RC General Rosenberg Landkreis verweigert Austragung

Rosenbergs Vorsitzende Katharina Egeling-Oeßel zeigt sich verärgert über das Verbot für das Late-Entry-Springturnier
13.04.2021, 13:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Trotz aller Bemühungen findet das Late-Entry-Springturnier des RC General Rosenberg am kommenden Wochenende nun doch nicht statt. „Wir haben alles versucht. Doch der Landkreis Osterholz erlaubt es uns nicht“, bedauert Rosenbergs Vorsitzende Katharina Egeling-Oeßel. Der Landkreis habe nur darauf verwiesen, dass der bundesweite Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie noch mindestens bis zum 18. April gelte und damit auch das geplante Turnier-Wochenende umfasse.

Dies hatte den Landkreis Rotenburg aber nicht daran gehindert, ein Springturnier in Bremervörde am vergangenen Wochenende zu erlauben. „Wir haben offenbar keine Lobby in unserem Landkreis und sind den Verantwortlichen nicht wichtig genug“, kritisierte die Vereinschefin. Dabei liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Osterholz deutlich unter 100. Der RC General Rosenberg wäre sogar bereit gewesen, auf eigene Kosten Corona-Selbsttests mit sämtlichen Teilnehmern durchzuführen.

„Deshalb ist das Verbot auch ziemlich ärgerlich und stimmt uns traurig“, sagt Katharina Egeling-Oeßel. Diese hofft nun darauf, dass Schwanewedes neue Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann die Lobby beim Landkreis verbessert. „Die hat selbst auch ein Pferd und wird sich unsere Anlage in den nächsten Tagen mal anschauen. Vielleicht hat unsere Bürgermeisterin ja auch guten Draht zum Landkreis “, sagt Egeling-Oeßel.

Alle etwa 350 Startplätze für das gerade abgesagte Springturnier seien bereits nach eineinhalb Stunden vergeben gewesen. Auch die Reiter des Gastgebers hätten sich voll und ganz auf das Turnier auf der Anlage am Hamfährer Weg in Schwanewede konzentriert und deshalb extra keinen Start in Bremervörde geplant. „Jetzt müssen die Reiter wieder wer weiß noch wo hinfahren, um sich in einem Wettbewerb messen zu können“, ärgert sich Katharina Egeling-Oeßel. Die Veranstaltungen in der näheren Umgebung seien rar gesät.

„Das Verbot ärgert mich auch deshalb, weil wir im vergangenen Jahr mit unseren Late-Entry-Turnieren schließlich bereits bewiesen haben, dass wir so etwas unter sehr strengen Corona-Auflagen durchführen können“, gibt Katharina Egeling-Oeßel zu bedenken. Es hätte alles im Freien stattgefunden, ohne Verpflegung und mit einer Verpflichtung der Reiter, die Anlage im Anschluss sofort wieder zu verlassen.

„Ich habe gehört, dass es in Bremervörde dagegen sogar eine Pommes-Bude gab“, stellt Egeling-Oeßel fest. Beim Landkreis Osterholz habe es aber überhaupt keine Bereitschaft gegeben, das Turnier zu erlauben. „So hatten wir keine Chance. Der Landkreis wollte einfach kein zusätzliches Risiko eingehen. Dabei hätten wir dafür sorgen können, dass sich bei uns niemand infiziert“, erklärt die Narkose- und Notärztin. Alle Planungen seien bereits abgeschlossen gewesen. „Es stand alles bereit“, so Egeling-Oeßel.

Die Hoffnung für die Austragung für das am 1. und 2. Mai geplante Late-Entry-Dressurturnier hat Katharina Egeling-Oeßel hingegen noch nicht aufgegeben. „Bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit. Bislang erstreckt sich der Lockdown auch noch nicht auf diesen Zeitraum“, so Egeling-Oeßel.

Für das ausgefallene Springturnier haben die Rosenberger bereits einen Ersatztermin gefunden. Die Veranstaltung soll nun am Wochenende des 12. und 13. Juni nachgeholt werden. „Für uns wäre es ansonsten ein unheimlich hoher organisatorischer Aufwand gewesen, die eingenommenen Sponsorengelder wieder zurückzuzahlen“, betont die zweifache Mutter.

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