Naturschützer lehnen Bebauung ab

Naturschützer gegen Baugebiet

Die Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz lehnt das geplante Baugebiet zwischen Hammersbecker Weg und Hauptstraße in Löhnhorst ab.
22.04.2021, 05:00
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Von Gabriela Keller
Naturschützer gegen Baugebiet

In einer aktuellen Stellungnahme zum jetzt vorgelegten Entwurf bekräftigt die Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz ihre Ablehnung gegen das geplante Bauvorhaben.

Christian Kosak

Die Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz lehnt das geplante Baugebiet zwischen Hammersbecker Weg und Hauptstraße in Löhnhorst ab. Schon als vor drei Jahren die ersten Pläne bekannt wurden, sprachen sich die Naturschützer gegen das Vorhaben aus. In einer aktuellen Stellungnahme zum jetzt vorgelegten Entwurf bekräftigt die Aktionsgemeinschaft ihre Ablehnung.

Die Naturschützer wollen, dass der Landschaftsschutz für die Fläche erhalten bleibt. „Landschaftsschutzgebiete sind keine Baulandreserve“, heißt es in der Stellungnahme. Der Landschaftsrahmenplan weise der Fläche eine „hohe Bedeutung für die Erholungsvorsorge“ zu.

Auch das Argument der Eigenentwicklung greift nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft nicht. „Das Baugebiet wird für die Deckung des Wohnraumbedarfes der lokalen Bevölkerung nicht benötigt“, schreibt der Verein. Das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Osterholz sehe für nicht-zentrale Siedlungsgebiete wie Löhnhorst ein Eigenentwicklungspotenzial von fünf Prozent vor. Dieser Bedarf werde durch den bereits beschlossenen Plan für den „Wohnpark Löhnhorst“ mit 25 Baugrundstücken und insgesamt 56 Wohneinheiten bereits „mehr als gedeckt“. Zudem gebe es in der Ortschaft diverse Baulücken.

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Die Aktionsgemeinschaft kommt zu dem Schluss: Mit dem Wohnpark und dem jetzt geplanten Baugebiet, käme es zu „einem massiven Anstieg der Einwohnerzahl Löhnhorsts“, der den Zielen und Grundsätzen des Regionalen Raumordnungsprogramms zuwider laufe.

Das neue Bauvorhaben stehe auch nicht im Einklang mit Zielen des Ortsentwicklungsplanes, argumentieren die Naturschützer weiter. Das Leitbild für Löhnhorst sehe einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden vor. Eine weitere Ausdehnung von Wohnbebauung in bedeutsame Natur- und Landschaftsfläche sei zu vermeiden, auf die Ausweisung großflächiger neuer Baugebiet zu verzichten. „Die hier forcierte Bebauung passt nicht in die Ortsentwicklung Löhnhorst“, so die Aktionsgemeinschaft.

Die Kritik der Naturschützer richtet sich zudem gegen das Ausmaß der Neuversiegelung von Böden. Wohnpark und das jetzt geplante Baugebiet zusammengenommen, sei mit einer versiegelten Fläche von mindestens zwei Hektar zu rechnen. Eine Größenordnung, die nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz nicht vereinbar ist mit den Vorgaben des Landes Niedersachsen zur angestrebten Reduzierung der Neuversiegelung von Böden bis Ende des Jahres 2030.

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