Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

Tim Melzer spuckt in die Hansa-Suppe

Spätestens jetzt weiß auch der letzte Optimist, dass der FC Hansa Schwanewede in dieser Saison gegen den Abstieg kämpfen wird. Der Aufsteiger verlor das so wichtige Kellerduell gegen den TSV Achim mit 1:2.
30.09.2019, 17:53
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Von Karsten Hollmann
Tim Melzer spuckt in die Hansa-Suppe

Sprach von einer unnötigen Niederlage: Hansa-Trainer Mike Schnäckel (im Hintergrund), der das Team dieses Mal ohne seinen Kollegen Andreas Dirks coachte.

Dennis Schott

Schwanewede. „Das war eine sehr unnötige Niederlage“, urteilte Hansa-Coach Mike Schnäckel. Dieser stand alleinverantwortlich an der Linie, da sich sein Trainerkollege Andreas Dirks im Urlaub befand. Die Gastgeber hatten insgesamt mehr vom Spiel und besaßen auch mehr und vor allem größere Möglichkeiten während der gesamten 90 Minuten. Alleine Phillip Barnat hätte den Aufsteiger im ersten Durchgang bei zwei dicken „Ziegen“ in Führung bringen können, wenn nicht sogar müssen. Beide Male setzte der Offensivmann das Spielgerät aus aussichtsreicher Position knapp vorbei. Die Gäste gingen derweil nicht so fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Nach knapp einer halben Stunde vollendete Tim Melzer einen Konter zum überraschenden 1:0. „Mehr haben wir hinten aber auch nicht zugelassen“, versicherte Schnäckel.

Die Platzherren kamen mit viel Schwung aus der Kabine zurück und drängten mit Macht auf den Ausgleich. Dieser glückte dann auch zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite passte Phillip Barnat das Leder zu Daniel Gaese, der zum 1:1 einschoss. „Wir hatten das Spiel im Griff und waren auch drauf und dran, den Spieß komplett umzudrehen“, erklärte Mike Schnäckel. Doch erneut spuckte der nicht mit dem bekannten Fernsehkoch zu verwechselnde Tim Melzer dem Heimteam in die Suppe. Bei diesem Schuss ins kurze Eck zum 2:1 hinterließ FC-Schlussmann Yannick Sachau allerdings nicht den besten Eindruck.

Mike Schnäckel riskierte alles und schickte mit Emil Tepper und Nick Stellmann zwei frische Kräfte für die Offensive auf den Rasen. Zudem stellte der Liganeuling hinten auf eine Dreierkette um. Emil Tepper war auch zweimal frei durch, schob den Ball aber jeweils am Pfosten vorbei (72./80.). Dazwischen testete Alessandro Kray noch die Festigkeit des TSV-Querbalkens. Kurz zuvor war Kevin Müller zudem mit einem Freistoß am gegnerischen Schlussmann gescheitert. „Die Einstellung war trotz der Niederlage aber besser als im Sottrum-Spiel. Wir haben uns bloß nicht für unsere Leistung belohnt“, bilanzierte Mike Schnäckel abschließend.

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