie sich mit 13:3 Punkten in Folge aus der Abstiegszone auf den sechsten Rang geworfen. Maßgeblich dazu beigetragen hatte der Einsatz von ehemaligen A-Jugend-Bundesliga-Spielern, von denen noch sieben im aktuellen Aufgebot der Gastgeber stehen.

„Wir wollen uns dort gut verkaufen und dann sehen, wie es läuft“, meint SVGO-Trainer Marcel Hägermann. Die Vorbereitung verlief krankheits- und berufsbedingt nicht optimal, dadurch konnten die Gelb-Blauen die Heimniederlage gegen Schiffdorf auch nicht komplett aufarbeiten. „18 technische Fehler sind einfach zu viel“, blickt Marcel Hägermann zurück, „bei uns greifen aber auch die Automatismen noch nicht alle.“ Er muss gegen die mit einem 24:24 in Bützfleth gestarteten Niedersachsen auf Sebastian Dunker (verletzt) und Nino Feldermann (in Mexiko) verzichten. Philip Schmidt und Pascal Hinrichs sind grippegeplagt.

Sonnabend, 19.15 Uhr, Ammerweg

VfL Fredenbeck III – HSG Schwanewede/Neuenkirchen II: Nach der hohen 19:32-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen den Titelanwärter TV Oyten hängen die Trauben für die HSG auch beim VfL Fredenbeck III ziemlich hoch. Die Landesliga-Mannschaft des Traditionsvereins aus dem Landkreis Stade wird inzwischen in der 13. Saison von dem Trainer-Duo Daniel Stelling/Christoph Böhling betreut, das „mindestens“ den Tabellenrang fünf erreichen will. Und weil man zudem gegen keinen Gegner zweimal verlieren will, setzen die Fredenbecker vor allem auf ihre Heimstärke. Für die „Schwäne“-Reserve also alles andere als rosige Aussichten, zumal sie mit Personalproblemen zu kämpfen hat. Trainer Marko Koß muss jedenfalls nach eigenen Worten damit rechnen, dass Florian Fronz, Alexander Bröhldick, Sönke Becker, Timo Wendland sowie die Torhüter Frederic Humborg und Henrik Schreiner nicht zur Verfügung stehen. Zwischen die Pfosten rückt deshalb der A-Junior Fynn Köster. Auf den der HSG-Coach vertraut. Allerdings macht Koß keinen Hehl daraus, dass sein Team im Rückraum nur „dünn besetzt“ sein wird. In der vergangenen Saison mussten sich die Schwaneweder im Hin- und Rückspiel gegen die Fredenbecker mit 29:31 und 28:30 zweimal nur knapp geschlagen geben.

Sonnabend, 19 Uhr, Geestland-Halle

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