Erntefest Wallhöfen Die ganze Dorfgemeinschaft macht mit

Das 69. Erntefest in Wallhöfen erlebte wieder einmal großen Zuspruch – im Ort und auch darüber hinaus. Die Veranstalter vom Erntefestkomitee dankten anschließend den Umzugsteilnehmern und allen Unterstützern.
02.09.2019, 17:11
Lesedauer: 3 Min
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Von Friedrich.Wilhelm Armbrust

Wallhöfen. Erntefest ist Dorfsache. Dafür steht Wallhöfen. An den Straßen oder auch etwas abseits davon saßen einige Zaungäste in und an ihrem Carport. Andere Zuschauer hatten es sich am Sonntagnachmittag auf Klappstühlen oder auch im Bushaltehäuschen bequem gemacht. Viele standen einfach am Straßenrand, um den Festumzug zu sehen. Das öffentliche Interesse der Bürger am Umzug hatte auch Bürgermeisterin Angela Greff ausgemacht: „Hier macht die Dorfgemeinschaft mit, und das tut der Dorfgemeinschaft auch gut“, sagte sie.

Das Erntefestkomitee Wallhöfen fuhr vorneweg, und das gleich mit zwei Wagen. Aus dem ersten Wagen grüßten auch Landrat Bernd Lütjen, Samtgemeindebürgermeister Reinhard Rock und Bürgermeisterin Greff. Im zweiten Wagen stachen die Komitee-Damen in ihren roten T-Shirts besonders hervor. Die Shirts waren selbstbewusst mit den Worten „Ernte Perle“ versehen. Befreundete Komitees aus Bornreihe, Vollersode, Kuhstedt und Steden-Hellingst fuhren ebenfalls mit.

Auf einigen Wagen war ein Motto zu lesen wie „Der Bauerhof macht Urlaub“. Viele beließen es bei ihrem Namen wie „The Bobs“, „Die feuchten Pudel“, „Haribo Tropifrutti“ oder „Airbeat One“. Gina Prigge vom Ernteclub Kuhstedt sagte: „Wallhöfen ist der nächste Ort für uns. Wir kommen hierher, weil das ein harmonisches Miteinander ist.“ So sei der Besuch in Wallhöfen für den Kuhstedter Ernteclub inzwischen eine Tradition.

Unterdessen hatte der Freundeskreis der Wallhöfener Spezis ihren Wagen einem aktuellen Thema gewidmet: dem Insektensterben. Ein großes Insektenhotel prangte an der Wagenwand. Das Erntefestkomitee Wallhöfen wies ebenfalls auf das Bienensterben hin. Die Komiteemitglieder hatten eine riesige Stroh-Biene und einen Bienenkorb gebaut. Die Ernte-Skulpturen standen auf einem Rasenstück zum Eingang der Dorfstraße gegenüber dem Denkmal.

Start des gut zweistündigen Umzugs war die Schulstraße. Von dort aus ging es in Richtung Vollersode zur Wallhöfener Straße. Weiter rollte der Zug auf die Stedener Straße, durch die Siedlungen, auf die Bundesstraße, durchs alte Dorf und über die Berg- und die Bundesstraße zum Festplatz am Schützenhof. Für die passende Marschmusik sorgte der Spielmannszug „Die Augustendorfer“. Um die Sicherheit kümmerten sich elf Frauen und Männer der Freiwillige Feuerwehr Vollersode sowie Rettungssanitäter und ein Polizibeamter.

Unter den Klängen eines Marschlieds brachten Komiteeangehörige nun die Erntekrone in den Festsaal des Schützenhofs; beim Deutschlandlied wurde sie hochgezogen. In seiner Ansprache zum Fest sagte der Komitee-Vorsitzende Jürgen Renken, man dürfe dankbar, dass wieder die Ernte eingebracht worden sei. Seine Anerkennung sprach er gegenüber den anderen Komitees und den mitfahrenden Wagen aus. „Die Erbauer haben sich viel Mühe und Arbeit damit gemacht", lobte Renken. Der Umzug hatte um die 40 Teilnehmer-Gruppen.

Das 69. Erntefest hatte am Freitag mit dem Laternenumzug für Kinder begonnen. Musikalisch begleitete ein Akkordeonspieler den Marsch der Kleinsten. Für die Teilnahme belohnte das Komitee die Kinder mit Karussell-Freikarten. Statt eines Luftballonwettbewerbs gab es dieses Jahr aus Umweltgründen ein Glücksrad. Die Gewinnerkinder werden so auch weiterhin Geschenke erhalten, aber erst im Dezember.

Der Sonnabend stand im Zeichen eines Feldgottesdiensts auf dem Festplatz, von Pastor Wolfgang Starke und dem Posaunenchor gestaltet. Dem schloss sich die Kranzniederlegung am Ehrenmal an. Weiter hatte das Komitee zum Familiennachmittag eingeladen. „Der ist sehr gut besucht worden. Alle Tische waren besetzt“, freute sich Komiteevorsitzender Renken. Dabei bekamen die Komiteemänner einen besonderen Applaus. Denn sie legten mit blonden Perücken einen feschen Tanz aufs Parkett.

Für die den Sonnabend abschließende Erntefestparty war „DJ MaLo“ engagiert. „Die Party war super besucht“, schwärmte Komiteemitglied Julian Flathmann. Das traditionelle Feuerwerk sei auch „richtig schön“ gewesen, fand er. Bürgermeisterin Greff freute sich darüber hinaus, dass das Wetter mitgespielt habe. „So konnten sich die Besucher noch lange in der Nacht draußen aufhalten.“

Laut Jürgen Renken bedanke sich das Erntefestkomitee bei allen Spendern, die das Erntefest finanziell unterstützt hatten. Ohne sie könne das größte Dorffest nicht stattfinden.

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