Skateranlage in Neuenkrichen TÜV findet Mängel

Der TÜV hat Sicherheitsmängel an Geräten der Skateranlage in Neuenkirchen festgestellt. Sie können nicht mehr genutzt werden. Nun will die Gemeinde in die Anlage investieren.
13.06.2019, 17:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Ein Bauzaun sperrt die zwei Sportgeräte auf dem Gelände der Skateranlage in Neuenkirchen ab. Die Mini-Halfpipe und die Fun Box auf dem Freizeitgelände sind für die jugendlichen Nutzer derzeit tabu. Die Gemeinde Schwanewede hat die Geräte außer Betrieb genommen. Bei einer Überprüfung hatte der Tüv Nord sicherheitsrelevante Mängel festgestellt. Nun soll Ersatz her. Kosten: 50 000 Euro.

Seit September 2005 betreibt die Gemeinde die Skateranlage gegenüber vom Sportpark Weser-Geest. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung wird sie ganzjährig von zehn bis 20 Jugendlichen genutzt. Fünf Geräte stehen auf dem Gelände, darunter eine Curb genannte Metallstange, an der die Skater mit ihren Boards entlangrutschen, eine Plattform-Bank und ein Picnic Table. Die größten Elemente sind die Mini-Halfpipe und die Fun Box, eine Kombination aus Rampen und Podest. Die Halfpipe steht seit 2014 auf der Anlage. Im Rahmen einer Erweiterung der Freizeitanlage wurde damals auch die alte Fun Box aus Holz erneuert. Die Jugendlichen packten selbst mit an, montierten Metallgestell und Siebdruckplatten.

Nicht nur Witterung und Verschleiß haben den Geräten zwischenzeitlich zugesetzt. Auch durch „Fehlverhalten einzelner Nutzer“ sind laut Gemeindeverwaltung Schäden entstanden. Bei seiner Prüfung am 20. Mai stellte der Tüv gravierende Mängel fest. An der Fun Box sind befahrbare Platten defekt, an der kleinen Seitentreppe hängen Stufen durch. Bei der Halfpipe fielen den Prüfern vorstehende Schrauben und Kanten negativ auf. Die Metallgestelle beider Geräte weisen Korrosionsschäden auf. Das Tüv-Urteil: Halfpipe und Fun Box dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzt werden. Seitdem sind die Geräte gesperrt.

Eine Reparatur lohne sich nicht, ließ die Bauverwaltung den Fachausschuss wissen. Zumal eine Din-Neufassung für Skateranlagen eine sicherheitstechnische Nachrüstung erforderlich machen würde, hieß es. So entspreche das Gelände der Halfpipe nicht mehr dem aktuellen Standard: zu niedrig, außerdem könnte ein Skater zwischen den Stangen mit seinem Kopf steckenbleiben. Die Verwaltung schlägt vor, für 50 000 Euro eine neue Halfpipe und Fun Box anzuschaffen.

Im aktuellen Doppelhaushalt 2018/19 stehen dafür keine Haushaltsmittel bereit. Der Ausschuss hatte zu entscheiden, ob das Geld als außerplanmäßige Ausgabe eingestellt oder erst für den neuen Doppelhaushalt 2020/21 eingeplant werden soll. „In diesem Fall würde die Skateranlage für die Jugendlichen bis etwa Mitte kommenden Jahres nur eingeschränkt nutzbar sein, da die übrigen Skater-Geräte von geringer Anziehungskraft sind“, gab die Bauverwaltung zu bedenken. Der Fachausschuss will den Verwaltungsausschuss entscheiden lassen.

Erneut vertagt hat er eine Entscheidung über Pläne des Kindergartens Beckedorf, in der Einrichtung ein Frühstücksangebot einzuführen und das Mittagessen auf Biokost umzustellen. Schon Mitte Mai stand das Thema auf der Tagesordnung. Damals gab es unter anderem Fragen zu hygienerechtlichen Vorschriften, wenn Kinder – wie es der Kindergarten plant – beim Zubereiten des Frühstücks mithelfen sollen. Unter welchen Voraussetzungen Hygienevorschriften der Gemeinschaftsverpflegung die Mitwirkung von Kindern bei der Speisenzubereitung erlauben, hatte die Verwaltung für die aktuelle Sitzung zusammengestellt.

Dort brachte die CDU-Fraktion mit zwei Anträgen, die einstimmig angenommen wurden, weitere Prüfaufträge ein. Für das Frühstücksangebot soll geklärt werden: Müssen alle Kindergarten-Mitarbeiter Hygieneschulungen absolvieren? Wie werden Nahrungsmittelunverträglichkeiten von Kindern bei der Speisenzubereitung berücksichtigt? Steht genügend Personal bereit? Für den Bio-Mittagstisch sei zu prüfen, ob es in der Region einen zertifizierten Caterer gibt.

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