Volleyball

Mit einer längeren Pause wird gerechnet

Bittere Pille für den SV Grün-Weiß Beckedorf und die VG Meyenburg/Schwanewede
16.11.2020, 16:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Schnell
Mit einer längeren Pause wird gerechnet

Die VG Meyenburg/Schwanewede, hier mit Fenna Köster (rotes Trikot) gegen Beckedorf in Aktion, ist zurzeit ausgebremst.

Christian Kosak

Erst sollten die Volleyballerinnen und Volleyballer in Bremen und Niedersachsen aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende November pausieren, bis schließlich entschieden wurde, dass ein Spiel- und Trainingsverbot bis mindestens Ende des Jahres in Kraft tritt.

Laut des Geschäftsführers André Guddack (NWVV-Verband) will man nun die Zeit nutzen, um „mögliche Szenarien für eine Rückkehr in den Spielbetrieb ab Januar 2021 zu erarbeiten. Ziel soll es sein, fürs kommende Jahr ein attraktives und wettkampforientiertes Spielbetriebsmodell zu entwickeln und anzubieten.“

Diese Entscheidung mussten auch die Volleyball-Akteure des SV Grün-Weiß Beckedorf so akzeptieren. „Wir haben eine interne Umfrage gemacht, um uns ein Meinungsbild einzuholen. Unsere Spielerinnen und Spieler sind junge Menschen zwischen 16 und 34 Jahren, gehören also zum Großteil nicht zur Risikogruppe. Dennoch hat fast jeder Kontakt zu Personen der besonders gefährdeten Gruppe. Ob durch die eigenen Eltern, Großeltern oder durch die Arbeit als Pflegekraft. Man kommt eben doch immer wieder in Kontakt mit älteren, oder vorerkrankten Menschen“, äußerte sich der SVG-Abteilungsleiter und Trainer Sascha Wahle.

Und Wahle meinte weiter: „Deshalb trägt jeder von uns durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten zur Eindämmung der Pandemie bei. Dieses Bewusstsein führt bei unseren Teams einerseits dazu, dass man die Entscheidung des Verbandes nachvollziehen kann. Andererseits wünschen sich alle fürs kommende Jahr eine Fortsetzung der Saison.“ Laut Sascha Wahle leben die Akteure vom leistungsbezogenen Training und möchten darauf hinarbeiten, eine gute Platzierung zum Saisonende zu erreichen.

„Viele befürchten daher, dass ein kompletter Saisonabbruch oder ein freiwilliger Spielbetrieb wie in Hamburg das Mannschaftssterben der vergangenen Jahre weiter beschleunigen wird. Das Wichtigste für alle Beckedorferinnen und Beckedorfer ist es deshalb, dass übergeordnete Institutionen unseren Lieblingssport nicht so lange untersagen und einen Trainingsbetrieb ermöglichen. Möglichst sollten wir schon ab Dezember und nicht erst ab nächstem Jahr wieder trainieren können“, so Wahle. Ein paar Spiele haben die Beckedorfer bereits in dieser Saison absolviert. In der Bezirksliga 1 Bremen/Lüneburg der Männer behauptete sich Beckedorf mit 3:1 gegen den TSV Bierden. Die niedersächsischen SVG-Damen mussten sich in der Bezirksliga 1 Bremen/Lüneburg gegen die SG Karlshöfen/Gnarrenburg II hauchdünn mit 2:3 geschlagen geben.

Auch der Nachbar VG Meyenburg/Schwanewede schmetterte schon über das Netz. Seit Anfang Juni hat sich das Damenteam von Trainer Jens Niebank in voller Mannschaftsstärke auf diese Saison vorbereitet. „Der Verband erhöhte die Staffel-Anzahl und verringerte die Anzahl der Mannschaften pro Staffel, um einem möglichen zweiten Lockdown besser begegnen zu können“, erklärte Niebank. Die Saison begann für die VG unter festgelegten Hygiene-Regeln und ohne Zuschauer planmäßig Mitte September mit der Partie in Wremen (0:3). „Beim TV Bremen 1875 II zeigten wir anschließend ein stark verbessertes Spiel, mussten uns aber knapp mit 1:3 Sätzen geschlagen geben“, meinte Jens Nienbank. Nun ruht der Trainingsbetrieb seit Ende Oktober auch bei der VG Meyenburg/Schwanewede wieder. „Der Frust bei den Spielerinnen ist natürlich groß. Ich versuche, wie im Frühjahr die Mannschaft wieder mit Home-Workouts bei Laune zu halten. Ob es mir aber in der jetzt dunklen und kalten Jahreszeit wieder gelingt, steht in den Sternen. Ich vermute, dass wir den Trainingsbetrieb in diesem Jahr nicht wieder aufnehmen können. Das bedeutet aber, dass sich auch die Fortsetzung oder Neuansetzung der Saison in das neue Jahr verschieben wird, und so bahnt sich für alle ein verlorenes Jahr an“, ergänzte Jens Niebank.

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