SV Blau-Weiß Bornreihe Dritte Niederlage im dritten Spiel: „Moorteufel“ am Tabellenende

Der Fehlstart ist perfekt: Auch im dritten Saisonspiel ging Fußball-Landesligist Bornreihe leer aus. Trainer Michael Rickers fand nach dem 3:4 gegen Aufsteiger Hedendorf/Neukloster deutliche Worte.
02.09.2019, 10:44
Lesedauer: 2 Min
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Dritte Niederlage im dritten Spiel: „Moorteufel“ am Tabellenende
Von Tobias Dohr

Bornreihe. Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat auch das dritte Saisonspiel in der Fußball-Landesliga Lüneburg verloren. Das 3:4 (1:2) bei Aufsteiger VSV Hedendorf/Neukloster beförderte die „Moorteufel“ als nun einziges noch immer punktloses Team sogar ans Tabellenende der Liga. Trainer Michael Rickers fand nach der dritten Pleite in Folge deutliche Worte und ging vor allem mit sich selbst hart ins Gericht.

„Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Entweder habe ich falsch aufgestellt, oder aber ich schaffe es derzeit einfach nicht, die Truppe so einzustellen, dass sie über 90 Minuten füreinander kämpft und läuft.“ Kapitän Nils Gresens stellte sich trotz Schmerzen in den Dienst der Mannschaft und kam erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Und ähnlich wie vor Wochenfrist starteten die Blau-Weißen furios in die Partie. „Wir haben der Anfangsphase ganz klar unseren Stempel aufgedrückt“, berichtete Rickers. Folgerichtig fiel die Führung der Gäste.

Jeremy da Rocha Nunes vollstreckte nach einem schönen Doppelpass eiskalt zum 1:0 (25.) und belohnte damit die starke Bornreiher Anfangsphase. Doch „aus heiterem Himmel“ (Rickers) fiel der Ausgleich durch Tobias Schröder (38.). Und nur 120 Sekunden später pennten die Gäste nach einer Ecke und ließen Till Niklas Müsing ungehindert zum Abschluss kommen. So hatten die Hausherren ein Spiel gedreht, in dem sie über eine halbe Stunde lang fast nur hinterhergerannt waren. „Es fehlt einfach die letzte Körperspannung“, monierte Michael Rickers, der nach Wiederanpfiff auch noch das 1:3, erneut durch Tobias Schröder, mitansehen musste (54.). Gleich vier Bornreiher Akteure schafften es dabei nicht, den Hedendorfer zu stoppen.

Immerhin: Die „Moorteufel“ gaben sich noch nicht auf und schafften knapp fünf Minuten nach dem 1:3 stattdessen durch Hendrik Lütjen den Anschlusstreffer. „Da hatten wir das Momentum eigentlich wieder auf unserer Seite“, berichtete Rickers. Doch durch „individuelle Schlafmützigkeit“, wie es der Bornreiher Coach nannte, verhalfen die Gäste dem VSV erneut zur Zwei-Tore-Führung. Diesmal war Felix Arlt der Nutznießer (68.). Die Blau-Weißen warfen nun alles nach vorne und machten hinten mehr und mehr auf. Und tatsächlich gelang Loris Menger nach einem endlich mal vernünftig zu Ende gespielten Angriff das 3:4.

Fünf Minuten reguläre Spielzeit waren zu diesem Zeitpunkt noch auf der Uhr, doch die ganz große Aufholjagd fand nicht statt. Einmal forderten die Bornreiher einen Elfmeter, doch die ganz dicken Chancen sprangen nicht mehr heraus. „Wir kamen einfach nicht mehr entscheidend vor das gegnerische Tor“, berichtete Michael Rickers, der sich aber vor allem über die erste Halbzeit ärgerte. Denn da hätte seine Mannschaft – analog zum Heimspiel gegen Westercelle – den Sack in einer bärenstarken Anfangsphase längst zumachen müssen. „Wir müssen da drei Dinger schießen, stattdessen fahren wir hier am Ende mit einer Niederlage nach Hause.“ Keine Frage: In Bornreihe stehen ungemütliche Tage an. Und jetzt kommt am kommenden Sonntag auch noch ausgerechnet der verlustpunktfreie Rotenburger SV ins Teufelsmoor.

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