Fußball-Landesliga Lüneburg „Ein Spiel der Nerven“

Von anfangs zwei auf jetzt zwölf: Die Tabellen-Fieberkurve des SV BW Bornreihe sinkt kontinuierlich nach unten. Die Partie Sonntag gegen SV Ahlerstedt/Ottendorf wird zum Kellerderby und eine Nervenprobe.
28.09.2018, 17:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Müller

Bornreihe. SV Ahlerstedt/Ottendorf – da war doch was. Richtig. Ebenjene Mannschaft schenkte dem SV Blau-Weiß Bornreihe im Fußball-Bezirkspokal Anfang August eine 0:4-Schlappe ein. Sonntag (Anpfiff um 15 Uhr) gibt’s die Neuauflage der Partie in Bornreihe – nur geht es diesmal um ganz wichtige Landesliga-Punkte. Der Tabellenzwölfte empfängt den -vierzehnten. Ein Kellerduell also, mit dem die wenigsten gerechnet hatten.

„Aber es ist diesmal eine komplett andere Situation“, betont „Moorteufel“-Trainer Saša Pinter und begründet: „Im Pokal hat uns Ahlerstedt auf dem falschen Fuß erwischt. Es ist schon eine gute Mannschaft. Aber zurzeit ebenso dezimiert wie wir.“ Pinter erwartet natürlich die größtmögliche Kampf- und Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Er weiß aber auch: „Das wird ein Spiel der Nerven. Die Frage ist: Wer ist gefestigter?“ Dass man sich so den Schneid habe abkaufen lassen wie beim 0:1 gegen Meckelfeld – nein, das dulde er nicht. Entsprechende Gespräche habe er schon mit den Spielern geführt. Oft genug. Für andere Konsequenzen sind ihm die Hände gebunden: „Was soll ich sonst machen bei dem kleinen Kader?“

Und angesprochen habe er auch immer wieder, dass das Team zwingender vor dem gegnerischen Tor auftreten müsse, mit mehr Durchschlagskraft. Ein Trainingsschwerpunkt war auch das Herausspielen von Torchancen. Die letzten Meter vor dem Tor, da müsse Bornreihe noch rigoroser zu Werke gehen. Besseres Timing und höhere Präzision erwartet der Trainer.

Wobei die personelle Situation vor allem in der Offensive nicht besser geworden ist. Stürmer Torben Poppe, zuletzt wegen muskulärer Probleme ausgewechselt, muss Sonntag noch pausieren. Wer dann Patrick Müller vorne unterstützt? Pinter: „Das wird unser Gegner am Sonntag erfahren.“ Neben den bekannten Langzeitausfällen steht auch ein Fragezeichen hinter Steffen Dietrich, der sich im Training verletzte. Und dann fällt auch noch Nils Gresens aus: Der Kapitän ist in den Urlaub gefahren, wird insgesamt drei Spiele fehlen.

Einen Tag vor seiner Abreise sagte er noch: „Keiner von uns ist mit der Situation zufrieden. Wir müssen endlich den Bock umstoßen.“ Bornreihe hinke den Erwartungen nun mal hinterher. „Aber die Saison ist noch lang“, hofft Gresens weiter auf den Turnaround. Zur Erinnerung: Die Tabellenplätze eins bis drei wurden als Saisonziel ausgegeben. Dass das Team jetzt so weit abgerutscht ist, „nein, das würde ich nicht zu hoch hängen“, sagt Gresens. Bei aller nötigen Selbstkritik dürfe man nicht vergessen, wie viele Stammspieler derzeit fehlten: „Die sind nur schwer zu ersetzen.“

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