Fußball-Testspiel

Bornreihes Bruchlandung

Die Bremen-Ligisten scheinen dem SV Bornreihe nicht zu liegen. Nach dem 2:4 gegen SFL Bremerhaven und dem 2:6 gegen ESC Geestemünde verloren die „Moorteufel“ nun klar mit 0:8 in Vegesack.
16.02.2020, 17:01
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Bornreihes Bruchlandung
Von Dennis Schott
Bornreihes Bruchlandung

Michel Klimmek sorgte im Testspiel bei der SG Aumund-Vegesack zumindest für etwas Gefahr. Am Ende stand für den SV Bornreihe trotzdem eine krachende Niederlage zu Buche.

Maximilian von Lachner

Bornreihe. Spielertrainer Nils Gresens brauchte gar nicht lange zu überlegen, um den Grund zu benennen, weshalb der SV Blau-Weiß Bornreihe im Testspiel beim Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack förmlich unterging. 0:8 hieß es am Ende aus Sicht des Fußball-Landesligisten. Eine krachende Niederlage ohne jeden Zweifel. Aber auch eine, die vor allem auf einem fußte: der fehlenden Einstellung.

Weniger einfach zu beantworten war die Frage, warum die Bornreiher derart neben der Spur standen. „Das ist tatsächlich etwas schwieriger zu sagen“, bestätigte Nils Gresens und konnte nur Vermutungen anstellen. Lag es daran, dass die Blau-Weißen an einem Freitagabend antreten mussten? Oder an der Vorbereitung als solches, in der der Ernst nicht so stark im Vordergrund steht wie im Ligabetrieb? Vielleicht. Am Ergebnis änderte dies freilich nichts. „Es war eine Null-Leistung und eine Frechheit, was wir gezeigt haben. Wir müssen uns bei den wenigen, die sich das Spiel angeschaut haben, entschuldigen. Da kann sich auch keiner herausnehmen“, redete Bornreihes Spielertrainer nicht lange um den heißen Brei herum.

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Dabei hätte er als Entschuldigung den durchaus unglücklichen Beginn ins Feld führen können. Die erste Minute war kaum vorüber, da lagen die Gäste auch schon nach einem Treffer des pfeilschnellen Bashkim Toski mit 0:1 zurück. In dieser Szene waren die Nordbremer, die den Bornreiher durch frühes Pressing sehr zusetzten, einfach gedankenschneller. Allerdings durften sie sich danach eher glücklich schätzen, nur eine Viertelstunde später auf 2:0 zu erhöhen. Der von Abdullah Basdas verwandelte Elfmeter, „war nicht ansatzweise einer“, hielt Gresens fest.

Ohnehin soll der Unparteiische Mohammed Chabo nicht immer auf Augenhöhe des Geschehens gewesen sein und einige Situationen falsch eingeschätzt haben. „Aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt“, stellte Gresens klar. Denn sein Team präsentierte sich weiterhin unsortiert und uninspiriert. Gelungene Angriffe waren allenfalls nur im Ansatz zu sehen. Das änderte sich mit dem Wiederanpfiff. Zwar war die Partie längst verloren, weil die Hausherren noch vor der Pause durch Alexander Schlobohm (29.,41.) und Clifford Stecher (45.) auf 5:0 erhöht hatten. Aber das Bornreiher Spiel wurde nun ansehnlicher, auch wenn sie das schnelle 0:6 schlucken mussten (50.). Sie waren ebenbürtiger und kamen zudem zu Abschlüssen in der Offensive.

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So hatte Elliott Cuthbert den Ehrentreffer auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Und auch Michel Klimmek verzeichnete noch zwei gute Schüsse auf das gegnerische Gehäuse. „Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, dass das Spiel wieder bei 0:0 anfängt und dass wir zumindest unentschieden spielen wollen“, erklärte Nils Gresens. In diesem Bemühen lösten die Bornreiher ihre Defensivfesseln im weiteren Spielverlauf etwas zu sehr und fingen sich in den finalen vier Minuten noch zwei Gegentore zum 0:8-Endstand. Aber die machten den Kohl schließlich auch nicht fett. „Geschenkt“, meinte denn auch Bornreihes Spielertrainer.

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Damit bleibt festzuhalten: Die Vorbereitung des SV Blau-Weiß Bornreihe verläuft alles andere als wunschgemäß. In bislang vier Testspielen musste der Landesligist drei Niederlagen einstecken, allesamt gegen Bremen-Ligisten. Zudem waren es deutliche Niederlagen. Gegen den ESC Geestemünde setzte es ein 2:6, gegen die SFL Bremerhaven zuvor ein 2:4. Diese ernüchternde Bilanz vermochte der 12:2-Kantersieg gegen den SVGO Bremen kaum zu entkräften, da man gegen einen Gegner aus der Bremer A-Liga angetreten war. Umso bedeutsamer wird nun das verbleibende Testspiel gegen den FC Hambergen am kommenden Sonntag, ehe eine Woche danach die Liga wieder startet. „Vielleicht ist das Spiel jetzt etwas wichtiger als sonst für uns“, meinte Nils Gresens auf Nachfrage. Schließlich sei es wichtig, mit einem positiven Gefühl in die zweite Saisonhälfte zu starten.

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